CHELYABINSK RUSSIA - SEPTEMBER 3 2017: Motor car Porsche 911 (993) in the city street.

Praktisch: Porsche Classic fertigt Ersatzteile mit 3D-Drucker

Auto & Reise

Das Unternehmen Porsche Classic lässt bei Ersatzteilen von klassischen Modellen den 3D-Drucker zum Einsatz kommen. Gedruckt werden die Ersatzteile aus Kunststoff oder Metall. Bei der Firma handelt es sich um eine Tochterfirma von Porsche. Besitzer von Porsche 959 und Porsche 911 Speedster können diese Möglichkeiten nutzen. Das Sortiment bei Porsche Classic besteht aus rund 52.000 Teilen und alle können dank 3D-Drucker nachgefertigt werden. Die Vorteile der additiven Fertigung resultieren in der Zeit-, und Kostenersparnis, verbunden mit einer hohen Genauigkeit der zu druckenden Komponente. Am Artikelende könnt ihr sehen welche Bauteile Porsche Classic bereits gedruckt hat.

Traditionelle Ersatzteil-Fertigung unwirtschaftlich

Die Fertigung von Ersatzteilen mit traditionellen Fertigungsverfahren wie der Spritzgusstechnik oder Metallguss sind unwirtschaftlich, wenn es sich um selten nachgefragte Bauteile handelt. Hier kommen nun 3D-Drucker ins Spiel, die bei sinkenden Kosten eine steigende Qualität bieten und gegenüber der klassischen Fertigung eine wirtschaftliche Alternative darstellen, die sich für Porsche Classic rentiert. Beim 3D-Druck wird das gewünschte Bauteil schichtweise hergestellt. Wenn du einen Porsche 959, Porsche 911 oder einen anderen Klassiker aus dem Hause Porsche dein Eigen nennst und ein Ersatzteil fehlt, kannst du es nachdrucken und in der KFZ-Werkstatt deines Vertrauens einbauen lassen! Porsche Classic Porsche 959

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Porsche 959 als Beispiel

Der Porsche 959 und sein Ausrückhebel für die Kupplung nennt Porsche Classic als Beispiel für den Einsatz des 3D-Drucks. Der besagte Ausrückhebel ist nicht mehr lieferbar und muss sehr hohe Qualitätsanforderungen erfüllen. Als der Supersportwagen 959 im Jahr 1986 auf den Markt kam, wurden nur 292 Stück produziert und resultiert heute in einer seltenen Nachfrage nach Ersatzteilen. Bei der Fertigung entschied sich Porsche für das selektive Laserschmelzen (SLS) als 3D-Druckverfahren. Hierbei wird der pulverförmige Werkzeugstahl via Computersteuerung in Schichten von 0,1 mm auf einer Bearbeitungsplatte aufgetragen. Ein Laserstrahl bringt das Metallpulver an passenden Stellen zum Schmelzen und führt unter einer Schutzatmosphäre zur Bildung einer Stahlschicht. Auf diese Weise entsteht schichtweise das 3D-Bauteil.

Belastungstest und Testfahrten

Das gedruckte Endprodukt überstand nach Fertigstellung den Belastungstest von drei Tonnen ohne Beanstandungen, ebenso wie die tomographische Analyse, bei der die Komponente hinsichtlich innerer Fehler untersucht wurde. Im Anschluss wurde der Ausrückhebel in einen Porsche 959 als Testfahrzeug eingesetzt und Probefahrten unternommen. Die ausgiebigen Testfahrten überstand das Bauteil erstklassig, bei der sich die Qualität und Funktion bestätigten. Porsche Classic Porsche 911 Speedster Spiegelfuss

3D-Druck bewährt sich

Die vorwiegend positiven Erfahrungen mit dem additiven Fertigungsverfahren veranlassten Porsche dazu, weitere acht Bauteile per 3D-Drucker herzustellen. Bei den Bauteilen handelt es sich um Stahl-, und Leichtmetallteile, die per Laserschmelzverfahren und einem SLS-Drucker hergestellt werden. Als Materialien werden Kunststoff und Metall verwendet. Beim Selektiven Lasersintern wird der Werkstoff unterhalb des Schmelzpunkts erhitzt und mit der Restenergie mit einem Laser aufgebracht. Das Kunststoffpulver wird hierbei selektiv aufgeschmolzen. Alle gedruckten Komponenten erfüllen die Qualitätsanforderungen des Produktionszeitraums und generell ist die Qualität höher. Einbautests stellen die Passgenauigkeit und Maßhaltigkeit sicher. Entsprechend ihrem Einsatzbereich bestehen die Bauteile aus verschiedenen Materialien, um gegen Licht, Säure, Kraftstoffe und Öle resistent zu sein. Zur Zeit prüft Porsche Classic, ob zwanzig weitere Bauteile per 3D-Druck gefertigt werden können. Als Grundlage für gedruckte Komponenten dienen jeweils 3D-Konstruktionsdaten oder ein 3D-Scan. Die Ersatzteile lassen sich auf Abruf herstellen, weshalb hier Lager- und Werkzeugkosten eingespart werden. 

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