Battle of Los Angeles: Feuerte die US-Navy 1942 auf ein UFO?

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Im Februar 1942 kam es in der Nacht über der Metropole Los Angeles zu einem denkwürdigen Ereignis, bei dem die Flugabwehr mit ihren Flakgeschützen auf mindestens ein unbekanntes Flugobjekt feuerte und als „Battle of Los Angeles“ in die Geschichte einging. Ein oder mehrere UFOs seien dafür verantwortlich gewesen.

Was geschah bei der Battle of Los Angeles?

Am 23. Februar 1942 wurde ein aufgetauchtes japanisches U-Boot in der Nähe von Ellwood, nördlich von Santa Barbara gesichtet und beschoss mit seinem Bordgeschütz die Ölanlagen an Land. Zwei Tage später, am 25. Februar 1942, in einer kristallklaren Mondnacht ertönte der Fliegeralarm in Los Angeles. Die US-Army kündigte die Ankunft eines feindlichen Flugzeugs an, worauf das Flugabwehrsystem der Stadt zum ersten Mal im zweiten Weltkrieg aktiv wurde und die Flakgeschütze auf das Objekt gerichtet wurden.

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Schlacht um Los Angeles beginnt

Die Bewohner der Stadt fielen sprichwörtlich aus ihren Betten, als die städtischen Alarmsirenen ohrenbetäubend ertönten und die grellen Lichtkegel der Suchscheinwerfer die finstere Nacht erhellten. Battle of Los Angeles 1942 Die Lichtkegel hatten den Angreifer in Licht gehüllt, worauf die Geschützmannschaften mit ihren Flakgeschützen pausenlos auf das fremde Flugobjekt schossen. Über 1400 Geschosse donnerten auf das Ufo ein, ohne eine Wirkung zu zeigen. Nach etwa 100 Minuten, um ca. 4:00 Uhr hörte der Beschuss auf, als die unbekannten Angreifer in Richtung Pazifik verschwanden.

Bürger geraten in Panik

Tausende freiwillige Luftschutzbeamte stürzten mit ihren Helmen und Stiefeln in die Nacht. Unter den zehntausenden Bürgern brach pure Panik aus, als die Sirenen kreischten und die Nacht in ein Chaos verwandelten. Sie wachten auf und schalteten trotz der strengen Verdunkelungsvorschriften die Lichter ein. Auf die schillernde Großstadt fiel keine einzige Bombe. Fünf Menschen verloren dennoch ihr Leben. Drei Bürger starben bei Autounfällen, als PKWs in der Dunkelheit zusammenkrachten und zwei Menschen erlitten einen tödlichen Herzinfarkt. Battle of Los Angeles 1942 In der chaotischen Nacht verletzten sich auch einige Personen, wie etwa ein Polizist, der in das Fenster eines beleuchteten Hollywood-Geschäfts trat und dabei sein rechtes Bein verlor. Eine hohe Anzahl an Verletzten war unter den Luftschutzbeamten zu beklagen. Die Hülsen der Flugabwehrgeschosse verursachten teilweise Schäden am Boden, demolierten Garagen, zerstörten Terrassen oder führten zu geplatzten Autoreifen.

Falscher Alarm

Einen Tag nach der „Battle of Los Angeles“ verlautbarte der damals amtierende US-Marineminister, dass es kein Luftangriff gegeben hätte. Keine feindlichen Flugzeuge seien aufgetaucht, sondern es sei nur ein Fall von Panik gewesen. Battle of Los Angeles 1942 Das Ereignis entwickelte sich für das US-Militär zu einer Peinlichkeit, weil die US-Navy beschuldigt wurde in einen leeren Himmel geschossen zu haben. Wie der Kriegsminister zu jener Zeit der Öffentlichkeit mitteilte, seien es zwar keine feindlichen Flugzeuge gewesen, jedoch vertrete man die Ansicht, dass 15 kommerzielle Flugzeuge von „feindlichen Agenten“ geflogen wurden und Los Angeles überflogen. Niemand glaubte seinen Worten.

Wetterballon oder Granatsplitter

Nach Kriegsende veröffentlichte die US-Armee einen Bericht zur „Battle of Los Angeles“ und erklärte, was in jener Nacht passierte. Zahlreiche Wetterballone seien zu dem Zeitpunkt des Ereignisses über der Region ausgesetzt worden. Die Ballone hätten Lichter zur Ortungszwecken getragen und diese „Leuchtballone“ wären mit feindlichen Flugzeugen verwechselt worden. Battle of Los Angeles 1942 Als zweite Erklärung berichtete das Dokument über Granatsplitter, die von Suchscheinwerfern beleuchtet wurden. Von Bodenmannschaften seien diese beleuchteten Granatsplitter versehentlich als Feindflugzeuge erkannt und beschossen worden. Japan gab nach dem Krieg bekannt, kein einziges Flugzeug ihrer Luftwaffe sei zu der Zeit über Los Angeles geflogen.  Wie beim berühmten Roswell-Zwischenfall fünf Jahre später: Im Zweifelsfall ist für das US-Militär ein Ufo immer ein Wetterballon…

Weltberühmtes Foto soll UFO zeigen

Am 26. Februar 1942 publizierte die Zeitung „Los Angeles Times“ eine Fotoseite, mit einer retuschierten Version des Suchscheinwerferfotos und sieben weitere Bilder.  Auf dem Suchscheinwerferfoto ist in der Mitte ein grell leuchtendes Objekt zu sehen, hierbei soll es sich um ein Ufo handeln. Nach Einschätzung von Ufologen basierend auf Augenzeugenberichten wurde nicht ein, sondern mehrere Flugobjekte gesichtet, die außerirdischen Ursprungs sein sollen. Video zur Battle of Los Angeles: 

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