Unglück verhindert! Asteroid 2018 RC flog knapp an der Erde vorbei

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Der erst am 3. September 2018 entdeckte Asteroid 2018 RC düste mit einer Entfernung von rund 225.000 Kilometern knapp an unserer blauen Heimatwelt vorbei. Der Mond ist 336.000 Kilometer entfernt! Der Himmelskörper hatte einen Durchmesser von schätzungsweise 30 bis 70 Metern. Erfahre im Video spannendes zum Thema Asteroiden.

Wie passierte der Asteroid 2018 RC die Erde?

Zur Mittagszeit am 9. September 2018 hatte der Asteroid 2018 RC die höchste Annäherung und in der Nacht davor von Westeuropa aus gut sichtbar. Ein Teleskop für die Beobachtung des Himmelskörpers wurde unbedingt benötigt, weil er wegen seiner schlechten Leuchtkraft weder mit dem bloßen Auge noch Fernglas sichtbar war. Mit einer Superzoomkamera hättest den Asteroiden 2018 RC mittels Serienbildfunktion auf Bilder gebannt und Instagram veröffentlichen können.

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Was wir über den Himmelskörper wissen

Technisch gesehen zählte der Asteroid 2018 RC zur Klasse der Aten-Asteroiden. Ein Aten-Asteroid bewegt sich zum Großteil innerhalb der Erdbahn. Die Erde kreuzt er vom sonnenfernsten Punkt des Orbits. Von Experten wurde es als potenziell gefährliches Himmelsojekt eingestuft. Rund 290 Tage werden von dem Asteroiden 2018 RC benötigt, um die Sonne vollständig zu umkreisen. In diesem Jahr rasten mit 2018 RC schon 49 Asteroiden mit einigem Abstand an unserem Globus vorbei. Eines Tages könnte ein Himmelskörper wie ein Meteor oder Asteroid die Erde treffen.

Folgen eines Asteroideneinschlags verheerend

Nach einem Asteroideneinschlag würde sich das Leben auf der Erde für immer verändern. Die Folgen wären mit einer kleinen Eiszeit, Missernten, Millionen Opfern und einem wirtschaftlichen wie gesellschaftlichen Zusammenbruch gravierend. Je nach Größe des Asteroiden oder Meteors können die Zerstörungen unterschiedlich ausfallen, doch in jedem Fall werden sie enorm sein. Die Welt ist auf eine solche Katastrophe nur bedingt vorbereitet. Vor 24 Jahren nach dem Einschlag des Kometen Shoemaker-Levy 9 auf den Jupiter bekam die NASA den Regierungsauftrag alle erdnahen Objekte (near earth objects -NEO) zu kartografieren, die größer als 1 Kilometer sind.

Himmelsüberwachung

Heute existieren mit ADAS, LINEAR, LONEOS, NEAT, CSS, CINEOS und Spacewatch zahlreiche Programme zur Himmelsüberwachung. Als größtes erdnahes Objekt konnte der Asteroid (1036) Ganymed ermittelt werden und wurde im Oktober 1924 von der Sternwarte Bergedorf entdeckt. Bislang sind 90 Prozent der NEOs von mehr als 1 Kilometer Durchmesser kartografiert worden.  Von den NEOs, die mindestens 100 Meter groß sind, konnten von geschätzten 30.000 erst 8.000 Objekte gefunden werden. Der Bereich der 100 Meter-Objekte soll mit dem derzeit im Bau befindlichen milliardenteuren Large Synoptic Survey Telescope (LSST) fast vollständig abgedeckt werden und 2022 seine Arbeit aufnehmen.

Asteroiden abschießen?

Bei einer frühzeitigen Entdeckung eines für die Erde bedrohlichen Himmelskörpers könnte ein Einschlag mit Gegenmaßnahmen verhindert werden. Im Gespräch sind Atomraketen, Lasersysteme und Sonden-Angriffe. Einen waghalsigen Plan verfolgt die NASA mit der „Asteroid Redirect Mission“ (ARM), bei der ein Asteroid in den 2020er-Jahren zur Analyse in die Mondumlaufbahn geschleppt werden soll.  Der Asteroid Bennu könnte die Erde im Jahr 2182 treffen und bis dahin bleibt genug Zeit, unsere Heimatwelt darauf vorzubereiten. Gefährlich sind jene Objekte, die bis heue unentdeckt sind…

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