Potenzprobleme: Und plötzlich geht nichts mehr!

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Das Selbstbewusstsein eines Mannes leidet bei einer Erektionsstörung bisweilen sehr. Auf Dauer hat ein unbehandeltes Potenzproblem das Potenzial, selbst länger zusammenlebende und eigentlich glückliche Paare in eine Krise zu stürzen. Deshalb sollte kein Mann – zum Beispiel aus Scham ­– darauf verzichten, sich diesem Problem zu stellen. Oft ist die Suche nach Lösungen erfolgreich. Und bestenfalls schweißt sie Paare zusammen. Der folgende Artikel stellt Ursachen und Therapien einer erektilen Dysfunktion vor.

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Bisweilen nicht zu können, ist völlig normal

Dass der männliche Penis nicht immer wie eine Maschine funktioniert, ist eher der Normalfall als die Ausnahme. Für viele Männer ist es zwar ein peinlicher Moment, wenn er einmal seinen Dienst versagt. Aber letztlich ist das kein Drama und etwas, was vielen anderen Männern ebenfalls schon passiert ist. Problematischer wird die Sache, wenn so etwas häufiger vorkommt. Dann kann ein Potenzmittel (online verfügbar) hilfreich sein. Allerdings sollte man vorab die Ursache des Problems abklären. Potenzproblem Medizinisch relevant wird eine Erektionsstörung erst, wenn es innerhalb von mindestens einem halben Jahr in über zwei Dritteln aller Versuche nicht zu einer Erektion kommt oder wenn die Erektion nicht lange genug für den Geschlechtsverkehr andauert. Dann nennt man die Potenzstörung auch erektile Dysfunktion. Und spätestens dann sollte man die Störung als ein Problem sehen, das man angehen muss. Abgegrenzt wird die erektile Dysfunktion von einer Sterilität (Unfruchtbarkeit). Bei einer Sterilität ist es einem Mann nicht möglich, ein Kind zu zeugen. Dagegen geht es bei der Erektionsstörung rein um das Steifwerden des Penis. Ältere Männer sind häufiger von einer Erektionsstörung betroffen als jüngere. Aktuelle Zahlen zur Häufigkeit sind aber schwer zu finden. Vielfach wird noch eine Kölner Studie aus dem Jahr 2000 zitiert. Ihr zufolge sind 2,3 Prozent der Männer in der dritten Lebensdekade und 53,4 Prozent in der siebten Lebensdekade von einer erektilen Dysfunktion betroffen. Und laut Urologenportal.de leiden ein bis zwei Prozent der Männer unter 40 an einer Erektionsstörung, während bei den 65-Jährigen 15 bis 20 Prozent betroffen sind. 

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Erektionsstörungen können viele Ursachen haben

Als eine Ursache für Erektionsstörung kommen hohe psychische Belastungen infrage, die in heutiger Zeit keineswegs selten sind. Die Rede ist zum Beispiel von Depressionen oder Angstzuständen. Umgekehrt kann eine Erektionsstörung aber nicht nur Folge einer Depression sein, sondern auch ein auslösender Faktor. Und natürlich kommt zudem eine Reihe von körperlichen Ursachen in Betracht, beispielsweise Durchblutungsstörung durch eine Arteriosklerose (Arterienverkalkung) oder eine andere Krankheit, Verletzungen an der Bandscheibe oder im Beckenraum sowie ein Testosteronmangel. Neben den Ursachen gibt es Faktoren, die das Auftreten einer Erektionsstörung begünstigen: Zu ihnen gehören zum Beispiel Rauchen und Alkoholmissbrauch. Diabetes mellitus – eventuell noch unentdeckt – ist ebenfalls eine mögliche Ursache. Und da es so viele potenzielle Ursachen gibt, sollte eine erektile Dysfunktion immer von einem Arzt oder einer Ärztin untersucht werden. Als Vorstufe eines Arztbesuchs kann man aber den sogenannten IIEF*-EF-Fragebogen (*International Index of Erectile Function) ausfüllen. Er gibt einem einen ersten Eindruck, ob man tatsächlich an einer Erektionsstörung leidet.

Eine gute Behandlung beginnt mit Ursachenforschung

Ärztinnen und Ärzte haben verschiedene Möglichkeiten für eine Ursachenforschung, um eine erektile Dysfunktion beurteilen zu können. In der Regel beginnt eine Untersuchung mit einer ausführlichen Anamnese. In einem intensiven Gespräch befragt der Arzt den Patienten unter anderem zur Häufigkeit des Geschlechtsverkehrs, zur Libido sowie zu seinem familiären und beruflichen Umfeld. Im Anschluss erfolgt zumeist eine körperliche Untersuchung, bei der die Geschlechtsorgane und die Prostata im Fokus stehen. Allerdings wird zusätzlich der Blutdruck kontrolliert, weil hoher Blutdruck bei der erektilen Dysfunktion möglicherweise eine Rolle spielt. Mithilfe einer Blutuntersuchung finden Mediziner eventuell ebenfalls verräterische Anzeichen. Vielleicht ist der Zuckergehalt relativ hoch oder die Testosteronmenge auffallend niedrig. Begleitende Untersuchungen können eine Ultraschalluntersuchung oder ein Schwellkörperinjektionstest sein. Bei solch einem Test wird dem Patienten ein Medikament in die Schwellkörper injiziert. Auf diese Weise soll eine künstliche Erektion ausgelöst werden. Der Verlauf des Tests kann dem Arzt oder der Ärztin weitere Hinweise geben. Potenzprobleme

Erektile Dysfunktion: Was tun?

Hat man die Ursache der erektile Dysfunktion gefunden, kann man gezielt Maßnahmen zur Abhilfe ergreifen. Handelt es sich vor allem um psychische Ursachen, kann eine Sexual- oder Psychotherapie hilfreich sein. Bei der Therapie mit Medikamenten setzt man beispielsweise auf sogenannte PDE-5-Hemmer. PDE-5 ist ein Enzym, das den Botenstoff Guanin-Monophospat (cGMP) abbaut. Dieser Botenstoff sorgt für eine entspannte Gefäßmuskulatur, durch die der Blutfluss in die Schwellkörper des Penis verstärkt wird. Wird PDE-5 gehemmt, entfaltet cGMP seine Wirkung länger und intensiver. Auch Viagra, das wohl bekannteste Potenzmittel, gehört zu den PDE-5-Hemmern. Bisweilen verspricht eine Operation Hilfe bei Potenzstörungen, beispielsweise bei verletzten Gefäßen. Eine mechanische Hilfe kann eine sogenannte Penispumpe bieten. Sie erzeugt einen Unterdruck, durch den der Penis steif wird, wenn diese Therapie zur Ursache passt. 

Hilfreich ist nicht zuletzt Verständnis in der Partnerschaft

Natürlich kann man eine erektile Dysfunktion als Single-Mann ohne feste Partnerin oder festen Partner erfolgreich bekämpfen. Aber es ist gerade in solch einer Situation durchaus vorteilhaft, eine verständnisvolle Partnerin oder einen verständnisvollen Partner an seiner Seite zu haben. Zusammen steht man solch eine Phase oft viel leichter durch und freut sich schließlich gemeinsam am erneuten Können, was man eigentlich will: gemeinsam eine erfüllte Sexualität genießen.

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