Experimental-Satellit LightSail 2 erfolgreich mit Sonnensegel geflogen

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Der Experimentalsatellit LightSail 2 konnte seinen Erstflug mit einem Sonnensegel als Antrieb erfolgreich absolvieren. Die Erfinder sind aus dem Häuschen und zelebrieren den Test als Game-Changer, der bahnbrechend sei. Sieh im Video den Satelliten in Aktion.

Wie ist LightSail 2 aufgebaut?

Der Satellit LightSail 2 ist als Sonnensegel konzipiert und arbeitet mit der Einstrahlung der Sonne. Auf das ausgefaltete Segel wird Strahlungsdruck durch Sonnenphotonen ausgeübt. Das Ergebnis ist eine Beschleunigung des Experimentalsatelliten, basierend auf dem Verhältnis zwischen der Segelfläche und Masse. Die Entwickler mussten die Schwierigkeit meistern die Segeloberfläche zu vergrößern und zugleich die Raumschiffmasse zu verkleinern. Modular aufgebaut entspricht das Design einem CubeSat 3. Der Kleinsatellit ist eine Entwicklung von Universitäten für den Einsatz im Weltall. Das erste Modul beinhaltet die Kameras, Steuereinheit und Sensoren. In den zwei übrigen Modulen ist das Sonnensegel integriert und zeichnen für die Entfaltung verantwortlich. Die vier Segel in Dreiecksform werden dabei zu einer rechteckigen Oberfläche. Als Material fiel Wahl auf die reflektierende Polyesterfolie Mylar.

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Drei Phasen

Der hochmoderne Satellit wird in einer verstauten Konfiguration mit eingeklappten Segeln gestartet. In der zweiten Phase kommt eine Miniantenne zum Einsatz und das Aufklappen der Solarmodule. Die Kameras und die Sonnensegel werden in dieser Zwischenphase freigelegt. Die vollständige Entfaltung des Solarsegels erfolgt durch LightSail 2 mit vier Kobalt-Auslegern von je vier Metern Länge. Sie breiten sich in langsamer Geschwindigkeit aus und öffnen das Mylar-Segelgewebe. Ein internes Spezialradar orientiert sich auf Grundlage des Erdmagnetfeldes an der Sonne. Das “Wenden” in und aus der Sonne steuert den Strahlungsdruck auf das Segel und führt zu einer Anpassung der Umlaufbahn.

 

Wie lief der Jungfernflug von LightSail 2?

Am 25. Juni 2019 startete LightSail 2 und wurde mit dem Trägersatelliten Prox-1 in 720 Kilometern Höhe transportiert. Eine SpaceX Falcon Heavy Rakete hatte den Satellit als sekundäre Nutzlast an Bord. Die ersten Bilder von LightSail 2 bekamen die Forscher der gemeinnützigen Planetary Society am 7. Juli 2019 übermittelt und die Sonnensegel 16 Tage später eingesetzt. Wie die Planetary Society schreibt, sei LightSail 2 der erste Satellit dessen Finanzierung auch über Kleinspenden per Kickstarter erfolgte. Die Gesamtkosten beliefen sich auf 7 Millionen US-Dollar. Einzig die japanische Sonde IKAROS nutzte ebenfalls ein Sonnensegel als Antrieb. Der US-Milliardär Elon Musk könnte eventuell Interesse an diesen revolutionären Sonnensegel haben, der sein Raumschiff zum Mars antreiben könnte. Im Film “Star Wars Episode 2 – Angriff der Klonkrieger” flieht der unehrliche Jedi-Meister Count Dooku mit einem Sonnensegler vor den Rebellen.

LightSail 2 entfaltet Sonnensegel

  

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