Der Chinawahnsinn im Fußballtransfer

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Das Transferfenster war gerade erst eröffnet und schon kam die Nachricht des ersten wahnsinnigen Transfers! Kurze Zeit später wurde bereits der zweite Transfer veröffentlich, welcher zeigt, in welche Richtung sich der Fußball entwickelt. China scheint dabei kein Geld zu scheuen, um Fußballstars in ihre Liga zu bekommen. Doch was ist das für eine Fußballwelt, in der ein Spieler 40 Millionen Euro pro Jahr verdient? Nicht nur Bundesliga Stars haben sich dazu bereits geäußert und zeigen dabei wenig Verständnis. Doch die Kritik erscheint auch ein wenig heuchlerisch.

Wie kam es dazu?

In China ist Fußball von zunehmender Bedeutung, denn die Möglichkeiten und Geldressourcen scheinen schier unendlich zu sein. Nicht nur das Wettgeschäft, welches in China eigentlich verboten ist, ist dabei ein ausschlaggebender Grund für die Investitionen und Transfers, sondern auch das zunehmende Interesse der Zuschauer. Wahrscheinlich standen auch Mannschaften wie Real Madrid und dem FC Barcelona Beispiel und zeigten, wie lukrativ das Fußballgeschäft sein kann. Zudem werden zur Zeit viele Stadien gebaut und die Mannschaften zunehmend mit ausländischen Spielern gespickt. Die Qualität soll steigen, aber auch International wollen die Teams endlich eine Rolle spielen. Mega-Transfers stellen dabei die Möglichkeit, schnell an Qualität zu gewinnen. Zwei Spieler stehen dabei besonders im Fokus: Oscar vom FC Chelsea (Transfer für 60 Mio. Euro), sowie der Argentinier Carlos Tevez. Beide wechselten in die chinesische Super League (welche International zweitklassig ist) zum Verein Shanghai Shenhua. Auch andere Stars scheinen auf dem Sprung in die chinesische Fußball Liga, unter anderem der BVB Stürmer und ehemalige Herthaner Adrian Ramos, welcher beim BVB meist nur den Joker spielen durfte. Profitabel dürfte das ganze dabei für alle werden, doch genau daran scheinen sich nicht nur Fans, sondern auch Stars wie Müller zu stören.   Wenngleich die Kritik von einem Star wie Müller etwas heuchlerisch anmutet, denn sein Gehalt beläuft sich im Jahr 2016 auf mindestens 17 Mio. Euro! Eine unverhältnismäßige Summe, wenn man sie mit Ärzten und Feuerwehrmännern vergleicht und zudem die steigenden Eintrittspreise im Fußballstadion beachtet. Es sei ihm gegönnt, doch wer behauptet, die Gehälter wären „verrückt und vollkommen überverhältnismäßig”, sollte dabei auch auf seine eigene Abrechnung schauen! SANDRO WAGNER, wir bitten um Feedback!

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Was wird aus der chinesischen Super League in der Zukunft?

Das ist eine berechtigte Frage, denn bereits kurz nach dem Bekanntwerden der Ablösesummen bekundete ein chinesischer Minister seinen Unmut. Der Transferwahnsinn und das „verbrennen von Geld” solle gestoppt werden, so hieß es. Doch wenn man bedenkt, welche aufstrebende Gesellschaft in China hinter dem Fußball steht, wird dies wohl kaum möglich sein. Die zunehmende Mittelschicht strebt nach westlicher Unterhaltung und Fußball spielt dabei eine sehr große Rolle.  Interessant dürfte derweil zu sehen sein, wie sich die chinesische Liga in den nächsten Jahren entwickeln wird, denn eins dürfte klar sein: Ohne erfahrene Spieler, ist es schwer eine Mannschaft international Konkurrenzfähig zu machen.

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