WTF Fußball: Klub-Boss rennt mit Pistole auf das Spielfeld

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Tumultartige Szenen im griechischen Fußball: Beim Spitzenspiel der ersten Liga ist ein Klubbesitzer mit einer Waffe im Holster auf das Spielfeld gerannt. Er war mit einer Schiedsrichter-Entscheidung nicht einverstanden. Beim Topspiel zwischen Pokalsieger PAOK Saloniki und Spitzenreiter AEK Athen hatte der Referee ein Tor nicht gegeben. Er entschied auf Abseits, der PAOK-Treffer zählte nicht. Das war kurz vor dem Ende der Partie, es stand 0:0. Nach der Schiri-Entscheidung stürmte Iwan Savvidis den Platz – er ist Präsident und Besitzer von PAOK Saloniki. Er bedrohte den Schiri und gegnerische Spieler, wie Bilder eines griechischen Pay-TV-Senders (NOVA) zeigten. Auf anderen Bildern war zu sehen, dass Savvidis eine Pistole an seinem Gürtel trug.

 Das Spiel wurde unterbrochen, der Schiedsrichter und seine Assistenten gingen in die Kabine. Zwei Stunden später teilte der Referee dann den jeweiligen Teams mit: der Abseits-Treffer zählt doch. AEK weigerte sich daraufhin, die restlichen Minuten der Partie zu Ende zu spielen. Sportlich gesehen hatte die Partie Brisanz: Beim Anpfiff  führte AEK Athen die Tabelle der griechischen Liga an – und zwar mit 54 Punkten, dicht gefolgt von PAOK mit nur zwei Punkten Rückstand.

Spielbetrieb der griechischen Liga gestoppt

Die Staatsanwaltschaft hat einen Haftbefehl gegen Savvidis erlassen. „Die Bilder mit Funktionären, die bewaffnet auf das Spielfeld gehen, werfen uns viele Jahre zurück“, sagte Giorgos Vasiliadis. Er ist der griechische Vize-Sportminister. Die griechische Regierung hat seinen Angaben nach die Meisterschaft nun gestoppt. „Dies gilt für unbestimmte Zeit“, so der Politiker. „Ohne eine von allen Seiten getroffene Vereinbarung wird es keinen Neustart geben.“ Vasiliadis kündigte außerdem Treffen mit dem Fußballverband, den Vereinen und der UEFA an. Savvidis äußerte sich über eine Medienagentur zu der Waffe an seinem Gürtel. „Savvidis hat niemanden mit einer Waffe bedroht. Das bedeutet, dass die provokanten Überschriften in diversen Medien absolut unwahr sind. Er trägt eine Waffe, weil er die Erlaubnis dazu hat. Das ist in Griechenland nicht verboten“, teilte die Agentur der russischen Zeitung „Sport Express“ mit.

 Der griechische Fußball ist für Ausschreitungen berüchtigt. PAOK Saloniki war erst Ende im Februar in einen Zwischenfall verwickelt. Beim Heimspiel gegen Olympiakos Piräus warf ein PAOK-Fan kurz vor Spielbeginn die Papierrolle einer Registrierkasse auf den Gäste-Trainer. Dieser wurde am Kopf getroffen. Das Spiel wurde nicht ausgetragen und 3:0 für Piräus gewertet. Der griechische Fußballverband brummte PAOK wegen des Vorfalls eine Geldstrafe in Höhe von 30.000€ auf. Dazu kamen noch drei Punkte Abzug sowie zwei Spiele, bei denen die Zuschauer ausgeschlossen werden sollten. Die letzten beiden Strafen hatte der Verband allerdings wieder aufgehoben.

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