U-21 EM: Titelverteidigung für die DFB-Junioren?

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Vor zwei Jahren wurde die deutsche U21 durch einen 1:0 Sieg gegen Spanien etwas überraschend Europameister. Wie stehen die Chancen in diesem Jahr?

Kuntz muss auf einige Toptalente verzichten

Vor einigen Tagen benannte U21-Trainer Stefan Kuntz seinen endgültigen Kader für die Europameisterschaft in Italien und San Marino, die am 16. Juni beginnt. Mit Levin Öztunali (FSV Mainz 05), Nadiem Amiri (TSG Hoffenheim), Mahmoud Dahoud (Borussia Dortmund) sowie Waldemar Anton (Hannover 96) stehen dabei immerhin vier Spieler im Aufgebot, die bereits vor zwei Jahren beim EM-Triumph dabei waren.

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Trotzdem fehlt es der deutschen Mannschaft an Stars: Egal ob Julian Brandt, Kai Havertz, Timo Werner oder Leroy Sané, sie alle wären bei der U21 noch spielberechtigt gewesen und hätten womöglich den Unterschied ausmachen können. Allerdings sind eben alle genannten Spieler wichtige Stützen bei der A-Nationalmannschaft, die selbstverständlich höhere Priorität genießt. Mit Jonathan Tah und Lukas Klostermann stoßen glücklicherweise die beiden Kapitäne der DFB-Junioren etwas verspätet hinzu, da beide noch bei den EM-Qualifikationsspielen der A-Mannschaft im Einsatz sind. Neben den beiden gehört Maximilian Eggestein mit einem Marktwert von 30 Millionen € zum wertvollsten Spieler des Teams. Trotz fehlender Stars wollen die Deutschen unbedingt das Halbfinale erreichen, um sich die Teilnahme am Olympischen Turnier 2020 in Japan zu sichern. Hierfür muss das Team von Stefan Kuntz entweder Gruppensieger oder bester Gruppenzweiter (aus insgesamt vier Gruppen) werden. Die Auslosung meinte es dabei gut mit den DFB-Junioren: Sowohl Dänemark als auch Serbien und Österreich gelten als schlagbare Gegner auf dem Weg ins Halbfinale.

Starke Konkurrenz für die deutsche U21

Mit einem Gesamt-Marktwert von 423,80 Mio. € besitzt der Gastgeber Italien das wertvollste Team des Turniers. Besonders die Offensive gilt als Prunkstück der Italiener: Mit Federico Chiesa, Moise Kean und Patrick Cutrone sind drei Spieler im Aufgebot, die bereits in der A-Mannschaft Einsätze zu verzeichnen haben und in der Serie A bei absoluten Top-Klubs unter Vertrag stehen. Schöpfen die Jungstars ihr volles Potenzial aus, dürften die Südeuropäer nur schwer zu stoppen sein.

Ähnlich wie die Italiener besitzen auch die Franzosen einen starken Kader, der mit einigen bekannten Stars gespickt ist. Mit den Leipzigern Upamecano und Konaté sowie den Mainzern Niakhaté und Marteta sind auch vier Spieler aus der Bundesliga im Aufgebot der Franzosen. Der französische Nachwuchs gehört aber nicht nur wegen ihres hochwertigen Kaders zu den großen Favoriten der EM: In der Qualifikation holten Upamecano & Co. 28 von 30 möglichen Punkten und unterstrichen dabei früh ihre Klasse. Zum erweiterten Favoritenkreis zählen neben der deutschen Mannschaft auch die Teams aus Spanien sowie England. Beide Nationen verfügen über einzelne Ausnahmetalente wie z.B. Phil Foden (Manchester City) bei den Engländern oder Dani Ceballos (Real Madrid) bei den Spaniern. Ähnlich wie bei den Deutschen fehlen allerdings auch einige hochkarätige Talente, die bereits bei den A-Mannschaften im Einsatz sind.

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Fazit:

Das Minimalziel Halbfinale sollte die Truppe von Stefan Kuntz aufgrund der günstigen Gruppenkonstellation erreichen.  Zwar gilt der DFB-Nachwuchs nicht als Titelfavorit Nummer eins, jedoch ist ab der K.O.-Runde alles möglich. Auch beim Titelgewinn 2017 galten die Deutschen im Finale gegen Spanien – die mit Stars wie Marco Asensio, Saul Niguez & Co. antraten – als Außenseiter und triumphierten am Ende dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung. 

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