Assassin’s Creed Origins: Willkommen im Alten Ägypten!

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Im neuen Assassin’s Creed Origins übernimmt der Spieler die Rolle von Bayek. Der junge Ägypter ist anfangs eine Art Sheriff, der im kleinen Dorf namens Siwa auf Land und Leute aufpasst. Dieser Auftrag kommt von keinem geringeren als dem Pharao höchstpersönlich. Nach dem Prolog in Siwa gelangt der Spieler nach und nach in die eigentliche Spielwelt – das Ägypten der Antike.

Sightseeing in Alexandria

Assassin’s Creed Origins spielt etwa 50 Jahre v. Chr. Es gibt Pharaonen, Hohepriester und düstere Mumienwächter. Diese Zeit war jedoch vornehmlich von griechischen und römischen Einflüssen geprägt. Das lässt sich im Game wunderbar nachvollziehen. Vor allem die Stadt Alexandria samt Prachtalleen, Tempeln und Badehäusern weiß, den Zocker in ihren Bann zu ziehen. Die Welt von Origins ist unglaublich detailreich!  Allein in Alexandria wird der eine oder andere Stunden nur mit dem Sightseeing verbringen. Die Schönheit des Games lässt sich aber auch von den Sanddünen aus sowie in den ausgedehnten Wäldern und Sümpfen bewundern. Es gibt Pyramiden, Seen und darüber hinaus eine zweite große Stadt – Memphis. Schnell wird klar: Die Welt von Assassin’s Creed Origins ist nicht nur schön, sondern auch enorm groß! Tipp: Im Verlauf der Handlung trifft der Spieler auch auf einige bekannte Figuren, wie Julius Caesar und Kleopatra. Im Internet können Vergleiche zwischen dem Spiel und der Historie gemacht werden. Die Entwickler haben viele Details aus der Geschichte übernommen. Zeitgleich haben sie sich aber natürlich nicht in ihrer gestalterischen Freiheit eingeschränkt. 

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Wie, das ist Bayek?

Keine Sorge: wir werden nicht spoilern! Es sollte aber erwähnt werden, dass Assassin’s Creed Origins, so wie alle Teile der Serie, hin und wieder einen Abstecher in die Gegenwart macht. Wir finden, die Geschichte samt aufwändigen Zwischensequenzen spielt sich gut. Lediglich der Prolog ist ein wenig irritierend, da Bayeks bester Kumpel dessen späterem Ich stark ähnelt. Bayek selbst sieht hingegen ganz anders aus als im späteren Spiel. Im Verlauf der Handlung ergibt aber nach und nach alles einen Sinn.

Geralt von Riva lässt grüßen

Alles in allem spielt sich der neue Teil wie ein klassisches Assassin’s Creed. Man kann sich frei in der open world bewegen und nach Belieben Haupt- oder Nebenmissionen absolvieren. Eines macht Origins aber dann doch anders als seine Vorgänger. Und zwar wurde die Grundsteuerung umfangreich überarbeitet. Die neue Steuerung ist dynamischer denn je, sodass man deutlich schneller und bequemer durch die Welt läuft und klettert. Außerdem ist die Übersichtskarte im Menü nicht mehr so mit Symbolen überflutet. Wir empfinden das als sehr angenehm. Für Sammler dürfte das aber eine herbe Enttäuschung sein. Es gibt nämlich weder Schatzkisten noch Fahndungsplakate zum Abreißen, wie das in früheren Teilen der Fall war. Und auch sonst gibt es bei Assassin’s Creed Origins deutlich weniger Kleinkram. Stattdessen haben die Entwickler mehr Wert auf Nebenquests gelegt. Diese sind teilweise recht komplex und mit Zwischensequenzen versehen, sodass der Spielspaß aufrechtgehalten wird. Es gilt, Morde aufzuklären, Banditenüberfälle zu rächen, verlorene Gegenstände wiederzubeschaffen und vieles mehr. Die Nebenmissionen erinnern stark an The Witcher 3, können in Sachen Umfang und Detailtiefe jedoch nicht mit Geralt von Riva mithalten.

Skills, Skills und noch mehr Skills

Die Nebenmissionen sind aber nicht die einzige Beschäftigung, der wir neben der Haupthandlung nachgehen können. So überfällt man in Origins beispielsweise auch immer wieder Festungen des Pharao Ptolemaios XIII bzw. von dessen Soldaten. Hier müssen Kommandanten oder Hauptmänner um die Ecke gebracht oder Schätze geraubt werden. Außerdem ist das klassische Hochklettern an Türmen zum „Synchronisieren“ erhalten geblieben. Durch das Absolvieren solcher und weiterer Aufgaben erhält der Spieler Erfahrungspunkte. Diese sind in Origins weitaus wichtiger als in Syndicate, Black Flag und Co. Mit den XP lassen sich neue Skills im Talentbaum freischalten. Diese Skills sind in aktive und passive Aktionen unterteilt. Während man mit aktiven Skills neue Angriffsmöglichkeiten erlernt, ermöglichen es uns passive Skills, beispielsweise mehr Schaden anzurichten. Das Tolle hierbei ist übrigens, dass das Skillsystem gut erklärt wird und einfach zu bedienen ist. 

Mit Pfeil und Bogen auf Jagd gehen

Auch in Bezug auf das Kampfsystem hat Assassin’s Creed Origins einige Neuerungen zu bieten. Entweder man kämpft mit Schwert oder Säbel (Nahkampf) oder man greift zu Pfeil und Bogen (Fernkampf). Mit diesen Waffen bekämpft man nicht nur Widersacher, sondern auch Krokodile, Löwen und Nilpferde sowie weitere Tiere. Außerdem verfügt Bayek über ein Schild, mit dem man sich vor gegnerischen Angriffen schützen kann. Alternativ rollt man sich mit einem Knopfdruck elegant zur Seite. Das Kampfsystem funktioniert vor allem zu Beginn des Spiels beinahe intuitiv. Im Spielverlauf wird es jedoch zunehmend komplexer. Dann gilt es nämlich, Schildblockaden zu durchbrechen, Angreifer zu Dromedar oder Pferd zu attackieren und Feinden gezielt den Gar auszumachen. Zudem kommen Feuergranaten und weitere Spezialwaffen ins Spiel. Positiv: Ubisoft hat die Verwaltung der Ausrüstung grundlegend verbessert. Die Menüs sind sehr viel übersichtlicher und erklären sich von selbst.

Der Adler Senu

Bayek kämpft die meiste Zeit allein. Der Spieler hat aber auch die Möglichkeit, per Knopfdruck Unterstützung anzufordern: Mit dem Adler Senu können beispielsweise Gebiete aus der Luft erkundet werden. Das ist nicht nur hilfreich, sondern macht aufgrund der tollen Animationen von Tier und Landschaft sehr viel Spaß. So ertappt man sich immer wieder, dass man den Adler einfach nur herausholt, um die Schönheit von Assassin’s Creed Origins zu genießen. Senu ist im Prinzip eine Überarbeitung des alten Systems: Per Adlerblick identifiziert man ein Ziel und hebt dieses farblich hervor. Der Adler kann zudem feindliche Wachen auskundschaften und angreifen.

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Assassin’s Creed Origins: zu 100 Stunden Spielspaß

Die Spielschwierigkeit kann jederzeit geändert werden. Für die Hauptmissionen dürfte man in etwa 30 bis 40 Stunden benötigen. Wer dazu noch alle Nebenquests erledigt, wird sogar bis zu 100 Stunden mit Assassin’s Creed Origins verbringen. 

Assassin’s Creed Origins – die Pause tat der Serie gut!

Nicht jeder ist ein Fan von Pyramiden, Pharaonen und alten Römern. Wir empfinden Assassin’s Creed Origins aber als den besten oder zumindest als einen der besten Teile der Serie. Ägypten überzeugt vor allem mit einer lebendigen, riesigen und aufwändig programmierten Welt. Wer auf eine Pyramide klettert, kann kilometerweit in die Ferne schauen und Segelschiffe, Tiere sowie die Sonne beim Untergehen beobachten. Im Großen und Ganzen lässt sich sagen, dass Ubisoft gut daran tat, sich eine Pause zu nehmen, um diverse grundlegende Elemente der Serie zu überarbeiten. Nicht nur die Kämpfe, sondern die gesamte Bedienung ist angenehmer geworden. Man kloppt nicht mehr einfach drauf los, sondern blockt, weicht aus und gibt den Gegnern gekonnt den Rest. Auch Hindernisse lassen sich leichtfüßiger denn je bewältigen. Die vielen Nebenmissionen werden spannend inszeniert und motivieren dazu, auch abgeschlossen zu werden. Das neue Senu-System bereitet ebenfalls eine Menge Spaß und wirkt stimmig. Das Spielerlebnis wird durch die sympathische Hauptfigur namens Bayek abgerundet. Dieser ist ernsthafter Ritter und Haudrauf zugleich.

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Assassin’s Creed Origins – Fazit

Bei all den tollen Neuerungen sieht man gerne über einige kleine Schwächen, wie die immerwiederkehrenden Überfälle auf Festungen und den verwirrenden Einstieg ins Game hinweg. Ungeduldige Zocker werden sich außerdem des Öfteren über längere Ladezeiten ärgern. Diese sind schlichtweg auf die enorme Detailtiefe des Spiels zurückzuführen. Unsere Meinung: Wer ein Fan von Open-World-Spielen ist, wird mit Assassin’s Creed Origins viele Freude haben!

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