World of Warcraft Mythic+: Wieviel Zeit kostet mich die Rückkehr ins Endgame?

Gaming

World of Warcraft: Mit dem aktuellen Hype um die Vanilla-Version wurde bei mir wieder das Interesse an WoW geweckt. Wer wie ich über 7.000 Stunden in Raids verbracht hat, den lässt das Game wohl nie so richtig los.  Für mich stellt sich da die Frage, wieviel Zeit mich die Rückkehr nach Azeroth kostet. Und wir sprechen hier jetzt nicht über ein bißchen Lowbob-Questen, sondern wenn dann interessiert mich das Top-Level. Sprich Raids oder diese neuen Mythic+ Inis.

Einmal Top-Level, immer Top-Level: Ich will ans Limit gehen!

Wer an den Endcontent von World of Warcraft denkt, kommt sehr wahrscheinlich schnell auf die Raids. Jahrelang war das ja auch die einzige Möglichkeit, den Endcontent zu bestreiten. Hier messen sich die großen Gilden untereinander. Inzwischen ist das anders. Mit den Instanzen auf dem Schwierigkeitsgrad Mythisch +, der nach Belieben – und natürlich Können! – immer weiter gesteigert werden kann, gibt es jetzt eine ganz neue Königsdisziplin.  Die Wettkämpfe der MDI verfolge ich auf twitch. Meinen ehemaligen Teammates schaue ich gern dabei zu, wie sie die M+ inis clearen. Würde mir zusagen. Erster Vorteil: Ich brauch nur eine kleine Gruppe. Jetzt stellt sich die Frage: Wieviel Zeit kostet mich das Spielen auf höchstem Niveau?

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World of Warcraft: Wie wird man zu den Besten im M+?

Ich habe mir dafür mal einen der besten deutschsprachigen Mythic+-Spieler gesucht, der das Ganze semi-professionell betreibt. Sprich, der geht normal arbeiten und Wow betreibt er als Hobby. Worryor ( WoW Progress oder Arsenal ) gehört zu diesem Kreis der Spieler. Für den besteht der Anreiz vor allem darin, herauszufinden, wo sein Limit liegt. Auch Worryor kehrte nach einer längeren WoW-Abstinenz zurück nach Azeroth. Dass man für diese Art von Endcontent nicht mal zwingend eine Stammgruppe braucht, weckte dessen Interesse und sorgte für einen erneuten Download des Spiels.  Worryor spielt Mythic + Inis zum Teil auf dem Schwierigkeitsgrad 20+. Zum Vergleich: Die Wettkämpfe der MDI Turniere werden auf der Stufe 18+ ausgetragen. Er erklärt, dass für ihn die größte Challenge darin besteht, vier Mitspieler zu finden, die überhaupt dazu in der Lage sind, über 30 Minuten lang volle Konzentration und perfektes Gameplay abzuliefern. Denn genau das ist der Unterschied zum Raid: Während in einer 20 Mann starken Gruppe kleinere Missgeschicke meistens kein Problem darstellen, verzeihen die M+ Instanzen keine Fehler.

An der Spitze ist es meist einsam – und ihr müsst Englisch kommunizieren

Um solche Mitspieler zu finden, nutzt er das spielinterne Dungeon-Tool. Die Leistungen im Mythic + werden mit Score bewertet. Es gilt also, Spieler zu finden, die ähnlich viel Erfahrung haben. Ein spezielles Training absolviert er dafür aber nicht – stattdessen greift hier das Prinzip learning by doing zurück. Also immer und immer wieder die Instanzen laufen, bis man jedes noch so kleine Detail kennt. Worryor investiert dazu neben seinem Vollzeitjob täglich etwa dreieinhalb Stunden in das Spiel. Das ist auf jedenfall mal eine Hausnummer. Bei täglicher Spielzeit kommen wir in der Woche auf über 20 Stunden ingame.  Inzwischen konnte Worryor so schon viele Erfolge verbuchen. So spielt er regelmäßig M+ Instanzen auf dem Schwierigkeitsgrad 20 – 22, teilweise sogar noch höher. Unter uns: Das ist schon eine krass gute Leistung! Größter Erfolg: M+ mit der weltweit drittbesten Wertung abzuschließen. Und genau für solche Momente lohnt es sich dann, trotz vieler Fails immer weiterzumachen. Weil es nur wenige Spieler auf diesem Niveau gibt und die von überall kommen, wird in 90% der Fälle Englisch gesprochen. Das heißt also: Nicht nur alles genau im Blick haben, sondern die Entscheidungen auch noch in einer Fremdsprache kommunizieren können ! Und das in wenigen Sekunden. 20 Stunden pro Woche klingen vielleicht nicht nach viel, für mich wäre das trotzdem nicht machbar. Denn die drei Stunden am Stück am Abend nochmal maximalen Fokus abzuliefern, das schaff ich einfach nicht mehr. Nach 12 Stunden Arbeitstag sind die Akkus leer. Da chill ich lieber auf der Couch und schau Worryor & Co dabei zu, wie sie Top-Leistung abliefern.

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