Little Nightmares: Jump’n’Run zum Gruseln

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Das schwedische Entwicklerstudio Tarsier Studios will dich mit Little Nightmares das Fürchten lernen. Zur Zielgruppe gehören Gamer, die an Limbo und Inside Gefallen fanden. Little Nightmares bringt dich zurück in deine Kindheit, als du dich vor harmlosen Dingen gefürchtet hast. Auf den ersten Blick erinnert das Spiel an den Klassiker Limbo, dessen Protagonist ein kleiner Junge war. Das schwedische Spiel hat eine genauso morbide Atmosphäre und in etwa dasselbe Spielprinzip. Es ist im Grunde ein Jump’n’Run mit Puzzleelementen sowie einer schaurigen Spielwelt.

2D-Gameplay in einer 3D-Welt

Die Protagonistin dieses Grusel-Platformers ist die kleine Six, ein scheinbar furchtloses Mädchen, das in einem auffälligen, gelben Regenmantel gekleidet ist. Ihr treuer Begleiter ist ein Feuerzeug, das Licht ins Dunkle bringen soll.  Das Gameplay findet auf einer 2D-Ebene statt, jedoch haben die Entwickler die düstere Welt, in der sich Six bewegt, in Unreal Engine 4 in 3D erschaffen. Auf eine Sprachausgabe wurde komplett verzichtet und hilfreiche Texte gibt es auch nicht. Das Spiel lebt von der schaurigen Atmosphäre und den Versuchen des Spielers, die Rätsel zu lösen. Dass du dabei hin und wieder ins Gras beißen wirst, sollte dir klar sein. Gelegentlich sorgt das Spiel für unangenehme Momente, wenn man die Jump’n’Run-Passagen nicht auf Anhieb schafft, weil die Perspektive verändert wird. Ein Absturz von einem Balken, auf dem man Six balancieren muss, kommt vor, weil die Steuerung etwas ungenau ist.

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Düstere Atmosphäre ohne Schockeffekte

Obwohl Little Nightmares ein Horrorspiel ist, gibt es keine (billigen) Schockeffekte. Die Gruselstimmung wird einzig und alleine durch die düstere Landschaft und die morbiden Elemente erzeugt. Du wirst zum Beispiel auf einen Mann stoßen, der sich aufgehängt hat. Um im Spiel weiterzukommen, musst dir den Stuhl ausleihen, den der Selbstmörder für seine Tat verwendet hat. Die im Spiel verteilten Rätsel sind alle relativ einfach zu lösen, ohne dass man sich zu sehr den Kopf zerbrechen muss. Jedes Rätsel dient dem Fortschritt im Spiel, um zum nächsten Areal vordringen zu können.  Sehr atmosphärisch sind die Schleicheinlagen, von denen es so einige im Spiel gibt. Du musst aber viel Geschick und Geduld mitbringen, um sie zu überwinden. Sei nicht frustriert, wenn es nicht auf Anhieb gelingt; ab und zu braucht man eine kleine Portion Glück. Nervig ist lediglich die Platzierung der Checkpoints, die zum Teil etwas zu sehr voneinander entfernt sind.

Fazit

Little Nightmares ist nichts für Kinder, sondern ein Spiel für Erwachsene, die sich in ihre Kindheit zurückversetzt lassen wollen. Bis auf die ungenaue Steuerung in Teilen, in denen die 3D-Kamera aktiv ist, hat Little Nightmares eine tolle Atmosphäre zu bieten. Das Spiel ist aber leider sehr schnell vorbei. Deshalb solltest du Little Nightmares wenn möglich in einem Zug durchspielen, um die Dramatik zu betonen.

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