Sonic Mania: Der blaue Igel ist zurück – Testbericht

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Schnell, schneller, Sonic. Der blaue Igel ist zurück und beweist, dass Retro-Spiele auch im 21. Jahrhundert super sein können. Als Sega Sonic Mania ankündigte, war ich vorsichtig. Ein richtig gutes Sonic-Spiel haben die Japaner seit geraumer Zeit nicht veröffentlicht. Dieser Multiplattformtitel, den ich auf meiner Nintendo Switch gezockt habe, hat mich eines Besseren belehrt. Sonic Mania bringt dich zurück in die Zeiten des Sega Mega Drives, als Sonic sich mit rasanter Geschwindigkeit in einer kunterbunten Welt bewegte.

Altmodisch, aber einfallsreich

Der geliebte Sega-Charakter Sonic steht seit Jahrzehnten im Schatten von Mario, Rayman und anderen grandiosen Plattformern. Irgendwie konnten die Japaner dem blauen Igel nie eine klare Identität geben. Als er 1998 in Sonic Adventure den Sprung in die Dreidimensionalität machte, verlor er seine gewohnte Geschwindigkeit. Zehn Jahre später folgte Sonic Unleashed mit wenig berauschenden Gimmicks, die das Gameplay in keiner Weise verbesserten. Nun steht Sonic Mania vor der Tür, ein Titel, der mit tollem Level-Design und spaßigen Endgegnern verzaubert.

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Eine altbekannte Geschichte

Die Story des Spiels ist wie gewohnt minimal. Doctor Robotnik ist auf der Suche nach den Chaos-Smaragden, mit dem er eine Machine betreiben und mit ihrer Hilfe die Welt zerstören will. Sonic und seine Freunde Knuckles und Tails wollen ihm natürlich einen Strich durch die Rechnung machen. Das Gameplay bringt euch durch neu aufpolierte Levels vergangener Sonic-Spiele. Das alles hat man ehemaligen Fans zu verdanken, die inzwischen Designer geworden sind und am Spiel mitgewirkt haben, darunter Christian Whitehead, Simon Thomley und Jared Kasl. Die Entwickler und Designer haben nicht einfach nur alte Levels in Sonic Mania integriert, sondern verschiedene Welten unterschiedlicher Spiele verbunden; selbst die Gegner tauchten ursprünglich nicht in diesen Levels auf. Dieser Mix funktioniert einwandfrei und wird Neulingen genauso wie Veteranen Spaß machen. Im Grunde haben die klugen Köpfe die besten Elemente aller Sonic-Spiele in diesem Titel vereint – angefangen bei den Levels über die Gegner bis hin zur Musik.

Retro-Stil mit moderner Animation

Alte Sonic-Spiele liefen nicht in flüssigen 60 Bildern pro Sekunde – ganz im Gegenteil. Es ruckelte ordentlich, jedoch machte uns das früher wenig aus. In Sonic Mania gibt es praktisch keine Performance-Probleme, wie Digital Foundry herausgefunden hat.  Mehr noch: Die Entwickler haben dem Maskottchen von Sega neue Animations-Frames verpasst, damit alle Bewegungen flüssig und natürlich aussehen – auf dem Megadrive war das früher nicht möglich. So subtil die Veränderungen auch sein mögen, so sehr kann man sie als Gamer heutzutage schätzen. Auch schön ist die Möglichkeit, drei verschiedene Bildschirmfilter auszuwählen. Es gibt zwei CRT-Filter, die dem Spiel einen echten Retro-Look spendieren sowie den klaren Filter, der das Bild leicht verschwommen aussehen lässt. Optional kann man die Filter natürlich auch ausschalten.

Fazit

Sonic Mania kann man ohne Zweifel als eine gelungene Best-of-Collection bezeichnen, die Fans sehr gefallen wird. Im gesamten Spiel kann man Easter-Eggs und andere Geheimnisse finden, die auf ältere Sega-Games anspielen. Dank der aufpolierten Grafik hat Sonic Mania den Charme eines Retro-Games, ist jedoch wie ein moderner Titel animiert.

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