SpaceX Crew Dragon Raumfähre bei Test explodiert

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Am Samstag sollte die SpaceX Crew Dragon Raumfähre einen erfolgreichen Test absolvieren, doch beim Start kam es zu einer Explosion. Bei diesem Unglück kam es zur völligen Zerstörung des Raumfahrzeugs und wirft die Pläne der bemannten Raumfahrt von Elon Musk zurück. Die Raumfähre war noch ohne Besatzung gestartet. Erfahre im Video mehr zu SpaceX.

Was passierte bei dem SpaceX Crew Dragon Test?

Das US-Raumfahrtzentrum Cap Canaveral erschütterte am Samstagnachmittag eine enorme Explosion und Auslöser war eines der Triebwerke der Raumfähre SpaceX Crew Dragon. Das private Raumfahrtunternehmen von Elon Musk erprobte an diesem Tag das Startabbruch-System der Kapsel, die noch dieses Jahr hätte Astronauten zur ISS fliegen sollen. Eigene Triebwerke der Crew Dragon schalten sich automatisch ein, falls eine Fehlfunktion der Trägerrakete eintreten sollte. Die Kapsel würde sich mit den Triebwerken vom Gefahrenherd entfernen und auf diese Weise die Besatzung vor dem Tod bewahrt. Eines der Triebwerke hatte offenbar Probleme und explodiert, was die Raumfähre zerstörte. Die Radarschirme der NASA zeichneten die gewaltigen Rauchsäulen auf, die nach der Explosion zu sehen waren und von Menschen in der Nähe mit Smartphones oder Kameras auf Bild festgehalten wurden.

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Ursache: Eine Anomalie

Zu dem gescheiterten Systemtest nahm SpaceX mittlerweile Stellung und nannte eine “Anomalie am Teststand” als Ursache. Die Anomalie sei beim finalen Probelauf aufgetreten, nachdem vorher einige Tests am Samstag mit Erfolg verlaufen waren. Laut NASA-Chef Jim Bridenstine habe man daraus gelernt und werde notwendige Änderungen durchführen, damit eine sichere Fortsetzung des kommerziellen Mannschaftsbeförderungsprogramms bewahrt bleibt. Wie bei der SpaceX Crew Dragon kam auch bei einer Rakete vom Typ Titan 34D im April 1986 ein hochgiftiger Treibstoff zum Einsatz. Der Treibstoffmix aus Hydrazin und Distickstofftetroxid zeigt eine kraftvolle Reaktion wenn sie miteinander gemischt werden, weshalb die toxische Mischung vor allem für Trägerraketen eingesetzt wird. Die Rakete zerbarst nur Sekunden nach dem Abheben und mit ihr ein wertvoller Spionagesatellit, weil die Isolierung durchgebrannt war. Der Treibstoff verteilte sich und verletzte mehr als fünfzig Menschen, die zu dem Zeitpunkt anwesend waren.

Heftiger Rückschlag

Drei Tage nach der Explosion hüllt sich SpaceX zu möglichen Verletzten und den verursachten Schäden ins Schweigen. Die NASA dürfte allerdings eine Weile damit befasst sein, die toxischen Reste des Treibstoffgemischs auf Cap Canaveral zu entfernen. Der megateure Totalverlust der Raumfähre kommt für die Raumfahrtfirma von Elon Musk zu einem denkbar schlechten Zeitpunkt, da bald Astronauten mit einem Crew Dragon zur ISS geflogen wären. Der Stolz der USA auf ihre bemannte Raumfahrt hat mit dem Ereignis einen Knacks bekommen. US-Präsident Donald Trump dürfte es ein wenig unangenehm zu sein, erst einmal Russland das Feld zu überlassen und mit Sojus-Raumkapseln Mannschaften zur Internationalen Raumstation fliegen zu lassen. Die Pläne einer bemannten Mondlandung im Jahr 2024 werden sich wohl etwas in die Zukunft verschieben, außer Boeing, Blue Origin oder Virgin Galactic erhalten einen entsprechenden Auftrag zum Erdtrabanten zu fliegen.

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