Hugh M. Hefner and friends at the 21st Annual American Cinematheque Award Honoring George Clooney. Beverly Hilton Hotel, Beverly Hills, CA. 10-13-06

Playboy-Gr├╝nder ist mit 91 Jahren gestorben

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Es gibt eine Szene, die Hugh Hefner ganz gut beschreibt: Darin sitzt der „Playboy“-Gr├╝nder mit drei h├╝bschen Blondinen im Garten seines Anwesens. Er tr├Ągt Sonnenbrille und sein Markenzeichen, einen roten Bademantel. Hefner ruft eine Band an und l├Ądt sie zu sich ein, zum Musik- und Partymachen. „Aber bringt nicht zu viele Typen mit“, sagt Hefner und legt danach den H├Ârer auf.

Der Clip ist aus dem Jahr 2005, genauer gesagt aus dem Musikvideo zu „Beverly Hills“ von Weezer:

 Die Szene mit Hefner dauert nicht einmal eine Minute, doch sie beschreibt gut das Images des „Playboy“-Gr├╝nders. So wird er den meisten immer im Ged├Ąchtnis bleiben – auch nach seinem Tod hinaus. Der Amerikaner ist nun im Alter von 91 Jahren gestorben.

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Erste „Playboy“-Ausgabe hatte kein Datum

Das Magazin teilte mit, Hefner sei friedlich und unter nat├╝rlichen Umst├Ąnden „im Kreise seiner Lieben“ in seinem Haus gestorben. Er war dreimal verheiratet, Ende 2012 heiratet er das ehemalige Playmate Crystal Harris. Sie ist 60 Jahre j├╝nger. Hefner hinterl├Ąsst sechs Kinder.

 Der Unternehmer und Frauenheld wurde 1926 in Chicago geboren. Nach seinem Milit├Ąrdienst studierte er Psychologie, im Dezember 1953 erschien die erste Ausgabe des Magazins, das ihn ber├╝hmt gemacht hat: Der „Playboy“, eine Mischung aus Erotikfotos, Witzen und Artikeln f├╝r M├Ąnner. „Wenn Sie ein Mann sind, der Entertainment mit einer Spur Humor, gehobenem Anspruch und W├╝rze mag, dann ist der Playboy f├╝r Sie bestimmt“, hie├č es in der ersten Ausgabe. Diese hatte ├╝brigens kein Datum – falls es keine zweite Ausgabe geben w├╝rde.

Magazin galt als „Skandal-Blatt“

Doch diese Sorge war unbegr├╝ndet. Das M├Ąnnermagazin mit dem H├Ąschen-Logo wurde ber├╝hmt, galt im pr├╝den Amerika aber zun├Ąchst als Skandal-Blatt. Der „Playboy“ etablierte sich trotzdem, zahlreiche Frauen lie├čen sich in der Rubrik „Playmate des Monats“ ablichten – zum Beispiel Jayne Mansfield, Pamela Anderson, Anna Nicole Smith oder Jenny McCarthy. In der deutschen Ausgabe waren unter anderem Jenny Elvers, Iris Berben, Katharina Witt, Eva Padberg und Regina Halmich zu sehen. Frauen als Sexobjekte, um Magazine zu verkaufen – diese Strategie von Hefner sorgte erwartungsgem├Ą├č auch f├╝r Kritik. Hefner blieb sein Leben lang ein Frauenheld. Vor etwa zehn Jahren erkl├Ąrte er in einem CNN-Interview, dass er sein Sexleben auch im h├Âheren Alter noch auslebe – dank Viagra. „Ich werde nie erwachsen“, sagte Hefner damals. „Es geht mir nur darum, jung zu bleiben. Vor langer Zeit beschloss ich, dass das Alter keine Rolle spielt, und solange die Damen genauso f├╝hlen, ist das in Ordnung f├╝r mich.“ Der „Playboy“-Gr├╝nder engagierte sich aber auch politisch: In den 60er-Jahren beispielsweise setzte er sich f├╝r die Gleichbehandlung von Schwarzen und Wei├čen ein.

„Playboy Mansion“ ist bereits verkauft

Hefners Anwesen in Los Angeles (Spitzname „Playboy Mansion“) erlangte ebenfalls Ber├╝hmtheit. Hefner hatte es bereits im vergangenen Jahr f├╝r 100 Millionen US-Dollar verkauft, besa├č aber ein Wohnrecht auf Lebenszeit. Insgesamt wird der Wert des Hefner-Imperiums auf 500 Millionen US-Dollar gesch├Ątzt. Wer derzeit die „Playboy“-Homepage aufruft, dem blickt ein junger Hugh Hefner in Anzug und Krawatte entgegen, eine Pfeife l├Ąssig im Mundwinkel. Darunter steht eines seiner Zitate. Nicht das aus dem Weezer-Musikvideo, sondern ein viel ber├╝hmteres: „Das Leben ist zu kurz, um den Traum eines anderen zu leben.“

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