Finch Asozial „Dorfdisko“: Der Osten ist zurück! Heckspoilermucke für echte Kerle!

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Mein Album-Tipp der Woche geht an Finch Asozial Dorfdisko. Der gute Finch machte seines Zeichens mit ausgefeilten Battlerap auf sich aufmerksam. Schon damals mit Ostdeutschland-Fokus und hart an der Grenze des Erlaubten. Nachdem Herr Asozial auf seinem Debutsampler „Fliesentisch-Romantik“ dem ostdeutschen Lebensgefühl eine ganze Platte widmete, kehrt der junge Mann nun mit seinem ersten „richtigen“ Album zurück.

„Musik für echte Männer und kein Schmierlappenrap!“

Mit „Abfahrt“ sorgte Finch während der Promophase für deutlich Aufmerksamkeit auch außerhalb des Rap-Genres. Der Sound ist so eine Art Mix aus Scooter, Blümchen, Deutschrap und 90s Techno.  Richtig nice zum Abgehen. Kam gut auf den Karnelvalsevents 2019. Und schon dieser Ausflug in die Welt des frühen Techno lies erwarten: Auf Dorfdisko wird es wesentlich musikalischer.  Fangen wir mal mit dem Gewohnten an: Bei „Goldi & Korn“, „Heckspoilermucke“ und „Richtig-er saufen“ bleibt sich Finch seinem Motto treu: Ostdeutscher Trinker mit Herz! Finch liefert nicht nur bei „Richtig-er Saufen“ geilste Mitgrölmucke für das Bierzelt und die Autofahrt. Auch „Eskalation“ besitzt eine Hook, sowas kann einfach nur Finch. Kann ich leider nicht zitieren. Wären sonst nur ***.

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Der gute Plusmacher ist als Feature auf Ossi California am Start. Machokultur mit Heckspoiler und Popelbremse feiern Finchi und Big Mike auf „Der letzte echte Macho“! Gerade bei Letzterem kommt dann schon ein deutlicher 80s Disko-Sound zum Tragen.  Mit „Wir sind hier“ holt sich Finch Verstärkung von Achim Petry. Ist der Sohn von Wolfgang Petry und steht seinem Vater in Sachen Schlagersound zum Mitsingen in nix nach. Genau der darf die Hook trällern. Klingt geil, ist aber was ganz anders als der klassische Finch-Auf-die-Fresse-Rap!  Mit „DJ Heiko“, „Landleben“ und „Kurzurlaub“ zeigt Finch, dass er jeden Beat dominiert. Inhaltlich könnte man das am ehesten mit dem Clownrap der 257ers vergleichen. Und im Outro zu „Wenn ich geh“ nimmt sich Finch diese „pseudo-deepen Abschlussongs“ vor, die eine ganez Zeit lang immer jedes Album abschlossen.

Dorfdisko läutet neue Finch Asozial-Epoche ein: Finchi hat sich musikalisch enorm entwickelt

Wenn ihr Fliesentisch-Romantik kennt, solltet ihr euch vom neuen Sound von Finch überraschen lassen. Fliesentisch-Romantik schlug damals ein wie eine Bombe. Statt Gangster-Imagerap einfach mal Ostdeutscher-Suffkopf-Imagerap. Immer witzig, nie abwertend. Grundehrlich.  Wenn ihr die Fliesentisch-Romantik noch nicht kennt, gebt euch die erstmal ausgiebig, bevor ihr mit Dorfdisko euren Horizont erweitert. Ich selbst hatte eigentlich „nur“ eine Fortsetzung des Debutsamplers erwartet. Wurde positiv überrascht. Da ich generell auf diesen 90s Technosound anspringe und auch gern mal auf der Bierbank dance, sagt mir diese neue Soundkonzept enorm zu. 

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