Megastabile Kohlenstofffaser könnte Weltraumaufzug real werden lassen

Technik

Ein Forscherteam der angesehenen Pekinger Tsinghua-Universität hat aus Kohlenstoff-Nanoröhrchen superstabile entwickelt. Die futuristische Faser kann bei 1,6 Gramm ein Gewicht von 800 Tonnen tragen. Der Bau eines Weltraumaufzugs rückt mit dieser Technologie in greifbare Nähe. Im Video erfährst du etwas über Nanotechnologie.

Wie entstanden die sensationellen Fasern?

Die chinesischen Wissenschaftler unter Leitung des Forschers Wei Fei entwickelten eine Methode mit dem aus Kohlenstoff-Nanoröhrchen (CNTB – Carbon Nantube Bundles) spezielle Fasern von mehreren Zentimetern Länge gefertigt wurden. Die hochstabilen Fasern bestehen aus mehreren Bündeln von Kohlenstoff-Nanoröhrchen, die gegenüber anderen Materialien eine 9- bis 45-fache höhere Zugfestigkeit aufweisen. Im Fachmagazin Nature Nanotechnology veröffentlichte das Forscherteam seine Arbeit und beschrieben darin das zukunftsweisende Verfahren.

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Leicht wie eine Feder und stärker als Herkules

Sensationell ist das Fliegengewicht eines Kubikzentimeters der Fasern von 1,6 Gramm und die Tragekraft, die mit 800 Tonnen selbst Herkules, Superman und He-Man in den Schatten stellt. Wie die Forscher berichten, ließen sich mit den CNTB-Fasern zum Beispiel Sportgeräte und stärkere Schutzwesten herstellen. Ein Seil für einen Weltraumaufzug könne mit den Fasern ebenfalls gefertigt werden.

Weltraumaufzug in greifbarer Nähe?

Seit Jahrzehnten träumen Wissenschaftler und Unternehmen davon einen Weltraumaufzug zu bauen. Bisher fehlte die Technologie, doch mit den CNTB-Fasern könnte er in Zukunft real werden. Das Seil müsste eine Länge von ungeheuerlichen 100.000 km haben, damit die Gondel und der Climber getragen werden können. Die Zugfestigkeit des Seils muss mindestens 50 Gigapascal betragen. Von der chinesischen CNTB-Faser wird eine Zugfestigkeit von 80 Gigapascal erreicht und würde damit die Vorgaben übertreffen. Kohlenstoff-Nanoröhrchen haben Wände aus einer wabenartigen Struktur. Die Struktur besteht aus Sechsecken. In der Theorie wären solche Röhrchen stark genug, das Seil für einen Weltraumaufzug zu tragen.

Japanische Mini-Weltraumaufzug

Japanische Forscher erproben seit kurzem einen Weltraumaufzug im Miniformat, der zur ISS geflogen wurde und aus zwei Cubesats besteht. Die beiden Würfel-Satelliten sind über ein zehn Meter langes Stahlseil miteinander verbunden. Es soll die Frage beantwortet werden, wie ein solcher Aufzug im All funktioniert. Revolutionär ist auch die Idee von Elon Musk, der bis 2028 eine Marsbasis errichten möchte.

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