Diese deutschen Eishockeyspieler haben die NHL erobert

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Seit kurzem wird in den USA der Puck wieder über das Eis gejagt. Denn die National Hockey League (NHL) ist in die neue Saison gestartet. Auch diesmal spielen wieder einige Deutsche in der besten Eishockey-Liga der Welt mit. Man On A Mission gibt einen Überblick.

Leon Draisaitl, Edmonton Oilers

Der Stürmer spielt seit 2014 in der NHL. Sein Team, die Edmonton Oilers, drafteten ihn in der ersten Runde an dritter Stelle. In der vergangenen Saison erzielte der 21-Jährige 77 Scorerpunkte – er schoss 29 Tore und erzielte dazu noch 48 Vorlagen. Ein deutscher Rekord. Draisaitl überzeugt, darum haben ihm die Oilers einen Megavertrag gegeben: der Angreifer bekommt in den nächsten acht Jahren 7,2 Millionen Euro pro Saison. So viel hat bisher noch nie ein deutscher NHL-Spieler verdient. „Ich habe nie daran gedacht, woanders hinzugehen. Wir haben hier etwas Besonderes aufgebaut“, so Draisaitl. „Wir haben ein tolles Team. Davon will ich so lange wie möglich ein Teil sein.“   In der vergangenen Saison schafften es die Oilers bis in die zweite Playoff-Runde. Doch gegen die Anaheim Ducks war Schluss. Sportlich war es trotzdem ein Erfolg für Edmonton. Das Team hatte es davor zehn Jahre lang nicht in die Playoffs geschafft. „Die Euphorie war riesig. Natürlich will man mehr im nächsten Jahr. Erst recht bei den Oilers, die früher mit Wayne Gretzky so unglaublich erfolgreich waren. Da wird Gewinnen immer gefordert, das ist völlig verständlich“, so Draisaitl in einem SID-Interview.

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Dennis Seidenberg, New York Islanders

Der 36-Jährige ist ein NHL-Routinier. Seit 2002 spielt er in der amerikanischen Liga und lief dabei unter anderem für die Philadelphia Flyers, die Carolina Hurricanes und die Boston Bruins auf. In Boston verbrachte er sechs Jahre, bevor er zu den New York Islanders wechselte. Die laufende Spielzeit ist seine zweite für die Islanders.   Einmal konnte Seidenberg schon die NHL-Meisterschaft gewinnen, den sogenannten Stanley Cup. Das war 2011 mit den Bruins. In der vergangenen Saison konnte Seidenberg als Verteidiger fünf Tore erzielen, dazu kommen noch 17 Vorlagen – und ein Kieferbruch, nachdem ihn ein Puck im Gesicht getroffen hatte.  „Mein Kiefer war fast drei Wochen unbrauchbar. Das bedeutete drei Wochen nur Flüssignahrung, das war echt unangenehm. Da muss man als NHL-Verteidiger einfach durch, auch wenn es keinen Spaß macht“, sagte Seidenberg in einem „Spox“-Interview. „Aber ich war ja relativ schnell wieder zurück. Das einzig Gute an der Verletzung war, dass man nicht so viel Reha machen muss wie bei einer Bänderverletzung oder einem komplizierten Bruch.“

Thomas Greiss, New York Islanders

Der Torwart ist auch in dieser Saison wieder ein Teamkollege von Dennis Seidenberg. Der 33-Jährige kämpft mit dem Slowaken Jaroslav Halak um den Stammplatz als „Goalie“. Islanders-Coach Doug Weight kündigte bereits an, häufiger wechseln zu wollen. Greiss spielt seit 2015 bei den Islanders. 2007 kam er in die NHL und lief sechs Jahre lang für die San Jose Sharks auf. Nach Zwischenstationen bei den Phoenix Coyotes (inzwischen Arizona Coyotes) und den Pittsburgh Penguins landete er bei den Islanders.  Dass ihn die Sharks gedraftet haben, bekam Greiss damals gar nicht mit. Er hatte zu der Zeit keinen Internet-Anschluss und erfuhr es erst durch seine Mutter, erzählte Greiss schon vor Jahren in einem Interview. „Sie hat mich angerufen, nachdem mein Berater ihr Bescheid gegeben hatte.“

Tobias Rieder, Arizona Coyotes

„Der Sommer war nicht schön für mich, weil ich zehn Wochen lang auf Krücken unterwegs  war“, sagt der 23-Jährige. Er hatte sich bei der Eishockey-WM in Köln das Syndesmoseband gerissen. „Jetzt bin ich wieder bei 100 Prozent.“  Für Rieder ist die neue NHL-Saison besonders wichtig. Sein Vertrag bei den Arizona Coyotes läuft aus. Er muss sich empfehlen. In der vergangenen Saison legte der Stürmer 16 Tore und 18 Vorlagen auf. In diesem Jahr „sind die Playoffs das Ziel“, so Rieder, der aus dem niederbayerischen Landshut kommt. Rieder spielt seit 2014 in der NHL.

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Tom Kühnhackl, Pittsburgh Penguins

Zweimal hat der 25-Jährige den Stanley Cup schon gewonnen. Das ist noch keinem anderen deutschen NHL-Spieler gelungen. Beide Titel holte Kühnhackl im Trikot der Pittsburgh Penguins, und zwar in den beiden vergangenen Saisons. Folglich gehört das Team auch in dieser Spielzeit zu den Favoriten auf den Meistertitel.  „Wir haben einige Schlüsselspieler verloren, aber auf der anderen Seite kamen gute Spieler hinzu. Ich denke Veränderungen gehören einfach dazu und jeder, der neu hinzugekommen ist, hat sich gut eingefügt“, so Kühnhackl. „Wir vertrauen uns gegenseitig und das ist eine der großen Stärken hier bei uns.“  In der vergangenen Saison bremste eine Verletzung den Landshuter aus. Jetzt will er wieder angreifen: „Ich möchte meine Schnelligkeit, meine Physis nutzen und Checks setzen – das sind die Schwerpunkte meines Spiels. Aber ich möchte mich auch wie in der Vergangenheit in Unterzahl einbringen und viele Schüsse blocken. Das sind die Bereiche, wo ich mich am besten einbringen kann.“

Philipp Grubauer, Washington Capitals

Der 25-jährige Torwart hat einen Einjahresvertrag bekommen und verdient in dieser Saison umgerechnet 1,3 Millionen Euro. Grubauer hat es bei den Capitals jedoch schwer, Braden Holtby ist als Goalie gesetzt. „Holtby spielt unglaublich. Von ihm lerne ich extrem viel“, erzählt der Deutsche in einem  ARD-Interview. Grubauer wartet auf seine Chance. „Wenn der Zeitpunkt kommt und der Coach sagt: ‚Grubi auf geht’s!‘, dann bin ich bereit.“  Der aus Rosenheim stammende Goalie ist seiner Heimat sehr verbunden. „Ich habe die deutsche und die bayerische Flagge auf meiner Maske“, so Grubauer. Er spielt seit 2012 in der NHL. In der vergangenen Saison wehrte er fast 93 Prozent der Schüsse auf sein Tor ab.

Korbinian Holzer, Anaheim Ducks

Der 29-Jährige hat von den Anaheim Ducks einen neuen Vertrag bekommen: In diesem und im kommenden Jahr verdient er 3,2 Millionen Euro. Als Verteidiger konnte er in der vergangenen Saison immerhin zwei Tore und fünf Assists beisteuern.  „Ich habe die meisten Punkte in einer Saison gemacht, endlich auch mal in den Playoffs gespielt und von den Trainern ein positives Feedback bekommen“, so seine Bilanz der vergangenen Saison im Gespräch mit „Eishockeynews.de“. Einen Stammplatz hat Holzer bisher nicht. In diesem Jahr will er es aber schaffen „und den finalen Schritt“ machen.  Holzer ist seit 2010 in NHL. Bis 2015 spielte er für die Toronto Maple Leafs, danach wechselte er zu den Anaheim Ducks. 

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