Ford Focus RS: Das Spielzeug für Männer

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Es ist keine einfache Klasse, in der sich der Ford Focus RS tummelt. Zu den Konkurrenten zählen unter anderem die Kompaktklassen-Modelle der deutschen Automarken, wie dem Mercedes AMG A45, natürlich dem VW Golf R, und wenn der Faktor aufSportlichkeit liegt, dann auch der BMW M2 Coupé.

Was man vorwegnehmen kann, so günstig wie der Focus RS ist keiner der Kontrahenten. Aber es kommt nicht nur auf den Preis an, denn diese Klasse hat mehr zu bieten als nur Spaß und Leidenschaft.

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Endlich sieht der Focus RS nicht mehr nach Spielzeugauto aus!

Die bisherigen Generationen des Focus RS waren, sagen wir es mal so, nicht nach meinem Geschmack! Der neue Focus RS macht dies deutlich besser! Er wirkt schnittig und sportlich, zudem ist das Design deutlich aggressiver als beim Vorgänger. Im Vergleich zum Golf R hat er sich das Rallye Sport (RS) im Namen deutlich mehr verdient. Der Golf R ist Understatement pur. Schlichtes Design und weniger exzessives Motorsporterlebnis, aber mal ernsthaft will man Understatement bei einem Rennsemmel?

Der Focus RS wirkt durch sein kantiges Gesicht deutlich sportlicher als seine Vorgänger. Auf der Autobahn würde ich allein aus dem Grund die Spur wechseln, um zu sehen, wie er an mir vorbeirast. Auch die langgezogenen Scheinwerfer, welche deutlich schmaler ausfallen als bei dem Vorgänger, wissen am Ford Focus RS zu gefallen. Es lässt sich von vorne schon erahnen, dass das Heck dem in nichts nachsteht.

Und nicht zu viel versprochen, denn das Heck ist breit und muskulös. Nicht zuletzt durch den Spoiler, welcher diesmal wirklich zum Focus passt und dem hochgezogenen Heckdiffusor. Zudem ist es wohl bei den zahlmäßigen Überholmanövern der Part des Autos, den die meisten am längsten im Blick haben werden.

Ford hat das in die Jahre gekommene Design des Focus RS neu erfunden.

Es ist nicht zu verkennen, welcher Abstammung der neue Focus RS ist. Auch ist das Design deutlich zeitloser als das der Vorgänger. So „zeitlos” wie das Design eines Golfs, ist es nicht, aber sind wir mal ehrlich, für das Design wird VW beim Golf wohl keinen Preis bekommen. Der Grund dafür ist, dass sie einfach zu wenig wagen. Trotzdem spricht der Golf R ein deutlich größeres Klientel an, bei welchem Ford aber sicher den ein oder anderen abgreifen kann.

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„Fährste quer, siehste mehr!”

Um es auf den Punkt zu bringen, der Focus RS hat Bums! Mit 350 PS und bis zu 470 Nm springt er förmlich nach vorne. Es ist nicht zu wenig versprochen, wenn man sagt: Das Ding hat Dampf. Gegen den Audi RS3 hat er zwar bereits leistungstechnisch keine Chance, aber dafür im Spaßfaktor, denn auch wenn Audi seine RS-Modelle deutlich sportlicher auslegt als VW, sind die Einstellungen des Fahrverhaltens deutlich gesitteter als beim Focus RS.

Den Spaßfaktor hat man zum großen Teil dem neu entwickelten Allradsystem zu verdanken, welches bis zu 70% der Kraft auf die Hinterachse verteilt. Auf der Hinterachse können dann bis zu 100% der Kraft auf eine Seite geleitet werden, was eine beeindruckende Kurvenfahrt ermöglicht. Hierbei können bis zu 1g Querbeschleunigung entstehen.

Aber das Beste am Focus RS ist wohl der Drift-Modus, bei welcher vor allem die Kraft auf die Hinterachse verteilt wird. Da der Vorderachse mind. 30% der Kraft zu stehen, sind auch sehr schnelle und lange Drifts möglich. Nun stelle man sich einen Drift-Modus im Golf R vor, den wird VW wohl nie einführen…

Auch bei der Beschleunigung braucht sich der Focus RS nicht verstecken. Mit einer Beschleunigung von 0-100 km/h in 4,7 s muss er sich dem BMW M2 Coupé um 0,2 s geschlagen geben. Dafür ist er ein wenig schneller als der Golf R, welcher 5,1 s auf 100 km/h braucht. Das dieser Motor mit sogar weniger Leistung im Ford Mustang verbaut ist hat seinen Grund. Ford hat mit dem 2,3-l-EcoBoost-Benziner, bei welchem die Focus Fans erst ein wenig enttäuscht waren, weil es nur noch ein 4 Zylinder anstatt eines 5 Zylinder Motors gab, sehr gutes Downsizing betrieben.

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Außen hui, innen pfui

Was man Mercedes, Audi und vor allem Tesla lassen muss, sie haben einen aufgeräumten und eleganten bzw. sportlichen Innenraum. Das kann man von dem Focus RS nicht behaupten! Es gibt massig Knöpfe, viel Plastik und die Mittelkonsole sieht einem alten Hydranten sehr ähnlich. Auch das Lenkrad wirkt ein wenig überladen. Warum konnte man sich nicht auch hier auf die Sportlichkeit besinnen und das Lenkrad ein wenig minimalistischer designen? Super sind hingegen die analogen Anzeigen von Öltemperatur, Ladedruck und Öldruck.

Auf großen Erfolg folgen große Erwartungen

Das in Deutschland weit verbreitete Image Fords, von dem in die Jahre gekommenden Autos, trifft so nicht mehr zu. Allein der neu entwickelte Allradantrieb ist eine Kampfansage an den Allradexperten Audi. Auch das Design, welches bei den letzten Generationen von Ford-Fahrzeugen nun wirklich nicht mehr überzeugen konnte, ist gegenwärtig wieder konkurrenzfähig. Das beweisen sie nicht nur durch den Ford Focus, sondern auch mit dem neuen Mustang und vor allem dem neuen Ford GT.

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Nachdem Marken wie Mercedes ihre Designsprache deutlich verjüngt haben, ist dies nun auch Ford gelungen. Dies lässt auf Großes hoffen und vielleicht auch darauf, an den alten Erfolg der Marke anzuknüpfen.

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