Fat Acceptance   gefährlicher Trend in unserer Gesellschaft?

Fat Acceptance: Ein gefährlicher Trend in unserer Gesellschaft?

Essen & Gesundheit

Schönheit liegt im Auge des Betrachters. Manch einer mag Rundungen, ein anderer will klare Linien auf einem Körper erkennen können. Groß, klein, gebräunt oder Schneewittchen – für jeden es etwas und Akzeptanz für alle. Der Trend zur Fat Acceptance zielt aber nicht nur auf die verschiedenen Geschmäcker ab, sondern dreht sich auch um das Selbstwertgefühl eines Menschen. Was zunächst gesund klingt, hat in den letzten Monaten gefährliche Ausmaße angenommen. Wohin steuern wir?

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Was ist Fat Acceptance?

Fat Acceptance steht für die Akzeptanz von Fett an Körpern. Die Idee dahinter ist, dass man den Wert eines Menschen nicht an seinem Gewicht oder Körperfettanteil festmachen sollte. Sinnvoll ist diese Bewegung unter anderem, weil mittlerweile 59 Prozent der Männer in der deutschen Bevölkerung übergewichtig oder sogar fettleibig sind und immerhin noch 37 Prozent der Frauen. In den USA, wo die Fat Acceptance Bewegung großen Anklang findet, sind es sogar über 60 Prozent für Männer und Frauen. Es handelt sich hierbei also nicht nur um die Repräsentation einer Mehrheit, dahinter steckt auch eine Industrie, die aktuell auf dem aufsteigendem Ast ist.

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Ist Fat Acceptance gefährlich?

Dort wo Geld vermutet wird, werden häufig auch zweifelhafte Praktiken eingeführt, um Umsätze zu steigern. Dazu gehört, dass die Fat Acceptance Bewegung schon seit einer Weile nicht mehr nur für mehr Respekt gegenüber Übergewichtigen steht, sondern auch unsere Ansichten über Gesundheit in Frage stellt. Was man isst, wie man sich kleidet und ob man mit seinem Körper zufrieden ist oder nicht, ist Teil der persönlichen Freiheit. Auch Models, die ein realistisches Frauen- oder Männerbild abgeben, können eine positive Folge von Fat Acceptance sein. Doch jetzt beginnen viele der Fat Acceptance Ikonen, sich selbst als komplett gesunde Menschen darzustellen. Kein seriöser Arzt dieser Welt würde das unterschreiben. Leichtes Übergewicht kann zwar nach verschiedenen Studien zu besserer Gesundheit führen, doch starkes Übergewicht und Fettleibigkeit sind extreme Gesundheitsrisiken. Indem sich Plus Size Models oder selbsternannte Fat Acceptance Kämpfer auf Instagram oder YouTube als kerngesund bezeichnen, geben sie Fehlinformationen heraus. Genau deshalb wehren sich jetzt viele Menschen und versuchen, Aufklärung zu betreiben. Mit wissenschaftlichen Beweisen versuchen sie, die Fat Acceptance Influencer zu mehr Vorsicht zu bewegen und vor allem, auch ihre Fans aufzuklären. Denn wer Einfluss hat, hat auch Verantwortung.

Gesundheitsrisiken durch Fettleibigkeit

Die Folgen von Fettleibigkeit sehen für jeden anders aus. Allerdings gibt es bestimmte Probleme, die für einen so großen Teil dieser Menschen auftreten, dass so gut wie jeder Arzt davor warnen wird. Und sie alle verkürzen die Lebenszeit der Fettleibigen massiv:

  • hoher Blutdruck
  • erhöhtes Krebsrisiko
  • Diabetes Typ 2
  • eingeschränkte Mobilität
  • erhöhtes Herzinfarktrisiko
  • größere Anfälligkeit für Knochenbrüche durch hohes Gewicht

Kritik an Fat Acceptance Ikonen

Vor allem die Fitness Industrie reagiert aktuell vermehrt auf Aussagen, die suggerieren, dass Fettleibigkeit kein Gesundheitsrisiko darstelle. Hier prallen natürlich zwei Extreme aufeinander. Auf der einen Seite stehen diejenigen, die ihre Körper so lieben, wie sie sind und einen schweren Kampf gegen Vorurteile und Anfeindungen bestreiten. Auf der anderen Seite diejenigen, die Gesundheit und/oder Aussehen perfektionieren und enorm viel Zeit investieren. Wer vermutet, dass die Fitness Influencer in dieser Geschichte drauf lospöbeln, der ist schief gewickelt. Auf YouTube erklären ObeseToBeast, Every Damn Day Fitness oder My Thoughts Will Probably Offend You (zusammen circa 900.000 Abonnenten) sehr ausführlich und weitestgehend sachlich, warum einige Fat Acceptance Befürworter einen furchtbaren Einfluss auf ihre Follower haben. Dazu gehört auch, dass der geforderte Respekt gegenüber übergewichtigen oder fettleibigen Menschen nicht immer auch erwidert wird. Als eine der bekanntesten Fat Acceptance Influencer, Tess Holiday, beispielsweise begann, Sportvideos von sich auf Instagram zu veröffentlichen, hielt ein Teil ihrer Community dies für Verrat an der Sache. Denn wer gerne fett sei, der dürfte keinen Sport machen. Umgekehrt greifen einige „Fatfluencer“ auch ihre eigenen Fans an, wenn diese auf die Gesundheitsrisiken aufmerksam machen.

Fat Acceptance in Deutschland

Auch in Deutschland gibt es Menschen, die für eine Akzeptanz gegenüber Fettleibigen und Übergewichtigen einstehen. Beispielsweise Nicole Jäger, die ein Buch geschrieben hat und ihr Gewicht mit Humor nimmt – von einst 340 ist sie auf 160 Kilogramm geschrumpft. Damit kann sie gut leben, weil sie ihre Gesundheit massiv verbessert hat. Trotzdem wirbt sie für einen vernünftigen Umgang mit Fettleibigen, denn auch sie wird nie schlank sein und das hat sie akzeptiert. Wir müssen aufpassen, dass die gleichen toxischen Varianten der Fat Acceptance nicht nach Deutschland überschwappen. Genauso wie man von Fitness Influencern fordern sollte, dass sie auf die Risiken von Übertraining und Essstörungen hinweisen, muss man Fat Acceptance Supporter in die Pflicht nehmen, wenn es um die Gesundheitsrisiken geht.

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