Cake Kalk und ethec: Die Zukunft auf zwei Rädern

Elektromobilität

Letztens haben wir uns E-Motorräder im Grenzbereich angeschaut. Heute wollen wir euch einmal zwei weitere, besonders spannende Modelle vorstellen – vom reinen Spaßgerät bis zum feuchten Traum aller Elektroingenieure. Videos inklusive.

Cake Kalk

„Explore with respect“ ist das Motto des schwedischen Startups Cake, dessen erstes Produkt an eine Kombination aus Elektro-Enduro und E-Bike auf Steroiden erinnert: Bei einem Gewicht von nicht einmal 70 Kilo bringt es das „Kalk“ auf 20 Elektro-PS und 42 NM, die den Alu-Leichtbau auf bis zu 80 km/h beschleunigen.

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Das Fahrgefühl soll dabei in Richtung Downhill-Mountainbike gehen – nur, dass es dank Elektromotor eben keinen Hügel braucht und ihr euch überall austoben könnt. Das auf absoluten Leichtbau getrimmte Gewicht hat dabei nur einen kleinen Nachteil: Die Reichweite liegt je nach Fahrstil bei maximal 80 Kilometern – dank verschiedenen Fahrmodi könnt ihr aber immerhin auswählen, ob euch maximale Power oder Reichweite gerade wichtiger sind. Was ihr außerdem beachten solltet: Das Cake Kalk ist nicht für die Straße gedacht und hat entsprechend kein Licht an Bord – damit bleibt ihr auf Fahrten auf Privatgrund, Motocross-Strecken und ähnlichem beschränkt. Hält euch das nicht ab, könnt ihr das Kalk gegen eine Anzahlung von 1.000 € vorbestellen und bekommt es im Laufe des nächsten Jahres für insgesamt 13.000 € nach Hause geliefert – ein teures Spielzeug, doch spätestens nach dem Blick auf dieses Video wird es euch garantiert in den Fingern jucken:  Weiter geht’s mit Nummer 2 aus der Schweiz.

ethec

Einen anderen Hintergrund hat das ethec – es ist nämlich als Praxisprojekt an der ETH Zürich entstanden. Und es steht in den Sternen, ob es jemals auf den Markt kommen wird. Dass es trotzdem an dieser Stelle auftaucht, liegt an der technischen Finesse, mit der die Studenten an das Projekt herangegangen sind. Der entscheidende Unterschied zu anderen E-Motorrädern ist der Radnarbenmotor an der Vorderachse – und das kommt nicht etwa daher, dass die Schweizer unbedingt ein Motorrad mit Allradantrieb bauen wollten, sondern hat einen genial einfachen Hintergrund: 75 % der Bremsenergie entfallen beim Motorrad auf die Vorderachse. Und da bei Elektromotoren die Rekuperation – also, sehr einfach gesagt, das Nutzen von Bremsenergie zum Laden der Akkus – die Reichweite erhöhen kann, landet eben noch ein zweiter Motor an der Vorderachse. Dank dieser Technik in Kombination mit einem intelligenten Akku-Kühlsystem kommt das ethec auf eine Reichweite von rund 400 Kilometern und schlägt damit große Teile der Konkurrenz um Längen. Wie eingangs erwähnt ist leider nicht sicher, ob das ethec jemals in die Serienproduktion überführt wird – einen zweiten Motor an der Vorderachse zur Reichweitenverlängerung werden wir in Zukunft aber sicher auch bei anderen Herstellern sehen. 

Die E-Mobilität kommt

Daran kann kein Zweifel bestehen – denn neben Extrem-Beispielen wie in diesem Artikel kommen immer neue, immer massentauglichere E-Motorräder auf dem Markt, die zunehmend leistungs- und vor allen Dingen reichweitenstärker werden. Doch erstmal kommen Beschleunigungs-Junkies und Technik-Fans auf ihre Kosten – denn die Kombination aus Akku und Elektromotor hat zwar erst einen Bruchteil ihres Potentials ausgeschöpft, lässt aber schon jetzt mehr und mehr Verbrenner alt aussehen. Wer sich also gerne im absoluten Grenzbereich bewegt, der sollte die E-Mobilität auf zwei Rädern ganz genau beobachten – wie auch dieser Artikel zeigt. Denn Verbrenner sind längst nicht mehr das Maß aller Dinge.

Bildquelle

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