Die Visionäre sind ausgestorben!

Alkohol & Party

Dieser Artikel gehört zu unserer "Alkohol & Party" Kategorie und kann Hinweise auf Alkohol und/oder Tabak enthalten. Dies sind Genussmittel, die nur für Erwachsene bestimmt sind. Wenn du nach diesem Hinweise diesen Artikel weiter liest, bestätigst du, dass du das 18. Lebensjahr vollendet hast. Vielen Dank!

Es gab Zeiten, in denen habe ich Berlin für seine Clubs geliebt. Eine Vielfalt, wie es sie nirgendwo anders zu finden gab. Die Vielfalt von Elektro, Techno und all das, was Berlin zu bieten hatte, ist heute zum Großteil kaum mehr zu unterscheiden, dabei waren gerade diese Genres für ihre vielen verschiedenen Gesichter bekannt.  Wo sind die Zeiten, in den man zwanglos feiern konnte, ohne ein Vermögen auszugeben, ohne dass sich Touristen daneben benehmen oder auf ihren Trip nicht klar kommen? Man behält wohl meist nur die positiven Erinnerungen, aber es kommt mir mittlerweile so vor, als wenn in Berlin die Clubs dem Mainstream verfallen. Dabei denke ich nicht nur an die Musikrichtung, sondern auch an das Klientel, welches viele Clubs heute bedienen. Sie besinnen sich nicht mehr auf ihre Besonderheit, die Musik, das Ambiente und die Leute, sondern darauf, wie möglichst viele Besucher zu ihren Club kommen. An sich eine logische unternehmerische Entscheidungen, doch der Vielfalt der Clubszene und der Besonderheit der einzelnen Clubs tut dies keinen Gefallen! Die Berliner Clubs verfallen dem Kommerz! Anstatt sich neu zu erfinden, etwas anderes zu sein, „alternativ” zu sein, hat dies kaum mehr etwas zu tun. Eintrittspreise und Getränkepreise sind in den letzten 5 Jahren extrem gestiegen. Eintrittspreise von mindestens 10€-15€ sind heute normal, auch wenn die Musik dadurch nicht besser wird! Wenn man bedenkt, dass Eintrittspreise vor drei Jahren noch bei maximal 7€ lagen und ein Bier im Club ca. 2€ gekostet hat, überlegt man sich am Wochenende zwei Mal ob man feiern geht. Dadurch verändert sich eine ganze „Feierkultur”, wenn man es so nennen kann. Feiern gehen ohne Vortrinken ist für den heutigen Studenten kaum mehr bezahlbar!

Früher ging man einfach in den Club, heute überlegt man ob es sich lohnt.

Das Problem an diesem Gedanken ist bereits, sich darüber Gedanken zu machen!Darüber, ob man im Club Spaß hat und das Leben genießt oder man sich im Endeffekt doch nur für dir Bar entscheidet.
Mit Zwanglosigkeit meine ich, neues zu wagen, bei der Musik sowie bei der Vorstellung von Clubs. Genau diesen Eigenschaften waren es, welche die Berliner Clubs ausgezeichnet haben. Ein großer Unterschied zwischen dem Feiern früher und heute, Clubs geben einem mehr das Gefühl auf einem Festival zu sein, als in einem Club. Was durchaus positiv ist, denn im Sommer gibt es nicht Besseres, als einen Outdoorbereich! Auch das Gefühl nicht nach Hause zu müssen, weil die Party irgendwann vorbei ist, ist einzigartig.

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Warum klingt alles gleich?

Elektro verkommt zu einer einzigen eintönigen Musikrichtung, an welcher ich den Spaß verloren habe. Es scheint modern zu sein, sich den monotonen Klängen und den sich immer gleichenden Melodien verfallen zu lassen. Vor nicht all zu langer Zeit war es noch das Saxophon mit einigen Vocals, welche den Elektro neu entstehen ließen und ich muss gestehen, ich habe es geliebt.  Wer auch nicht? Es war einfach eine „neue” Art, welche die Musik auf eine andere Art und Weise wieder interessant gemacht hat. Könnt ihr sagen, was die Musik zurzeit zu etwas Besonderen macht, an das man sich erinnern wird? Ich kann es nicht und das ist schade. Vielleicht ist es Zeit, wieder etwas neues zu probieren!

Etwas neues schaffen und sich neu erfinden

Nicht nur die Berliner Clubs sind in einer Identitätskrise, auch wir, die fleißig Feiernden wissen nicht mehr, was wir wollen, oder wir wissen es zu genau. Eins von beiden wird das Problem sein, welches uns den Spaß an unserer Lieblingsbeschäftigung für die Nächte am Wochenende vermiest. Wir sind verwöhnt von dem Überfluss, dem riesen Angebot an Clubs undwir kennen keine Grenzen mehr, denn wir sind in einer Zeit aufgewachsen, in der wir uns die Grenzen großteils selbst setzen konnten!

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