Neue Panne beim BER: Diesmal muss der Steuerzahler wegen Plastikdübeln draufzahlen

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Im Oktober 2020 soll der überteuerte neue Hauptstadtflughafen BER in Berlin-Schönefeld eröffnet werden. Jetzt funkt ein TÜV-Bericht mit über 11.000 Mängeln dazwischen und Plastikdübel spielen hier eine wichtige Rolle. Wo der Staat außerdem noch mit Projekten unser Geld verbrennt, zeigt dir das Video.

Welche Mängel beschreibt der TÜV-Bericht?

Die Zeitung “Tagesspiegel” erhielt den internen TÜV-Bericht und dieser beinhaltet exakt 11.519 Mängel, die eine geplante Eröffnung im Oktober 2020 verhindern könnten. Der Plastikdübel wird zur Achillesferse des megateuren BER. Die Flughafengesellschaft (FBB) widersprach dem Report und hält an dem Eröffnungstermin fest.

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Laut dem Zeitungsbericht müsste der BER teilweise rückgebaut werden. Nur so wäre eine Behebung der Mängel an den Sicherheitskabeln möglich. Wie der FBB erläuterte, handelt es sich bei “kleineren Rückbaumaßnahmen” nicht um einen Abriss im üblichen Sinne, sondern stattdessen wäre dies Bestandteil einer jeden Baufertigstellung eines komplexen Gebäude. Der Fertigstellungstermin sei durch diese Rückbaumaßnahmen nicht bedroht, wie der FBB in seiner Stellungnahme versicherte.

Plastikdübel bedrohen BER

Der Prüfbericht des TÜV offenbart Plastikdübel als Sicherheitsproblem, die an Kabelhalterungen befestigt sind und bei einem Feuer schmelzen könnten. Die FBB hofft auf eine Einzelfallzulassung, doch die Kunststoffdübel bringen die beantragte Zulassung in Gefahr. Vom Tagesspiegel sind die Dübel als “K.O.-Problem” bezeichnet worden. Der FBB-Sprecher Hannes Stefan Hönemann versicherte allerdings, dass die bemängelten Kunststoffdübel sicher wären. Alle Mängel sollen bis zur geplanten BER-Eröffnung im Oktober 2020 behoben werden, jedoch nur, wenn die beauftragten Unternehmen ihre Arbeit sauber erledigen. Die Baukosten des BER beliefen sich ursprünglichen Planungen zufolge auf 2,4 Milliarden Euro, doch mittlerweile sind daraus 7,3 Milliarden Euro geworden!

Wo verschwendet der Staat Steuergelder?

Die wachsenden Steuereinnahmen, die sich bis 2022 auf sagenhafte 940 Milliarden Euro belaufen werden, verleiten den Staat zu tausenden Projekten, die teilweise die Kosten explodieren lassen. Ein Trauerspiel ist die Autobahn A71, die bislang 2 Milliarden Euro an Steuergeldern verschlang und an der seit dem Baubeginn 1996 immer wieder gebaut wird. Satte 10 Millionen Euro pro Kilometer werden fällig. Unglaublich! In Kirkels bei Saarbrücken ist für etwa 2,6 Millionen Euro ein Feuerwehrhaus gebaut worden, doch weil die Zufahrt 50 Zentimeter oberhalb der Straße liegt, ist das nagelneue Gebäude nicht erreichbar. Peinlich.

Geysir-Brunnen, fünf Brücken & Co.

Die Bürger in der Fußgänger von Bad Salzuflen bekommen durch einen Geysir-Brunnen regelmäßige nasse Füße. Alle vier Minuten spuckt eine Wasserfontäne hervor, die Passanten klatschnass werden läßt. Der feine Brunnen kostete 40.000 Euro und er geht den Bewohnern ordentlich auf den Keks. Zur Überquerung des Kittelbachs bei Düsseldorf ließ die Stadt mal eben fünf Brücken bauen. Allein auf einen Kilometer befinden besagte Brücken in Sichtweite voneinander entfernt und nun soll für horrende 33.000 Euro eine sechste Brücke hinzukommen. Die Radfahrer in Dortmund-Hörde dürfen eine 6,6 Millionen Euro teure Fußgängerbrücke befahren, die sie zu einem Park führt, in dem das Radfahren allerdings verboten ist. Was eine Geldverschwendung.

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Steuerverschwendung made in Germany

  

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