Thessaloniki Greece Oct 27 2017:Winter Olympics torch relay arrived in Thessaloniki. The flame was born in ancient Olympia will travel to North Korea in Pyongyang to end in the Olympic Stadium for the XXII Winter Olympics 2018.

Die größten Sportskandale: So brutal kann Olympia sein

Sport & Fitness

Schock und Schmerz. Das ist der 24-jährigen Eiskunstläuferin Nancy Kerrigan ins Gesicht geschrieben. Sie sitzt auf dem Boden, Trainer und Sanitäter um sie herum. Kerrigan weint und sagt: „Helft mir…“ Die Videoaufnahmen von 1994 sind bis heute ein Teil der US-amerikanischen Sportgeschichte. Was ist passiert? Kurz vor den Filmaufnahmen hat ein Mann mit einem Schlagstock auf Kerrigans rechtes Knie eingeschlagen – auf diesem Bein landet sie nach ihren Sprüngen.

Angriff soll Olympia-Teilnahme verhindern

Der Angreifer passt Kerrigan in einer Eis-Halle in Detroit ab. Die Aktion ist geplant. Das Ziel: Dafür sorgen, dass Kerrigan nicht an den olympischen Winterspielen in Lillehammer teilnehmen kann.  Kerrigan gilt als Favoritin. Ihre Konkurrentin ist Landsfrau Tonya Harding. Ihr Mann, Jeff Gilloly, hat den Plan ausgeheckt. Er bezahlt zwei Ganoven etwa 6.500 US-Dollar, um Kerrigan zu attackieren. Der eine schlägt zu, der andere fährt den Fluchtwagen. Kerrigan und Harding – das sind zwei Gegensätze. Kerrigan gilt als „Everbody’s Darling“, Harding dagegen als Eis-Hexe. Sie kommt aus ärmlichen Verhältnissen, ihre Mutter soll sie regelmäßig geschlagen haben. In den USA werden solche Leute als „White Trash“ bezeichnet, weil sie zu einer so niedrigen Schicht der Gesellschaft gehören. Harding allerdings nutzt das Eiskunstlaufen und arbeitet sich nach oben. Als erste amerikanische Sportlerin gelingt ihr in einem Wettbewerb ein dreifacher Axel.  Aufgrund der Attacke kann sich Kerrigan nicht für Olympia qualifizieren. Das US-Komitee schickt sie trotzdem hin. Harding qualifiziert sich, aber es wird gegen sie ermittelt. Mit einer Millionenklage gegen das Olympische Komitee erzwingt sie ihre Teilnahme. Es kommt zum Showdown auf dem Eis. Kerrigan verpasst trotz ihrer Verletzung nur ganz knapp die Goldmedaille und landet auf Platz zwei. Harding enttäuscht und wird Achte. Beide treten danach nie wieder in einem Wettbewerb an.

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Juristisches Nachspiel

Wenige Wochen nach den Winterspielen muss Harding eine Geldstrafe von 160.000 Dollar zahlen. Der Angreifer mit dem Stock muss für 14 Monate ins Gefängnis. Harding hat lange bestritten, etwas von der Attacke gewusst zu haben. Das ändert sich in einer Doku des Senders ABC. „Ich wusste, dass da etwas lief“, denn die späteren Angreifer hätten darüber gesprochen, so die ehemalige Eiskunstläuferin. Sie habe dann gesagt: „Worüber zum Teufel redet ihr?“ Eingeweiht gewesen sei sie aber nicht. Und Kerrigan? Sie sagt später über den Skandal: „Ich hatte einfach großes Glück, dass es extrem untalentierte Verbrecher waren.“ Eislaufen, Formel 1, Fußball oder American Football: In der Reihe „Die größten Sportskandale“ blickt „Man on a Mission“ in loser Reihenfolge auf Ereignisse zurück, die die Sportwelt erschüttert haben.

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