JEREZ DE LA FRONTERA SPAIN - OCT 11: Michael Schumacher of Scuderia Ferrari F1 races on training session on October 11 2006 in Jerez de la Frontera Spain

Die größten Sportskandale: „Lass Michael vorbei, für die Meisterschaft“

Motorsport

Schnelle Fahrzeuge, laute Motoren, Unfälle: Die Formel 1 ist für einiges bekannt, aber nicht unbedingt für bestimmte Sätze. Einer der wenigen, der auch vielen außerhalb der Formel-1-Fangemeinde bekannt sein dürfte, ist: „Let Michael pass for the championship.“ Lass Michael vorbei, für die Weltmeisterschaft. Ein Satz, der für einen der größten Skandale der Sportgeschichte steht. Es geschieht 2001, beim Grand Prix in Österreich. Ferrari-Pilot Rubens Barrichello liegt auf Platz zwei, vor seinem Teamkollegen Michael Schumacher. Damit Schumi im Kampf um die WM keine wertvollen Punkte verliert, wird er von Ferrari-Teamchef Jean Todt zurückgepfiffen. Seine Worte „Let Michael pass for the championship“ wird von TV-Sendern eingefangen. 

 In der Saison 2002 wiederholt Ferrari die Aktion. Diesmal liegt Barrichello sogar in Führung, muss Schumacher also den Sieg überlassen. Wieder gibt es Diskussionen über die Stallorder. Bei der Debatte geht es um Fairness und das Image der Formel 1. Schumi ist die wiederholte Aktion peinlich. Darum zieht er seinen Teamkollegen auf die oberste Stufe des Siegertreppchens und tauscht die Pokale. Die Aktion verstößt gegen das Protokoll, darum muss Ferrari einen Strafe in Höhe von einer halben Million US-Dollar zahlen.

Schumi tauscht mit Barrichello auf dem Siegertreppchen

Die Stallorder selbst ist zu diesem Zeitpunkt kein Verstoß gegen das Regelwerk und kann nicht bestraft werden. Ein Verbot wird zwar anschließend eingeführt, 2010 aber wieder aufgehoben. Schumi äußert sich 2002 nach der Aktion natürlich dazu. Barrichello sei großartig gefahren, er habe ihn aus eigener Kraft weder ein- noch überholen können, so der Deutsche. „Ich hörte erst ganz kurz vor Schluss am Funk, dass mir Rubens Platz machen würde. Ich erwog kurz, die Entscheidung des Kommandostands zu ignorieren. Ich wollte das alles eigentlich gar nicht.“ Sein ehemaliger Team-Kollege Rubens Barrichello sagte 2015 im brasilianischen Fernsehen: „Von Schumachers sieben Titeln sollte einer mir gehören.“ Zu dem Vorfall 2002 sagte er: „Ich wollte ihn nicht vorbeilassen, erhielt aber die Ansage von Ferrari, die mich nachdenklich machte. Also habe ich den Fuß vom Gas genommen.“ Formel 1, American Football, Basketball oder Fußball: In der Reihe “Die größten Sportskandale” blickt MAN ON A MISSION in loser Reihenfolge auf Ereignisse zurück, die die Sportwelt erschüttert haben. Bisher sind in dieser Reihe auch erschienen:


Was sagst du? Klicke auf die Emoji!

Cooles Smily von Man On A MissionCool
Lachendes Smily von Man On A MissionHaha
Ich will Smily von Man On A MissionIch will
Wow Smily von Man On A MissionWow
Wütendes Smily von Man On A MissionWütend

© MAN ON A MISSION. All rights reserved | |

  • F1: Verstappen fährt in Japan aufs Podium! Das tippt der Tippkönig!
    Formel 1: Größte Konkurrenz für Vettel ist im eigenen Team!
    Die größten Sportskandale: Schumi rammt Villeneuve
    Grid Girls: Überholt oder unverzichtbar?