Project Natick: Microsofts Unterwasser-Rechenzentrum

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Der US-Technologiekonzern Microsoft hat im Rahmen seines „Project Natick“ ein Rechenzentrum unter Wasser vor den schottischen Orkney-Inseln versenkt.

Der Hintergrund des Projekts sind hohe Kosten, die Rechenzentren an Land durch ihre Kühlung verursachen. Eines der Projektziele ist die Kostensenkung. Wie das Rechenzentrum versenkt wurde, erfährst du im Video.

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Kleines Rechenzentrum

Das versenkte Rechenzentrum ist klein, da es sich nur aus einem Dutzend Serverracks mit 864 Servern und rund 28 Petabyte Speichervolumen zusammensetzt. Der Speicherplatz würde laut Microsoft zum Speichern von 5 Millionen Filme reichen.

Integriert wurden die einzelnen Server in einen runden weißen stählernen 40 Zoll großen ISO-Zylinder von 12,2 Metern Länge und 2,8 Metern im Durchmesser. 

Die Stromversorgung übernimmt ein Unterwasser

Project Natick Server

kabel und zugleich dient das Kabel der Datenübertragung. Das Unterwasser-Rechenzentrum verbleibt den Planungen nach über einen Zeitraum von fünf Jahren auf dem Boden des Meeres.

Energie und Kosten sparen

Wie Ben Cutler, der Project Natick leitet, gegenüber der BBC erklärte, glaube man, dass die Kühlung unter Wasser viel besser ist als an Land. Seinen Angaben zufolge besteht keine Umweltgefahr durch das Projekt.

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Wenn ein Server ausfallen sollte, könnte er nicht repariert werden, doch Microsoft erwartet hier nur selten Schäden.

Der Sauerstoff und Wasserdampf sollen dem Rechenzentrum entzogen werden. Dies soll die Entstehung von Korrosion verhindern. An Bord des Rechencenters arbeiten keine Menschen.

Die Orkney-Inseln wurden gezielt als Standort für das Unterwasser-Zentrum gewählt, weil die Region ihren Strom mit erneuerbaren Energien erzeugt. Schottland testet hier die Stromgewinnung aus Wellen und der Gezeiten.

Erster Test im Winter 2015

Vor rund drei Jahren, im Winter 2015/2016 versenkte Microsoft vor der Küste Kaliforniens erstmals eine Kapsel mit Servern an Bord. Ins Leben gerufen wurde Project Natick im August 2014.

Die Kapsel wurde auf den Namen „Leona Philpot“ aus der Spielreihe Halo getauft. Bei diesem Probelauf analysierte der Konzern die Auswirkungen auf die Tier-, und Pflanzenwelt.

Die Ergebnisse des innovativen Project Natick werden nach fünf Jahren vorliegen und wenn es sich rentiert, dürfte Microsoft weitere Rechenzentren im Meer versenken.

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Project Natick im Video:

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