Durchbruch: China gelingt Meilenstein bei der Kernfusion

Technik

Das Hefei Institutes of Physical Science gab bei der Chinese Academy of Sciences (CASHIPS) einen Meilenstein bei der Kernfusion bekannt. Bei einem Testlauf konnten die Forscher eine Plasmakerntemperatur von über 100 Millionen Grad Celsius erreichen. Eine erfolgreiche Kernfusion könnte damit in Zukunft tatsächlich Realität werden und die Energieversorgung auf ein neues Level heben. Die Sonne ist „nur“ rund 17 Millionen Grad Celsius heiß. Schau dir im Video unten Spannendes zur Kernfusion an.

Spitzname „Chinas künstliche Sonne“

Kernfusion Die Kernfusionsanlage EAST (Experimental Advanced Superconducting Tokamak) am CASHIPS-Forschungsinstitut arbeitet mit einem Innenring, der luftleer ist und in dem Wasserstoffatome eingebracht werden.   Nach der Einbringung erfolgt eine Erhitzung des Plasmas unter Einsatz verschiedener Verfahrensweisen, bei dem das Plasma mittels Hochleistungsmagnete komprimiert wird. Erreicht das Plasma eine ausreichend hohe Temperatur im Zentrum des Innenrings, ist es im Reaktor heiß wie im Inneren der Sonne. Die Wasserstoffatome verschmelzen. Das Ergebnis: Es werden unglaubliche Energiemengen freigesetzt. Das Ziel der weltweiten Kernfusionsforschung besteht darin, einen Reaktor zu erschaffen, bei dem die gewonnene Energiemenge dauerhaft höher ausfällt als die investierte Energie. Das aktuelle Experiment mit der EAST-Anlage konnte die extreme Plasma-Kerntemperatur und Kompression für sagenhafte zehn Sekunden halten. Ein neuer Rekord! 

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Kernfusion: Energie der Zukunft

An der Kernfusion arbeiten Forscher weltweit, darunter befindet sich auch der Wendelstein 7-X an der deutsche Wissenschaftler werkeln. Im Gegensatz zur EAST-Anlage konnte Wendelstein allerdings bisher 40 Millionen Grad Celsius erreichen. Vom chinesischen Fusionsreaktor werden die Magnetfelder des Plasmas eingesetzt, um eine Beibehaltung des Plasmarings zu erreichen. Wendelstein 7-X nutzt hingegen Magnetspulen, mit denen der Plasmaring stabil gehalten wird.  Im Science-Fiction-Film „Außer Kontrolle“ aus dem Jahr 1996 mit Keanu Reeves in der Hauptrolle steht ein Kernfusionsreaktor im Zentrum der Handlung.

Kernfusion: Energie aus dem Wasserglas:

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