Position von Jupiter ist falsch? Astronomen wollen Rätsel lösen

Position von Jupiter ist falsch? Astronomen wollen Rätsel lösen

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Schon seit eh und je macht der Jupiter unsere Forscher verrückt! Seine abnormale Größe und seine seltsame Lage passen überhaupt nicht zu unserem Verständnis des Sonnensystems. Endlich ist es so weit: Die Astronomen glauben herausgefunden zu haben, wie der riesige Jupiter zu seiner crazy Position gekommen ist.

Jupiter kommt von weiter her als erwartet

Nach aktuellen Modellen bilden sich Riesenplaneten im Außenbereich eines Systems, wandern nach innen und enden dann ganz in der Nähe ihres Sterns. Nicht so unser Jupiter: Ein riesiger Planet, der mehr als doppelt so massiv ist wie der Rest der Planeten des Sonnensystems zusammen. Trotzdem kreist er ziemlich genau im Zentrum. Was ist da los? Neue Forschungen scheinen dem Gasriesen auf die Schliche gekommen zu sein. Laut Computersimulationen bildete sich Jupiter etwa viermal weiter draußen, als er sich aktuell befindet. Im Laufe von 700.000 Jahren schlicht er sich langsam nach innen, direkt in die aktuelle Umlaufbahn von Uranus.

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 „Dies ist das erste Mal, dass wir Beweise dafür haben, dass der Jupiter sehr weit von der Sonne entfernt gebildet wurde und dann in seine aktuelle Umlaufbahn überging“, so die Astronomin Simona Pirani von der Lund University in Schweden.

Eine milliardenjahrelange  Reise

Die Forschung rund um den Jupiter basiert auf den Asteroiden, den sogenannten Trojanern. Diese kreisen auf derselben Umlaufbahn wie Jupiter. Eine Gruppe kreist vor ihm, die andere hinterher. Da gibt es aber ein Rätsel: Im Team von Trojanern vor dem Jupiter hat es circa 50 Prozent mehr Asteroide als hinter ihm. „Die Asymmetrie war schon immer ein Rätsel im Sonnensystem“, erklärt Ander Johansen. Er ist Astronom der Lund University in Schweden. Es wurde also Zeit, diesem Mysterium auf den Grund zu gehen! Dafür hat das Forscherteam unzählige Simulationen erstellt, um verschiedene Zeit- und Bewegungsmuster auszuprobieren. Die Mühe hat sich gelohnt: Jupiter begann sein Leben als Planeten-Newcomer vor etwa 4.5 Milliarden Jahren. Er war ungefähr 18 astronomische Einheiten von der Sonne weg. Vor circa 2 bis 3 Millionen Jahren hat er begonnen nach innen zu wandern und ist aktuell an einer Position von 5.2 astronomischen Einheiten. Der Weg dorthin hat mehr als 700.000 Jahre gedauert.

Jetzt dringen wir bis zum Kern vor!

Die Simulationen des Teams sagen uns nicht nur mehr über die Struktur der Asteroide, sondern liefern auch gleich neue Informationen über die Zusammensetzung des Jupiters selbst. „Wir können durch die Analyse der Trojaner viel über den Kern und die Bildung des Jupiters lernen“, so Johansen. Es ist wahrscheinlich, dass der Kern des Jupiters aus ähnlichen Gesteinsbrocken besteht, wie sie in den Trojanern vorkommen.
Bis wir das aber definitiv wissen, kann es noch eine Weile dauern. Die NASA plant den Start einer Sonde namens Lucy, die sie dann im Oktober 2021 untersuchen wird. Vorfreude ist die schönste Freude!

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