Neues Inka-Rätsel entdeckt: Niemand knackt den 3D-Knotencode!

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Die Wissenschaft konnte bisher nicht den geheimnisvollen 3D-Knotencode der Inka entschlüsseln. Das Inka-Reich existierte von 1400 bis 1532 nach Christi Geburt und verwendete den Khipus, ein Schnurgerät für Knoten zur Vermittlung mathematischer und narrativer Informationen. Nach einem Jahrhundert der Forschung gelang es nicht, den Khipus-Code in seiner Gesamtheit zu knacken. Das Problem liegt in der Komplexität und der Vielfalt der über 1.000 entdeckten Khipus.

Rätsel des Khipus

Zehntausende Knoten sind von verschiedenen Menschen für verschiedene Zwecke und in allerlei Regionen des Inkareichs geknotet worden. Zur Entschlüsselung müssen die Wissenschaftler ein gemeinsames Muster finden, um die Botschaften des Khipus zu verstehen. Die Knotenmacher, auch Khipukamayuqs genannt, verwendeten lokal verfügbare Materialien wie Baumwolle, Kamelvlies und Haare weiterer heimischer Tierarten, um administrative Daten in gedrehten Knoten aufzeichnen. Die Inka drehten Steuerdaten und Zählungsdaten mit ihrer auf Knotentechnik basierenden Tabellenkalkulation. Die Verwalter der Inka setzten die Daten ein, um das größte Imperium des damaligen Amerika zu überwachen. Der Buchhaltungs-Khipus arbeitet mit einem Basis-10-Knoten-Schema, vergleichbar mit einem Abakus, der eine Schnur verwendet. Khipu

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Narrativer Khipus ungelöst

Dieser Khipus zeichnet sich für rund 66 Prozent der heute noch vorhandenen Proben aus. Der übrige Teil wird vom narrativen Khipus gebildet, der auch Erzähler-Khipus genannt wird. Er beinhaltet offenbar verschlüsselte nicht-numerische, narrative Informationen, wie Namen, Geschichten und alte Philosophien. Das Symbol 7 war für die Inka eine besondere Art von Knoten. Er entstand durch Umhüllung um sich selbst, damit sich eine Reihe Schlaufen bildete. In diesem Fall waren es sieben Schlaufen. Nach Einschätzung einiger Forscher kodieren die Knoten selbst die Silbensprache. Die Wissenschaft sucht jetzt nach einer Erzählung oder einem „Khipu-Rosetta“-Stein, der mit dem Text eines spanischen Dokuments und Knoten von gedrehten Schnüren übereinstimmen muss. Inka Machu Pichu

Mathematik und Sprache

In unserer Zeit haben wir Mathematik und Sprache getrennt, doch die Inka kombinierten sie zu einem 3D-Konstrukt in Form erzählerischer Schnüre. Südamerika ist neben der Antarktis, der zweite Kontinent, auf dem kein Volk über 10.000 Jahre nach der Ankunft ein System mit grafischer Schrift erfunden wurde. Die Inkas zählen zu den „unberührten Zivilisationen“, wie Ägypten, Shang China, Mesopotamien und die Mayas. Sie sind die einzige Nation, die weder das Rad, noch die Märkte und auch nicht die Schrift erfand. Die Boten der Inkas, die Chaskis, gingen die schwierigen Wege in den Anden zu Fuß und trugen einen Khipu, verteilt über jede Schulter bei sich.  Sie waren die Postboten der damaligen Zeit. Nach der Eroberung durch die Spanier zeichneten die Inka-Verwalter mit ihren Khipus die Daten auf. Zugleich begann ein spanischer Schreiber damit, die verschlüsselte Bedeutung der verknoteten Schnüre aufzuzeichnen. Leider zerstörten die Konquistadoren einen Großteil der Knoten-Aufzeichnungen.

Löst ein Steuer-Khipus das Rätsel?

Aktuelle Studien deuten auf die Entzifferung eines Steuer-Khipus hin, der das Rätsel lösen könnte und mit dem Rosetta-Stein vergleichbar ist. Von den Spaniern wurden Volkszählungen und Steuerberechnungen durchgeführt, die dafür den Khipus mit seinen Knoten nutzten. Bei einer Volkszählung wurde ein komplettes Dorf auf einem zentralen Platz eingezäunt und die individuellen Daten der Inka in den Khipus eingetragen. Im gesellschaftlichen Leben spielten Zahlen für das Inka-Reich eine zentrale Rolle und arbeiteten dafür mit einer 3D-Zahlenlinie. Die 3D-Aufzeichnungen der Inka bewegen sich außerhalb unserer modernen Gesellschaft, weil sie etwas Einzigartiges geschaffen haben.

Erzähler-Khipus – Meisterwerk der Inkas

Es gelang ihnen Mathematik, Sprache, Buchhaltung und Geschichte in einem dauerhaften und mobilen Aufzeichnungsgerät zu vereinen und zusammenzufassen.  Alte Völker werden bisweilen als „primitiv“ bezeichnet, doch dann müsste das unsere moderne Zivilisation mit all ihren Errungenschaften auch sein. Denn die Inka haben es erreicht, uns mit ihren Erzähler-Khipus zu verwirren. Vielleicht waren sie moderner als wir es uns vorstellen können? An der Khipus-Entschlüsselung arbeiten Manuel Medrano als wissenschaftlicher Mitarbeiter der Harvard University und Gary Urton, der Dumbarton Oaks Professor für präkolumbische Studien am Department of Anthropology in der gleichen Uni arbeitet. Von Urton wurde das Buch „Inka History in Knots: Reading Khipus as Primary Sources“ veröffentlicht. Nach einer erfolgreichen Entschlüsselung könnte die Knotenschrift uns viele Antworten aus der Inka-Welt liefern.

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