The Death of Stalin: Kinofilm in Russland verboten

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THE DEATH OF STALIN sorgt bereits vor dem Kinostart für reichlich Wirbel! Das russische Kulturministerium hat jetzt dem Film die bereits erteilte Vertriebslizenz wieder entzogen. War wohl doch etwas zu pikant. Der Film ist eine britisch-französische Produktion vom Regisseur Armando Iannucci. Der britische Komiker und Filmemacher ist vor allem mit seiner mehrfach ausgezeichneten Serie „Veep“ bekannt geworden. Er liebt die Satire und überzeichnet seine Charaktere bis zur Schmerzgrenze. Seine aktuelle Produktion, der Film The Death of Stalin, wurde auf dem Film Festival in Toronto von der Presse und bejubelt und läuft bereits erfolgreich in den USA und England. Für Ende März ist die Premiere in Deutschland geplant. Hier der Trailer: 

Das Kulturministerium zieht den Stecker

Mit viel Tamtam, Promis und geladenen Journalisten war in ein paar Tagen die mega Premiere in Moskau angekündigt worden. Aber das russische Kulturministerium hat kurzfristig ein Verbot verhängt, obwohl bereits die Veröffentlichung abgesegnet worden war. Die offizielle Begründung lautet „…es handelt sich um die Verbreitung von Informationen, die auf dem Territorium der Russischen Föderation illegal seien. Es sei eine Verunglimpfung der sowjetischen Geschichte…“. Die Vorsitzende des Kulturkomitees der Duma, Jelena Drapenko, erklärte, dass sie in ihrem „Leben noch nie etwas so Ekelhaftes gesehen“ habe. The Death of Stalin basiert auf einem Comic bzw. einer Graphic Novel von Fabien Nury und Thierry Robin. Der Inhalt verhöhnt und beleuchtet die Machtspiele und Intrigen von Politkern und Erben, nach Stalins Tod im Frühjahr 1953, als dieser gerade seinen letzten Atemzug gemacht hat. Regisseur Iannucci tobt sich in diesem Film aus. Sein Talent und Faible für schwarzen Humor und Seitenhiebe auf die Politik hat nichts mit laschen Komödien zu tun. Er geht ans Eingemachte und überspannt den Bogen bis zum Zerreißen. 

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Schauspieler und Zuschauer halten zusammen

Das Testpublikum in Russland war begeistert. Sie bewiesen Humor, guten Geschmack und Intelligenz, indem sie das Werk nicht verteufelten. Die kurzfristige Absage vor der Premiere ist für sie nicht nachvollziehbar. The Death of Stalin war eine spannende und riskante Herausforderung für die Schauspieler. Steve Buscemi (als Chruschtschow), der preisgekrönte Jeffrey Tambor (als Georgi Malenkow) und Rupert Friend (als Wassili) geben alles und machen den Streifen zu einem Spektakel. Michael Palin bekannt aus den geliebten Monty Pythons Filmen und die wunderschöne Olga Kurylenko (James Bond ein Quantum Trost) haben ebenfalls sofort zugesagt, als Iannucci an ihre Tür gepoltert hatte.

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