Russland  Farmer rettet s Dorf und führt eigene Kryptowährung ein

Russland: Farmer rettet sein Dorf und führt eigene Kryptowährung ein

Kryptowährungen

Das russische Dorf ist eine Sache an sich. Dieses echte russische Dorf mit Kühen, Hühnern und Heu, eine Romantik für den Liebhaber der reinen Natur. Vom Staat vernachlässigt, vergessen und am Untergang. Greifen verzweifelte Menschen zur Eigeninitiative, werden sie bestraft. Zerstörte Straßen oder gar keine? Gebaut, Strafzettel erhalten. Geschweige denn der Nachruf der wirtschaftlichen Krisen schlägt in den Dörfern am meisten zu. Ganze Gebiete lösen sich mit der Zeit auf, die demographischen Werte fallen unvermeidlich, die Bevölkerung stirbt aus. Aber ein Farmer aus Kolionovo übernahm die Risiken und die Verantwortung, mit Hilfe der Blockchain. Seine Arbeit war nicht unfruchtbar.

Der Feind des Staates und des Finanzsystems Russlands

Ja, genau so wird Mikhail Shlyapnikov von den Leuten, die ihn kennen, genannt. Seine Geschichte ähnelt einem Blockbuster. 2007 wurde Krebs diagnostiziert, es lief dann wie in „Breaking Bad“. Er zog nach Kolionovo in der Nähe von Moskau, um den Rest seines Lebens dort zu verbringen. Nur sah er buchstäblich das langsame Sterben des russischen Dorfes. Nach dem Zerfall der Sowjetunion stehen die Fabriken still, Menschen leben in Armut, Unternehmertum fehlt grundsätzlich. Anstatt beim Staat zu betteln und wie immer nichts zu erreichen, fällt dem Farmer ein, eigene Geldscheine namens Kolion zu drucken. Erster Versuch war erfolgreich, un Menschen im Dorf, die einander vertrauten, haben für die neue Währung sehr schnell eine Verwendung gefunden. Leute bekamen die Motivation zu arbeiten. Intransparente Rentengesetze und Staatsalmosen gehörten für sie der Vergangenheit. Die Wirtschaft im Dorf blüht seitdem wieder auf.

„Stay out of my territory“

Dem Staat gefiel natürlich so ein Spielchen nicht. Hin und wieder besuchten den Farmer etliche Bürokraten aus Moskau, die ihn wegen aller möglichen Kleinigkeiten in den Knast stecken versuchten. Mal war es die Geldsurrogate, mal waren es aus dem Finger gelutschte Verstöße gegen die Sicherheit auf der Farm. Haben sie seine Kolions konfisziert, hat er sie mit schweren Ziegelsteinen ersetzt. Geld kann ja alles sein. Nächstes Mal mussten die Staatsboten den ganzen Garten umwühlen, denn die Steine befanden sich unter der Erde. Irgendwann haben sie es einfach aufgegeben. Nach dem Umzug ins Dorf ist er im stetigen Krieg mit der Administration und dem Staat selbst. Schljapnikow verbietet Politikern und anderen Beamten Eintritt in Kolionovo. Sollte es einer doch bis dahin schaffen, fordert der Farmer einen Bescheid aus der Psychiatrie, Röntgenbilder und Unterlagen aus der Stadtverwaltung, die sie vertreten. Nach etwa einer Woche stempelt er die Dokumente als „Abgelehnt“ ab und schickt sie samt der Beamten zurück. Im Dorf herrscht die freiwillige Selbstverwaltung.

Kryptoökonomie auf die russische Art

Laut Mikhail Shlyapnikov ist der russische Rubel dreckig. Dreckig vom Krieg, Blut, Krisen und Staatsschulden. Die Idee, eine eigene Währung zu verwenden, um die Armut in Kolionovo zu bekämpfen, war das Beste, was ihm je einfallen konnte. Jetzt sind mehr als 300 Arbeiter und Unternehmer im Dorf mit Arbeit beschäftigt. Es werden Fleisch und Milch produziert, schließlich verkauft. Metallverarbeitung, Serviceleistungen. Landwirtschaft schnappt nach frischer Luft und Freiheit. Die Gesamtfläche von allen Gebäuden beträgt mehr als 5000 km². Nachdem die Versuche der Regierung, seine Finanzaktivität zu unterdrücken, gescheitert sind, ließ der russische Farmer Kolions in eine Blockchain zu übertragen. Sein ganzes Dorf nutzt jetzt die digitalen Münzen und konvertiert sie auch erfolgreich in Bitcoin und Dollar. Die Nachfrage ist auf jeden Fall da, und Schljapnikow spart in Bitcoin und Kolions für die Rente.

Ein Vorbild für uns alle

Da so manch ein Genosse ein bewusster und ordentlicher Bürger ist, der Staat hat für ihn die magische Aufgabe. Er soll nämlich unsere profane Probleme mit seiner magischen Macht lösen. Nun in meisten Fällen kann er sie nur verschlimmern, wonach der gute Bürger nach noch mehr Regulierung schreit. Tja, was macht die Welt nur besser, als gute Taten, die etwas erschaffen? Anstatt sich über Dinge bloß aufzuregen? Mikhail Shlyapnikov ist ein Beispiel für das Gegenteil solch eines Bürgers. Ein echter Anarchist, da in Kolionovo [Anm. d. Red.: Die ehemels verlinkte Seite "http://kolionovo.org/en/" existiert nicht mehr.] nicht die politische Macht, aber das freiwillige Handeln für den Wohlstand sorgt. Willst du es besser haben, mach es eben besser. Er hat gezeigt, dass Menschen sich selbst freiwillig und produktiv organisieren können. Das ist womöglich das, was der Satoshi Nakamoto uns mitteilen wollte. Gut, das wir die Werkzeuge dazu haben.

Video zum Thema:

Titelbild Quelle: rbth.com


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