Onlinespielsucht: Fortnite zerstört Partnerschaften…we are doomed!

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Ein englisches Portal bietet unglücklich verheirateten Menschen eine einfache Lösung für die Scheidung. Dafür wird einfach nur ein Onlineformular ausgefüllt. Den Rest erledigen dann Anwälte. In besagtem Onlineformular müssen die Betroffenen angeben, wieso sie sich scheiden lassen. Speziell im vergangenen Jahr hat der Scheidungsgrund Online-Spielsucht deutlich zugenommen. Um genau zu sein, geben fast 5 % der Scheidungswilligen an, dass das Onlinespiel Fortnite für deren Trennung verantwortlich ist.

Fortnite ist das neue World of Warcraft

Fortnite scheint somit das neue WoW zu werden. Spätestens als dieses Onlinespiel zu seiner Hochzeit über 11 Millionen Spieler weltweit zockten und ihre Zeit lieber in Azeroth als der realen Welt verbrachten, kam das Thema Onlinespielsucht auf. Experten, die uns zuvor erklärt hatten, dass dank CS:GO eine ganze Armee kleiner Amokläufer herangezüchtet wurde, sprangen nun auf den neuen „We are doomed“-Zug auf. Nun ist es das Onlinespiel Fortnite, das bei Experten die Alarmglocken schrillen lässt. 

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 Wenn man sich die Zahlen des Scheidungsportals etwas genauer anschaut, haben diese über 2.300 Anträge ausgewertet. 5 % bedeutet im Gegenzug: 115 Kandidaten gaben an, dass Fortnite für die Scheidung verantwortlich sei. So gesehen eigentlich ein noch akzeptabler Wert. Und sind wir mal ganz ehrlich: Allein an der Spielsucht eines Partners gehen Ehen oder Beziehungen sicherlich nicht zu Grunde. Hier spielen doch immer mehr Faktoren eine Rolle. Kann natürlich sein, dass dann die Spielsucht das Fass zum Überlaufen bringt.

“Du solltest alles in Maßen genießen, auch…!“ – Shut the fuck up, loser!

Aber jetzt hier den Spielen dafür die Schuld zu geben, ist ein zweischneidiges Schwert. Natürlich nutzen Spieleentwickler sogenannte Sucht-Trigger in ihren Games. Digitale Trophäen und Belohnungen wollen erreicht werden. Dafür muss Zeit investiert werden. Jetzt gibt es Menschen, die springen auf dieses Belohnungssystem extrem an. Ein kleiner Prozentsatz dieser ist dann nicht in der Lage, dieses Verlangen nach digitalen Belohnungen zu steuern. Aber wie gesagt, das betrifft einen kleinen Prozentsatz.  Ich weiß aus meiner eigenen eSport-Vergangenheit, dass 80 % meiner Mitspieler einer regelmäßigen Arbeit nachgingen. Die Arbeit zu kündigen und seine Zeit mit Vollzeitspielen zu verbringen, kam für diese gar nicht infrage. Als Teamlead hätte ich das damals krankerweiße gut gefunden, aus heutiger Sicht bin ich froh, dass niemand wegen mir seinen Job gekündigt hat. Trotzdem waren diese Spieler in der Lage, jeden Tag ein paar Stunden Zeit freizumachen, um ihrem Hobby nachzugehen.

Als Single zockt es sich unbeschwerter – oder du hast eine Gamerfreundin

Dass es sich bei diesen in der Mehrzahl um Singles handelt, muss natürlich auch erwähnt werden. Wenn jeden Tag neben der Arbeit nur wenige Stunden Freizeit bleiben, dann erwartet die Partnerin sicherlich, dass diese Zeit auch mit ihr verbracht wird. Mir hat man letztens empfohlen, dass ich mir am besten eine Gamerin als Freundin suche. Dabei sind die Zeiten bei mir, in denen ich Vollzeit gespielt habe, längst vorbei. Da Games & Serien aber mein Main-Hobby darstellen, evtl. doch ein sinnvoller Ratschlag. Ich habe mal gehört, dass gemeinsame Interessen eine gute Basis für langanhaltende Beziehungen darstellen. Sollte es bei euch aufgrund eurer Spielsucht regelmäßig krachen, gibt es drei Möglichkeiten. Feste Zeiten für Spiele & die Partnerin verteilen. Freundin zum Selber-Spielen bringen (Anleitung hier). Oder gegen die Gamerfreundin austauschen. (Potenzielle Gamerfreundinnen mögen sich bitte bei der Redaktion melden. Die leiten die Anfragen an den Singlegamer weiter!)

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