Bier-Transport mal anders: Anheuser-Busch ordert 800 Brennstoffzellen-LKW

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So stylisch wird Bier selten geliefert: Der US-Getränkekonzern Anheuser-Busch hat beim Hersteller Nikola 800 LKW bestellt, mit denen kostbarer Bölkstoff ausgeliefert werden soll.

In den kommenden sieben Jahren plant das Unternehmen die eigene Fernstrecken-Flotte auf Elektrolastzüge zu umzurüsten. Einzig das derzeit fehlende Netz an Wasserstofftankstellen könnte diesen Plan ein wenig verzögern.

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Am Ende wartet ein spannendes Video zum Nikola One Brennstoffzellen-Truck auf dich!

Umstellung auf Elektroantrieb

Die bestellten Nikola Elektrolastzüge haben E-Motoren, die ihre Energie aus Brennstoffzellen bestehen und daher als sehr umweltfreundlich gelten. Bei Tesla hatte Anheuser-Busch vor kurzem 40 Semi-Trucks mit Elektroantrieb bestellt.

Der Getränkehersteller entschied sich bei seiner Großbestellung für die zwei Sattelschlepper-Modelle Nikola One und Nikola Two, die über einen Elektromotor und Brennstoffzelle verfügen. Sie werden eine E-Achse, also ein elektrisches Achsantriebssystem von Bosch erhalten.

Ab dem Jahr 2020 sollen die Trucks im Fuhrpark stehen und bald darauf könnten sie ihr erstes Bier an die Kunden ausliefern.

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Nikola One Elektro-LKW

Die drei Antriebsachsen des Nikola One sind mit jeweils zwei Elektromotoren ausgerüstet, die gemeinsam eine Leistung von über 1.000 PS auf die Straße bringen. Eine Brennstoffzelle und ein 320 mAh starker Lithium-Ionen-Akku versorgen die sechs Elektromotoren mit der notwendigen Energie.

Die Reichweite beläuft sich nach Herstellerangaben auf maximal 2.000 Kilometer und nach 20 Minuten bereits soll der Tankvorgang mit frischen Wasserstoff abgeschlossen sein.

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In den nächsten zehn Jahren (bis 2028) sollen Nikola zufolge landesweit in den USA und Kanada über 700 Wasserstofftankstellen aufgebaut werden.

Die Elektro-Lastwagen Nikola One und Nikola Two können interessierte Unternehmen aktuell reservieren und es wird ein Leasingmodell angeboten.

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Beim Leasing erhalten Kunden einen Nikola-Truck gegen eine monatliche Leasinggebühr. Nach Ende der siebenjährigen Laufzeit können Besitzer ihren alten Nikola One oder Nikola Two gegen einen nagelneuen Truck austauschen.

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Brennstoffzelle hat Zukunft

Die Brennstoffzelle profitiert von Vorteilen gegenüber Akkus, hier ist vor allem die Zeitersparnis beim Betanken zu nennen. Die Aufladung eines modernen Lithium-Ionen-Akkus kann mehrere Stunden dauern.

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Der Wasserstofftank eines Brennstoffzellen-Fahrzeugs hingegen ist meist nach schon maximal zwei Stunden gefüllt und der LKW oder PKW wieder einsatzbereit. Einen Nachteil hat Brennstoffzelle leider auch: die hohen Anschaffungskosten, ein unzureichendes Wasserstoff-Tankstellennetz und gewisse Risiken wie einer Explosionsgefahr beim Tankvorgang. Heutige Wasserstofftanks gelten allerdings als sehr sicher.

In Deutschland wird mit dem Coradia iLint ab dem Jahr 2022 der erste Brennstoffzellen-Zug im Taunus unterwegs sein. Eine Ladung Wasserstoff reicht ihm für eine Strecke von 1.000 Kilometern und der Zug kann bis zu 140 km/h schnell fahren.

Der zukunftsweisende Brennstoffzellenantrieb führt trotz seiner Vorteile in Deutschland noch ein Schattendasein und dürfte sich erst ändern, wenn alle Probleme behoben worden sind.

Nikola One vs. Tesla Semi:

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