Flüssiger Wasserstoff-Akku  Eine bahnbrechende Erfindung aus Schottland

Flüssiger Wasserstoff-Akku: Eine bahnbrechende Erfindung aus Schottland

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Ein Forscherteam der schottischen Universität Glasgow hat einen flüssigen Wasserstoff-Akku entwickelt, der sich in nur wenigen Sekunden auflädt. Der geniale Akku könnte auf einen Schlag die Probleme heutiger Akkus lösen. Hier ist vor allem die lange Ladezeit zu nennen. Welche Vorteile der Wasserstoff bietet, erfährst du im Video.

Flüssiger Wasserstoff-Akku erklärt

Der flüssige Wasserstoff-Akku ist das Ergebnis einer gemeinsamen Forschungsarbeit zwischen dem Chemieprofessor Leory Cronin, Mark Symes und Jia Jia Chen. Das spezielle Speichersystem verwendet Nanomoleküle als Energiespeicher. Die Abgabe der gespeicherten Energie erfolgt entsprechend dem Bedarf. Neben elektrischen Strom können die Nanomoleküle zusätzlich Wasserstoff speichern und als Energie freizugeben. Diese besondere Eigenschaft konnte durch Komprimierung der Moleküle erreicht werden.

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Nanomoleküle speichern zehnfache Energiemenge!

Die Wissenschaftler stellten im Verlauf ihrer Arbeit eine Besonderheit der Nanomoleküle fest. Im flüssigen Aggregatzustand können sie gegenüber ihrer festen Form die zehnfache Menge an Strom speichern. Auf Grundlage dieser Erkenntnis entstand ein Zirkulierungssystem, um den Akku verbauen zu können. Der zukunftweisende flüssige Wasserstoff-Akku hat seine Marktreife noch nicht erreicht. Zur Zeit erforschen die Wissenschaftler die Einsatzgebiete, in denen der Akku eingesetzt werden könnte. Die Wasserstoff-Forschung der Schotten wird vom britischen und europäischen Forschungsgremium gefördert. ?tagged=hydrogen

Wie gefährlich ist Wasserstoff?

Zahlreiche Verbraucher fürchten den Wasserstoff wegen seiner vermeintlichen leichten Brennbarkeit. Hier liegt jedoch ein Trugschluss vor. Als enorm flüchtiges Element kann sich Hydrogen zwar entzünden, doch das Feuer ist innerhalb weniger Sekunden vorbei. Ein Benzinfeuer hingegen kann unter Umständen stundenlang brennen. Im Akku der schottischen Wissenschaftler wird der Wasserstoff in einer Flüssigkeit aus Nanomolekülen gebunden, was eine Verpuffung verhindert. Das Risiko der Explosion eines Wasserstofftanks ist in diesem Fall nicht gegeben. Bis erste Fahrzeuge mit flüssigen Wasserstoff-Akkus auf unseren Straßen unterwegs sind, werden ein paar Jahre vergehen.

Deutschland verpennt Wasserstoff

Von Seiten der Forscher wird erklärt, dass die Erkenntnis über die extreme Energiedichte der Nanomoleküle ein wichtiger Gewinn sei. Künftig könnte ein Technologiekonzern wie Tesla, Google oder Samsung die Akkutechnik erwerben und neues Milliardengeschäft aufbauen. In Japan nimmt der Wasserstoff in Zukunft eine zentrale für die Wirtschaft, Staat und Gesellschaft ein. Die japanische Regierung peilt eine Abkehr von der atomaren Stromversorgung an und befindet sich auf einem guten Weg. Unsere Bundesregierung behandelt das Thema Wasserstoff trotz einer kleinen Milliardenförderung weiterhin eher stiefmütterlich. Die heimischen Autobauer arbeiten zwar an Brennstoffzellenautos, doch sie haben ihren Blick zu stark auf ihre Milliardengewinne aus ihrem Verbrennergeschäft fixiert. Daimler, BMW, Audi, Porsche und Volkswagen laufen Gefahr den Anschluss an die Japaner zu verlieren…

Wasserstoff und Akkus erklärt:

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