Metro Exodus: So geht nukleare Apokalypse als Singleplayer-Shooter!

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Metro Exodus lädt zur spannenden Expedition in die Apokalypse ein, und liefert genau das ab, worauf Fallout 76 verzichtet: Spannende Endzeit-Apokalypse als Singleplayer-Shooter. Seit ein paar Tagen ist das Game nun für Konsole und PC verfügbar und ich muss sagen: Ich bin angefixt! Mega gute Story, hammer gute 4K-Grafik und ein Setting, in dem ich mich richtig austoben kann. So geht Nuklear-Apokalyspe!

Metro Exodus besitzt Top-Grafik & eine fesselnde Storyline

Metro Exodus wirft uns direkt ins Geschehen. In Form des jungen Soldaten Artjoms starten wir in den dunklen Gängen der Ubahn und versuchen einen Weg ans Tageslicht zu finden. Geübte Fallout-Zocker können auch sofort etwas mit dem andauernden „Knarz-Piep-knarz-piep“ anfangen: Vorsicht Strahlung! Super stimmig. Kurz wird uns erklärt, wie die Taschenlampe funktioniert, danach sind wir auf uns allein gestellt.  Keine Karte, keine Zusatzinfos. Dafür so ne Art Billig-Pip-Boy am Arm, der minimale Auskunft über unsere Vitalparameter liefert. Und ständig Geräusche in der Dunkelheit, die nichts wirklich Gutes erwarten lassen. Metro Exodus schafft in den ersten 3 Minuten, was so einige Horror-VR-Games nicht schaffen. Eine extrem düstere und beklemmende Stimmung zu generieren. Eure Überlebensinstinkte werden getriggert!

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Storyline basiert auf einem Roman-Bestseller

Das Game basiert auf dem gleichnamigen Roman von Dmitri Alexejewitsch Gluchowski. Die Welt ist untergegangen. Zumindest fast. Das Leben auf der Erdoberfläche ist erloschen. Lebensbedrohliche Strahlung machten diese zu Feindesland. Die Überlebenden zogen sich in U-Bahn-Schächte und Bahntunnel zurück.  Das Spiel entführt uns in eine Erkundungstour durch das postapokalyptischen Russland. Zur Fortbewegung nutzen wir dafür eine alte Dampflok. Die stellt sozusagen die Basis dar, an die ihr immer wieder zurückkehrt. Unterschiedlichste Zwischenfälle bringen die Dampflok dazu, ihre Reise nicht fortsetzen zu können. Das bedeutet für uns: Raus uns den Zug und rein die Apokalypse.  Bereits in den ersten Minuten fällt auf, dass die Designer hier ganze Arbeit geleistet haben. Für einen Shooter ist das alles extrem detailverliebt. Die ersten Schritte in den dunklen U-Bahn-Schächten, ausgerüstet mit einer Taschenlampe und gerade mal zwei Schuss Muni sorgen für einen extrem spannenden Einstieg. Bei jedem kleinen Geräusch dreht ihr euch und leuchtet mit der Taschenlampe den Bereich aus. Alles sehr stimmig und macht Lust auf mehr.

Open-World mit unterschiedlichen Szenerien & viele Nebenmissionenen

Die einzelnen Stationen unserer Reise dienen aber nicht nur zur Weiterführung der Kampagne. Ihr findet auf den entsprechenden Kartenabschnitten auch eine Vielzahl Nebenmissionen. Generell besitzt die apokalyptische Welt mittlerweile durchaus Leben und Open-World-Charakter. Neben Wildtieren trefft ihr aber in erster Linie auf feindlich gesinnte Guhle, Zombies oder mutierte Bestien.  Und auch hier gilt: Ich habe selten erlebt, dass auch die Gegner so detailverliebt dargestellt wurden. Schließlich sind das ja „nur“ Gegner-NPCs, sprich Massenware. Ein paar kleine Kritikpunkte gibt es trotzdem: Die Synchronisation passt oft nicht zu den Mundbewegungen. Und generell wirkt die Kommunikation der einzelnen Protagonisten auf mich ein wenig sehr hölzern.  Das gilt aber in erster Linie für unser kleines Team, mit dem wir die Welt bereisen. Besonders bei den Gesprächen in den Zwischenszenen hat mich das ein wenig gestört.

Survival geht auch anders! Bei Metro Exodus müsst ihr keinen Lebensmittelladen mit euch rumschleppen

Der zweite Punkt ist eine Art Verzicht auf Infoelemente. Das Spiel besitzt zwar keinen Survival-Aspekt, bei dem ihr ständig für neue Nahrung oder Wasser sorgen müsst. Das Spiel setzt aber sozusagen auf einen Realitätsfaktor und verzichtet auf zusätzliche Anzeigen, die zum Beispiel Gegner markieren oder euch zeigen wo ihr hinlaufen müsst.  Das ist am Anfang ein bisschen komplex und ihr müsst euch daran gewöhnen. Danach sorgt es aber für einen extrem hohen Realitätsfaktor. Der sagt mir viel mehr zu als so Standard Survival-Stuff wie, dass ihr alle paar Minuten was trinken oder essen müsst. Grüße gehen raus an Bethesda!

Fallout-Fan? Hol dir Metro Exodus und stürz dich in die bessere Apokalypse!

Ich kann euch das Game auf ganzer Linie empfehlen. Vorallem wenn ihr nach Fallout 4 mit Fallout 76 nicht wirklich warm werdet. Metro Exodus hat für mich das Zeug, ein Ersatz für Fallout 76 zu werden. Auch Postapokalypse. Dafür mit NPCs und geiler Story. Und 4K Grafik. Und mehr Details.  Eigentlich ist Metro Exodus der bessere Fallout 4 Nachfolger! Ich würde mir wünschen, wenn die Entwickler von Fallout ein paar Stunden Metro Exodus spielen würden. Und danach mithilfe eines DLC das Spiel in einen Singleplayer-Shooter verwandeln! Bis es soweit ist, empfehle ich auf Metro Exodus auszuweichen!

Bildquelle: metrothegame.com

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