Epidemie? Superkeime bedrohen Millionen von Menschenleben

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Weltweit erleiden über 700.000 Menschen jährlich durch Superkeime den Tod! Sollten keine Maßnahmen ergriffen werden, könnten es in rund 30 Jahren bereits zehn Millionen Menschen pro Jahr sein. Diese Zahlen errechnete eine Forschergruppe, die im Auftrag der britischen Regierung ein Gutachten bezüglich der Resistenz von Mikroben erstellen sollte. Das Video unten zeigt dir spannende Infos zu Superkeimen.

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Was erforschten die Experten im Gutachten?

Die Forscher erstellten ihr Gutachten im Jahr 2016 und veröffentlichten ihre bedenklichen Ergebnisse. Die Prognose mit 10 Millionen Opfern pro Jahr durch Superkeime betrifft einzig resistente Keime, an denen Menschen sterben. Von den Forschern wurden zudem Bazillen genannt, die nur noch gegen Medikamente immun sind, wie zum Beispiel HIV oder Tuberkulose. Die Ergebnisse des Gutachtens muss also mit einer gesunden Skepsis betrachtet werden, da die Zahl der Toten, die ab 2050 an multiresistenten Keimen sterben könnten, sicherlich niedriger sein werden. Als Grundlage nutzten die Forscher das Europa-Netzwerk EARS, einem Meldesystem für resistente Keime und daran sind überwiegend große Krankenhäuser angeschlossen, die schwere Fälle von Infektionen behandeln. Hausärzte und Kliniken, die weniger massive Infektionsfälle behandeln, sind kaum berücksichtigt worden.

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Resistente Bakterien und Soziales

Wie der Mikrobiologe Timothy Walsh auf der “Falling Walls”-Konferenz erklärte, hängen die Themen resistente Bakterien und Soziales zusammen. Auf der einen Seite seien es Bakterien, die sich recht schnell auf ihre Umwelt einstellen könnten und andererseits soziale Ursachen, berichtete „Der Tagesspiegel“. Er nannte unter anderem verunreinigtes Trinkwasser, Hygieneprobleme, Korruption und ein schlechtes Gesundheitssystem als zweiten Grund für die zunehmende Verbreitung der Superkeime. In Indien stellte Walsh im Jahr 2011 eine starke Verbreitung von Bakterien fest, die das Gen NDM-1 in sich tragen und gegen Antibiotika hochresistent sind. Als Konsequenz durfte der Mikrobiologe für zwölf Monate das Land nicht besuchen und die Regierung ignorierte seine Ergebnisse.

Gen MCR-1 eine Gefahr

Das Gen MCR-1 ist in China und Thailand enorm verbreitet, wie Walsh ermittelte und dieses Enzym ist sogar gegenüber Colistin immun. Das Antibiotikum Colistin ist toxisch und gilt als letzte Waffe um multiresistenten Keimen das Leben auszuhauchen. Wenn Colistin nicht wirksam ist, dann bedeutet dies für Betroffene der Tod. Eine Superkeim-Apokalypse droht uns nicht, wenn die Regierungen handeln und die richtigen Maßnahmen gegen MRSA ergreifen. Die Welt könne nur durch Zusammenarbeit verhindern, dass Superkeime den Sieg gegen die Menschheit von sich tragen, warnte Walsh. In Deutschland starben 2015 über 54.000 Menschen an Infektionen.

Von Menschen erschaffene Superkeime fordern Millionen Tote

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