Eskimo: Das Auge für die Details

Kunst & Design

Fotografie schult, denn man öffnet seine Augen für die Details, welche im stressigen Alltag untergehen, entdeckt die individuelle Schönheit der verschiedenen Jahreszeiten und besonders das unterschiedliche Licht vom Sonnenaufgang bis zum Sonnenuntergang oder in der Nacht! Durch das Fotografieren erlernt das Auge, aufmerksamer zu werden und in den alltäglichsten Situationen das Schöne zu entdecken. Auch wenn ein Foto nichts anderes als eine Momentaufnahme ist, steckt hinter der Fotografie mehr, als nur ein Foto. Mit der richtigen Technik und dem besonderen Blick zieht das resultierende Foto seinen Betrachter in den Bann und lässt bei jedem unterschiedliche Gefühle aufkommen.  Es ist eine Kunst, das Foto zu etwas Besonderen zu machen! Dabei kommt es weniger auf das Objekt an sich an, welches fotografiert wird, sondern wie es in Szene gesetzt wird. Schon eine minimal veränderte Belichtung oder ein anderer Bildausschnitt kann einem Bild dabei eine neue Bedeutung verleihen, weshalb Fotografie als Kunst deutlich vielseitiger ist, als viele denken. Die Menschen wollen durch Fotografie auf Dinge aufmerksam gemacht werden, welche sie selber aus den Augen verloren haben. Der Fotograf muss sich dabei entscheiden, was er mit seinen Bildern aussagen möchte. Lässt er die Wahl, sich in den verschiedenen Details zu verlieren oder zeigt er das Detail aus einem ganz bestimmten Blickwinkel, wodurch jeder versteht, was gemeint oder gezeigt werden soll. Das Interpretieren ist dabei eine Sache des Betrachters, doch der Fotograf kann auch dies beeinflussen und seine „Message” präzise ausdrücken. Durch die verschiedene Verwendung von Farbtönen und Belichtungen kann er der Bildsprache eine gewisse Stimmung verleihen.

Nico konzentriert sich mittlerweile auf Naturbilder im „Postkarten-Stil“, um allerdings das Beispiel zu verdeutlichen zeigen wir hier seine durchaus gelungenen Fotos aus dem letzten Jahr. Seinen neuen Stil und die eindrucksvollen Fotos könnt ihr weiter unten bestaunen! Doch Fotografie bedeutet auch, sich Zeit zu nehmen! Denn es muss das richtige Motiv gefunden werden, die richtige Uhrzeit oder auch das richtige Model. Sie besteht dabei weniger aus Schnappschüssen, wobei diese Art der Fotografie auch gerne als Stilmittel aufgegriffen wird, sondern mehr aus der bewussten Entscheidung beispielsweise für eine Location. Nun bedeutet es, die verschiedenen Perspektiven zu finden und die geeignete auszuwählen. Dabei sind besonders Festbrennweiten für Einsteiger und Hobbyfotografen attraktiv, denn man ist gezwungen zu laufen. Durch das Laufen ergeben sich neue Blickwinkel, neue Motive und schon ist aus einer Idee eine Vielfalt an Ideen entstanden. Mit dem Smartphone hat man bereits eine Grundlage zum Einstieg in die Fotografie, denn es muss nicht wie früher erst einmal eine teure Kamera besorgt werden. Die verbauten Kameras sind bereits so hochwertig, dass sie zumindest dazu dienen können, sein eigenes Auge zu schulen.

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Die Fotografie ist heute keine Wissenschaft mehr! Im Automatikmodus findet so gut wie jede Kamera die richtigen Einstellungen, welche allerdings mit ein wenig Verständnis für die Materie verbessert werden können. Woher soll die Kamera auch wissen, auf welches Detail man persönlich besonderen Wert legt? Allerdings ist die Technik zu Anfang zweitrangig. Der erste Schritt sollte sein, sich inspirieren zu lassen. Es ist nicht schlimm, Motive und Ideen von anderen zu „klauen”, denn dadurch lernt man Techniken und Bedeutung der einzelnen Elemente der Fotografie kennen.  Eine der besten Quellen, um sich mit Stillleben vertraut zu machen und ein Auge für Elemente eines Bildes zu entwickeln ist Nico, ein sehr erfolgreicher Instagramer aus Hamburg. Er fotografiert Stillleben in Umgebungen, welche nicht für ihr stilles Leben bekannt sind – Städte! Im Gegensatz zur Streetart – Fotografie versucht er nicht das Lebendige der Stadt aufzuzeigen, sondern die stille Schönheit der Elemente einer Stadt. Seine Bilder bedienen sich dabei einem gekonnten Minimalismus und starken Konturen bzw. Linien. An Orten, an welchen wir im Alltag vorbeigehen würden, ohne ihnen jeglicher Bedeutung zukommen zu lassen, findet er das Besondere. Die Bilder strahlen dabei durch ihren leicht matten Farbton und ihre Belichtung eine eindrucksvolle Ruhe aus, welche beinahe bedrückend für eine Stadt oder Landschaft wirkt.  Mittlerweile hat er eine neue Vorliebe für Stillleben in der Natur entwickelt, welche er mit beeindruckenden Bildern der Skandinavischen Natur präsentiert. Dabei möchte er seine Fotografien in einer Art „Postkarten-Stil” wirken lassen.  Anhand seiner Bilder kann man bereits durch das Betrachten vieles über seinen Stil der Fotografie lernen. Weniger ist dabei mehr, denn seine Bildsprache und die eindrucksvollen Bilder leben auch von der Reduktion. Aber wir wollen nicht zu viel vorwegnehmen, denn seine Galerie hat es verdient, angeschaut zu werden. Aber nehmt euch Zeit, denn nur so wirkt Fotografie in einer Welt des medialen Überflusses noch als etwas Besonderes!

Bildquelle

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