Moscow, RUSSIA - August 20th, 2017: Young woman holding smartphone with search page screen of Instagram application. Instagram is largest and most popular photograph social networking.

#SocialMedia – Sind wir nur modern oder süchtig?

Inspiration & Lifestyle

Influencer, Blogger,  YouTuber – Berufe, die mittlerweile zu unserem Standardvokabular gehören. Wer von den Kids möchte es nicht werden, zig tausende Euro im Monat verdienen und dabei nur Fotos und Videos von sich selbst machen? Ein Traumjob denken die meisten. Social Media ist mehr Trend denn je, doch ist es wirklich so toll wie wir denken? Im Video am Ende wird dies u.a. getestet. Ich laufe nach Feierabend durch die Stadt, um mich mit meinen Freunden zu treffen – tatsächlich ein reales Treffen, face-to-face. Mir fällt auf, dass 90% der Menschen, die an mir vorbeigelaufen, ihr Smartphone in der Hand halten. Sie machen Fotos von sich selbst, chatten oder posten das gerade gemachte Bild. #newpic #nofilter Meine Freunde sind schon da. Alle sitzen am Tisch und, oh Wunder, haben ihr Smartphone in der Hand. Noch schnell eine Story meines Ankommens drehen: #friendshipgoals  Über Gott und die Welt wird nicht mehr geredet, es wird gepostet – ganz nach dem Motto „ein Foto sagt mehr als tausend Worte“. Beziehungen werden nicht nur geknüpft, sondern auch kurz und knapp per Chat beendet. Kurze Informationen, maximal fünf Sekunden an Aufmerksamkeit, ist alles, was wir noch aufnehmen können. Schuld daran sind soziale Medien. Soziale Medien dominieren unseren Alltag, ohne Social Media geht es nicht. Wir sind süchtig.

Schattenseiten der sozialen Medien: #negativeeffects

Durch soziale Medien halten wir Stille nicht mehr aus. Unsere Sucht nach Reizeindrücken dominiert unser Leben. Wie bei Zigaretten das Nikotin, ist es bei Social Media das Onlinesein zu jeder Minute. Und diese Sucht schadet uns. Die virtuelle Welt hat einen negativen Einfluss auf unsere Multitasking-Fähigkeiten. Unsere sozialen Interaktionen verändern sich und die Fähigkeit sich zu fokussieren schwindet. Wir werden ungeduldiger, da online eigentlich alles immer sofort verfügbar ist. Über eine halbe Million Menschen in Deutschland, so unterschiedliche Studien, sind online-süchtig – ob Online-Spielsucht, Online-Kaufsucht oder Online-Social-Media-Sucht, alles ist dabei. Die Grenzen sind schwammig, was es schwierig macht, die Sucht zu erkennen. Was aber erkennbar ist: Mittlerweile kommunizieren mehr als die Hälfte der Menschen häufiger online als im wirklichen Leben.  Bereits im Jahre 2012 zeigte der Netzwerkplaner Cisco, dass 40% der Social Media User soziale Netzwerke wichtiger sind als reale Treffen mit Freunden. Es ging sogar so weit, dass das Internet mit u.a. Wasser, Nahrung und Luft zum Atmen gleichgesetzt wurde. Und dieser Datenaustausch sollte bis 2016 um das 21-fache steigen. Wir können uns also vorstellen, wie es heute aussieht.

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Symptome der Sucht: #symptoms

Der Verzicht auf soziale Medien ruft Entzugserscheinungen vor. Betroffene fangen an zu schwitzen, zittern, verzweifeln oder bekommen Angst, sie werden panisch. Bekommen sie keine Likes, löst dies depressive Verstimmungen aus. Burnout ist die Folge des Versuchs, die Social Media Identitäten mit dem realen Leben zu verbinden. Es kann sogar so weit gehen, dass körperliche Bedürfnisse wie Schlaf, Essen oder Hygiene zweitrangig werden, nur um zu Twittern oder Facebook zu checken. Durch den Facettenreichtum des Internets wird es immer unüberschaubarer. Wir Konsumenten schaffen es nicht mehr, unsere Online-Zeit zu begrenzen, da kaum noch etwas ohne das Internet möglich ist. Verständlich, dass Freunde oder Familie sich vernachlässigt fühlen, wenn auf einmal etwas Virtuelles mehr Wert hat als sie.

Was können wir tun? #help

Wie auch bei anderen Suchterkrankungen ist Einsicht der erste Weg zur Besserung. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hilft Betroffenen dabei, aus der Sucht rauszukommen. Durch den maßvollen Umgang mit dem Internet und eine Art Selbstbegrenzung lernen Betroffene hier, ihrer Sucht entgegenzuwirken. Sie helfen ebenfalls dabei, einen geeigneten Psychologen in der Nähe zu finden. Und, wer hat nun Lust, sich selbst zu testen? 

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