Active man training with dumbbells while wearing vr glasses on grey background

Virtual Training: Eine echte Fitness-Alternative

Fitness

Das Wetter wird schlechter, draußen Sport machen macht immer weniger Spaß. Natürlich gibt es genug, die sich davon nicht abhalten lassen. Ich bin allerdings keiner davon. Für mich heißt es jetzt wieder: ab ins Fitness-Studio oder zuhause trainieren. Beim Training in den eigenen vier Wänden spart sich jeder den Weg ins Studio. Aber: Es ist oft gar nicht so einfach, sich aufzuraffen. Das Sofa sieht schon ziemlich bequem aus… oder es gibt zu wenig Platz. Ein weiteres Problem: Das Home-Training abwechslungsreich gestalten, denn das Fitness-Studio ist in der Regel deutlich besser ausgestattet. Zwar gibt es Apps und DVDs, die einem beim Heimtraining helfen sollen. Aber das löst nicht das Platz- und Geräteproblem. Also doch ins Studio und den Einzelkämpfer machen?

Zusammen im Fitness-Studio schwitzen

Das muss nicht sein, denn es gibt inzwischen auch in Fitness-Studios virtuelle Kurse. Dabei laufen über einen oder mehrere große Bildschirme Trainingsprogramme mit den unterschiedlichsten Zielen: eine Langhantel-Einheit für die großen Muskelgruppen, Bauchtraining für den Sixpack oder Spinningkurse. Ein Trainer im Video macht die Übungen vor, die Teilnehmer machen gemeinsam mit. Hier ein Teaser-Video von einem Cyberobics-Kurs: 

 Ich habe virtuelle Kurse jetzt mehrere Wochen lang in meinem Fitness-Studio getestet. Meine Meinung: Virtual Training bietet viel Abwechslung, ist aber nicht für jeden geeignet.   Beispiel Langhantel-Training: 60 Minuten lang werden alle Muskelgruppen in Blöcken bearbeitet, dazwischen gibt es nur ganz kurze Pausen. Es reicht gerade so, um das Gewicht auf der Stange an die nächste Muskelgruppe anzupassen. Nach 20 Minuten kommt das Gefühl auf: „Ich kann nicht mehr.“ Aber aufgeben ist nicht drin. Um einen herum sind schließlich noch andere „Gym-Ratten“, einknicken wäre peinlich. Darum durchziehen bis zum Ende und stolz auf sich sein (oder vielleicht erleichtert, dass es für heute vorbei ist). Den Motivationseffekt durch das Training in der Gruppe finde ich echt hoch – auch wenn ich viele Teilnehmer gar nicht kenne. Geht mir auch beim Spinning oder beim Sixpack-Workout so.

Video-Coach kann nicht eingreifen

Das Problem der Kurse: Der Trainer im Video gibt zwar Tipps, wie die Langhantel-Übungen richtig auszuführen sind. Aber das heißt noch lange nicht, dass jeder das auch umsetzt. Rundrücken bei Deadlifts? Keine gute Idee, da geht auf Dauer der Rücken kaputt. Der Video-Coach kann hier nicht eingreifen und die Haltung korrigieren. Manchmal sind die virtuellen Trainer auch schlicht und einfach nervig. Zum Beispiel, wenn der Sixpack-Trainer in jeden zweiten Satz „nice and easy“ einbaut. Wenn nach spätestens 15 Minuten die Muskeln brennen, ist da nichts mehr „nice and easy“. Im Gegenteil: jeder Situp ist eine Qual. Warum quatscht der dann so einen Mist daher? Bei manchen Kursen sind die Trainer sowieso viel zu geleckt. Nach 60 Minuten keine einzige Schweißperle auf der Stirn. Nicht sehr glaubwürdig. Wahrscheinlich haben die den Kurs einen Tag lang in einzelnen Blöcken gedreht und dann zusammengeschnitten. Wobei ich zugegeben muss, am Anfang hat mich das mehr gestört als nach ein paar Wochen.

Radeln am Strand von Los Angeles

Ein weiterer Kritikpunkt: Manche Kurse sind nicht komplett durchdacht oder passen nicht zu einhundert Prozent zu der Länge des Kurses. Ein Beispiel: In den letzten fünf Minuten sollen sich die geplagten Teilnehmer dehnen – was natürlich vom Prinzip her eine gute Sache ist. Aber der Coach macht die Übungen jeweils einmal und hält die Dehnung nur wenige Sekunden. Der Effekt? Gleich null. Da dehne ich mich lieber noch selbst in Ruhe und richtig. Einige Kurse sind jedoch auch sehr kreativ – zum Beispiel beim Spinning. Anstatt mit einem Spinning-Coach, der mitstrampelt und Kommandos gibt, kann ich am Strand von Los Angeles oder durch eine animierte Sci-Fi-Landschaft radeln, und zwar aus der Ich-Perspektive. Das macht tausendmal mehr Bock als auf dem normalem Ergometer sitzen, radeln und gegen die Wand gucken.

Das Fazit

Ich empfehle die virtuellen Kurse lieber Sportlern, die schon Erfahrung haben. Denn einen echten Trainer können die Video-Coaches nicht ersetzen. Auch wenn die Kurse nicht immer perfekt umgesetzt werden, bietet Virtual Training eine tolle Abwechslung – im Idealfall lernen die Teilnehmer sogar neue Übungen kennen. Unschlagbar ist auf jeden Fall die Motivation, die durch das Training in der Gruppe entsteht. Das erhöht im Idealfall die Intensität des Workouts – und somit den Trainingseffekt.


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