Super Bowl   sind  besten Werbespots dieses Jahres

Super Bowl: Das sind die besten Werbespots dieses Jahres

Football

Der Super Bowl war wieder einmal ein Spektakel. Aus sportlicher Sicht, weil die Philadelphia Eagles ihre Außenseiterchancen nutzten und die New England Patriots mit 41:33 geschlagen haben. Für viele sind aber auch die Werbe-Spots, die während des Endspiels der NFL geschaltet werden, ein Highlight. Beim ersten Super Bowl 1967 kostete ein 30 Sekunden langer Spot 40.000 US-Dollar. In diesem Jahr mussten die Unternehmen für einen 30 Sekunden langen Werbespot zwischen fünf und 5,5 Millionen US-Dollar hinlegen. Ob sich das Millionen-Investment gelohnt hat? Überzeuge dich selbst. Hier sind die besten Super-Bowl-Commericals aus dem Jahr 2018: Mit den Playoffs hatten die New York Giants in dieser Saison nichts am Hut. Aber in diesem Werbespot der NFL kommen Quarterback Eli Manning und Star-Wide-Receiver Odell Beckham Jr. groß raus. Sie tanzen zu „Time of my Life“!  Eine Rabatt-Plattform macht sich für den lokalen Handel stark – und zwar mit Schauspielerin Tiffany Haddish (38). Diese ist bei uns zwar nicht sonderlich bekannt, doch der Spot ist echt witzig. Schmerz lass nach!  Auto-Werbung? Bier-Werbung? Lass dich nicht täuschen, es geht um etwas ganz anderes – präsentiert von „Stranger Things“-Star David Harbour.  Die beiden Schauspieler Chris Hemsworth („Thor“) und Danny McBride („Tropic Thunder“) als Crocodile Dundee? Das steckt dahinter:  Toyota setzt auf eine ernstere Message. Der Autohersteller zeigt in seinem Werbe-Spot die bewegende Reise einer Behindertensportlerin.  Peter Dinklage („Game of Thrones“) und Morgan Freemann (den brauche ich nicht mit Film-Titel vorstellen, der ist ziemlich bekannt) liefern sich ein Rap-Battle. Dabei verkörpern sie Gegensätze. Freemanns Stimme hatte ich jedoch eigentlich anders in Erinnerung…  Cindy Crawford, Britney Spears, NBA-Star Kyrie Irving als „Uncle Drew“ und das Auto aus „Zurück in die Zukunft“ – diese Mischung gibt es im Spot von Pepsi:  Danny de Vito als lebendes M&M – eine Parodie auf sich selbst?   Alarm bei Amazon! Alexa verliert ihre Stimme. Doch zum Glück springen Stars wie Anthony Hopkins ein – jedoch mit mäßigem Erfolg.  Ein Ausflug mit NFL-Quarterback-Legende Peyton Manning? Eine ziemlich witzige Angelegenheit:  Der Clip mit dem zweifachen Super-Bowl-Sieger Manning ein gutes Beispiel dafür, dass bei Super-Bowl-Spots inzwischen auch Familien angesprochen werden. Die klassische Zielgruppe bleiben jedoch sportbegeisterte Männer, die mit Bier-, Fast-Food- und Auto-Werbungen angesprochen werden sollen. Den Werbetreibenden ist inzwischen aber auch klar: „Sex sells“ ist nicht alles. Auch tiefergehende Themen wie Nachhaltigkeit oder Gleichberechtigung werden angerissen. Wie auch zuletzt stecken Konzerne und Unternehmen ganz schön viel Arbeit in ihre Super-Bowl-Spots und setzen dabei auf viel Humor – und Star-Power. Die Stars müssen natürlich auch bezahlt werden, dazu kommen noch Produktionskosten. Mit den fünf Millionen Dollar Buchungskosten für den Spot ist es also nicht getan.

Super Bowl ist riesiger Werbe-Markt

Warum machen die Konzerne das? Der Super Bowl ist ein riesiger Markt für Werbetreibende und Sponsoren, fast eine Milliarde Zuschauer sitzen weltweit vor den Empfangsgeräten und schauen sich das Spiel an. Eine enorme Reichweite. Dazu kommen noch die Sozialen Medien. Früher wurden die Clips erstmals am Spieltag ausgestrahlt. Inzwischen werden sie im Vorfeld oft schon online gestellt. Im Idealfall geht ein Werbe-Clip viral – die Leute sehen sich die Spots freiwillig an und teilen sie auf ihren Kanälen. Mehr kannst du als Werbeschaffender eigentlich nicht erreichen. Eines der bekanntesten Beispiele ist der Spot von VW von 2011. Du erinnerst dich vielleicht: In dem Video versucht ein kleiner Junge im Darth-Vader-Kostüm, die aus dem „Star Wars“-Universum bekannte Macht zu nutzen. Nach mehreren gescheiterten Versuchen gelingt es ihm – natürlich an einem VW.  Super-Bowl-Spots sind jedoch keine automatischen Erfolgsgaranten. Bleiben wir bei VW: Als Volkswagen 2013 versuchte, den Erfolg des Darth-Vader-Spots zu wiederholen, ging das nach hinten los. Viele empfanden den Clip als rassistisch, weil ein weißer Angestellter wie ein Schwarzer spricht. Millionen von Dollar für ganz viel Ärger.

Kritik an Super-Bowl-Clips

Auch 2010 gab es viel Kritik für einen Super-Bowl-Werbespot, der von der fundamentalistischen Organisation „Focus on the Family“ bezahlt wurde. Darin erzählte die evangelikale Christin Pam Tebow, dass sie ihren Sohn abgetrieben hätte, wenn sie 1987 auf den Rat ihres Arztes gehört hätte. Der Hammer: Ihr Sohn, Tom Tebow, war damals Quarterback bei den Denver Broncos und galt als großartiges Talent. Der Spot war politisch – was bei Super-Bowl-Spots eher selten vorkommt. Vermutlich ließ CBS den Clip zu, weil es wegen der damaligen Wirtschaftskrise schwerer war, die Werbeplätze während des Super Bowls zu verkaufen. Den Spot einer Dating-Seite für Schwule lehnte der Sender damals ab. Er entspreche nicht „dem Standard für den Spielsonntag“, hieß es. In dem Clip schauen sich zwei Männer den Super Bowl an und kommen sich über einer Schüssel Kartoffelchips näher. Hierzulande mussten sich die Super-Bowl-Zuschauer, die das Spiel im Free TV verfolgt haben, mit der Werbung von ProSieben begnügen. Laut „TZ“ wurden in den 19 Werbeblöcken insgesamt 38 Spots der Dating-Plattform Parship gesendet. Das Netz reagierte genervt:

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