The old abandoned Japanese house during winter (snowing). Taken in February 2018.

Auf der Suche nach einem Eigenheim? In Japan gibt’s Häuser für lau!

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Ob du’s glaubst oder nicht, du kriegst ein Haus und zwar absolut umsonst. Oder sogar noch besser: Der Staat zahlt dich dafür, dass du eine alte Hütte abreißt und was Neues baust. Zeit, die Chance zu nutzen? Dann ab nach Japan!

Wenig Japaner – und dann auch noch Oldies!

Die Japaner beklagen sich zwar immer über steigende Hauspreise, aber das Land hat doch sage und schreibe acht Millionen Grundstücke, wo gähnende Leere herrscht. Was die Besitzer machen? Sie verschenken die Ländereien. Sogar die lokalen Regierungen werden aktiv und subventionieren die Bürger, die bereit sind, ihr Haus abzureißen und ein neues zu bauen. Was die Gründe dafür sind? Die japanische Bevölkerung schrumpft, und zwar deftig. In den nächsten zwei Jahrzehnten soll Japan 16 Millionen Menschen verlieren. On top: Die Überalterung hinterlässt ihre Spuren. Vor allem in den Vororten und auf dem Land werden die Einwohner immer älter, sodass es wenig junge Leute gibt, die sich aufs Betongold stürzen. Das Phänomen strahlt bis in die Städte aus: Sogar in Tokyo steht jedes zehnte Haus leer.

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Verfallene Häuser – Die Nachkriegszeit lässt grüßen!

Viele Immobilien erscheinen auf Online-Plattformen unter dem Namen „akiya banks“, was „leeres Haus“ bedeutet. Viele davon werden für vier US-Dollar verkauft oder sogar verschenkt. Du denkst, dass du als Ausländer nichts zu melden hast? Falsch gedacht! Du kannst dir auch ohne Aufenthaltsvisum deine japanischen Traum-Immobilien holen. Mit Visum oder wenn du bereits in Japan gearbeitet hast, geht’s natürlich noch eine Spur einfacher. Du fragst dich, wie es so weit kommen konnte? Während der Nachkriegszeit in den 1960er Jahren gab es einen echten Wohnungsboom. So kam es zu schlechten und amateurhaften Bauweisen und es entstanden Häuser, die nur 20 bis 30 Jahre überlebten. Viele der Hütten sind bereits verfallen und wer will schon in einer Ruine leben?!

Aberglaube macht alles futsch

Das Problem der schlecht gebauten Buden kann mit finanziellen Anreizen einigermaßen in Schach gehalten werden. Was aber um einiges schwieriger zu regeln ist: die Denkweise der Käufer. Japaner sind davon überzeugt, dass es Pech bringt, ein Haus zu kaufen, indem jemand umgebracht oder gar Selbstmord begangen hat. Auch, dass jemand einen einsamen Tod (ganz alleine dahinscheiden) in den eigenen vier Wänden erlitten hat, ist ein absolutes No-Go. Der Japaner lässt dieses Haus also lieber verrotten, als noch weiter in sein verfluchtes Heim zu investieren. Gewisse Makler hatten die smarte Idee, die betroffenen Häuser mit Feng Shui und Ritualen zu reinigen. Kluge Idee, aber nur beschränke Wirkung: Viele Interessenten lassen sich nicht so leicht um den Finger wickeln. Es bleibt also dabei, dass die Japaner neue Häuser bauen und ihre Millionen „Akiyas“ genau das bleiben, was ihr Name schon sagt: leer. 

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