Klage: Wird diese Pastewka Folge bald nirgendwo mehr verfügbar sein?

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Die Serie rund um den Comedian Bastian Pastewka erfreut sich auf großer Beliebtheit. Auch nach dem Wechsel zum Streamingdienst Amazon Prime Video musste die Serie keine wirklichen Verluste einbüßen. Um so größer ist der Schock, dass nun eine Folge der 8. Staffel von Amazon runtergenommen werden soll. Aber wieso? Achtung, im nächsten Abschnitt gibt es einen kleinen Spoiler zur besagten Folge.

Gibt es zu viel Schleichwerbung?

In der vierten Folge der 8. Staffel geht es um Bastians neu entdeckte Liebe zu Game of Thrones (wer kann es ihm verübeln?). Ohne Frau und Wohnung lebt er nun in einem Wohnwagen auf dem Parkplatzes eines Media Markts. Das trifft sich gut, denn ohne Internet ist er auf die DVDs zur Serie angewiesen. Ein Glück, dass Media Markt dahingehend Nachschub liefern kann. Nun klagt die Bayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM) wegen Schleichwerbung und sagt: „Die gesamte Folge ist – vor allem in Bezug auf die Marke Media Markt – von häufigen und intensiven Darstellungen und Erwähnungen geprägt, die nicht programmlich-dramaturgisch begründbar sind.“ 

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Was genau wird als Schleichwerbung bezeichnet?

Stellt sich die BLM nur an oder ist an den Vorwürfen etwas dran? Dafür sehen wir uns am besten einmal an, wie Schleichwerbung definiert wird. Werbung gilt dann als Schleichwerbung, wenn sie nicht also solche gekennzeichnet wird. Wenn der Konsument nicht darauf hingewiesen wird, dass es sich um Werbung handelt, bezeichnet man dies als unlauteren Wettbewerb. In diesem Fall wäre der Vorwurf, dass die Serie „Pastewka“ die Absicht für Media Markt Werbung zu machen, verschleiert. Der Konsument würde also zu einer geschäftlichen Handlung gedrängt werden (bei Media Markt einzukaufen), die er sonst nicht getätigt hätte. Würde auf die Werbung hingewiesen werden, würde es sich um eine Produktplatzierung handeln. Das wäre wiederum erlaubt. 

Muss die Folge nun gelöscht werden?

In einem Artikel der Welt heißt es, Amazon müsse die Folge sofort von der Plattform nehmen. Verfügbar ist sie aber noch (und für alle Game of Thrones- und Bastian Pastewka-Liebhaber auch ganz witzig). Amazon will sich das nicht bieten lassen und hat die Vorwürfe überprüft. Nun geht das Unternehmen in Berufung. Media Markt selbst behauptet, dass keine Produktplatzierung gebucht worden sei. Lediglich die Miete für die Dreharbeiten auf dem Parkplatz wurde vertraglich vereinbart und bezahlt. Angeblich will Amazon die Folge nun austauschen, solange die Sache nicht geklärt ist. Geschehen ist das bisher noch nicht. Die neunte und somit neuste Staffel Pastewka gibt es übrigens seit dem 25. Januar ebenfalls auf Amazon Prime Video. Wer weiß, ob sich auch dort eine skandalöse Folge dazwischen gemogelt hat.

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