No Mercy (Filmkritik)  Rache kann auch sexy sein!

No Mercy (Filmkritik): Rache kann auch sexy sein!

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Quizfrage: Was kommt raus, wenn man asiatische Kampfkunst, heiße Darstellerin, strange Einstellung zur Sexualität und Tarantino’s Kill Bill kombiniert? Na ganz einfach: No Mercy! Regisseur Lim Kyeong-taek bastelt mit dem Machwerk einen 94-minütgen Rachethriller, der überraschend viel Tiefe besitzt. Selbst für mich, der jetzt kein so riesen Fan asiatischer Kampfeskunst ist, ein sehenswerter Streifen. Vorausgesetzt, dass ihr in absoluter Vendetta-Stimmung seid!

Schon nach fünf Minuten wird klar: An Brutalität wird hier nicht gespart!

Denn um sich hier so richtig mitreisen lassen zu können, sollten ein paar der folgenden Aussagen auf euch zutreffen: 1. Je brutaler ein Fight, umso besser. Wir sprechen hier nicht über das Kinder-Karate aus den Jackie Chan Filmen. Das wird schon in den ersten Minuten klar, als unsere Protagonisten mit einem Vorschlaghammer bewaffnet Whack-a-mole mit einem Kopf spielt. Baseballschläger-Neagan gefällt das! 

 2. Handlung ist jetzt nicht so mega wichtig für euch. Denn die lässt sich hier recht schnell zusammenfassen. Die ältere Schwester Inae, ihres Zeichen Bodyguard von Beruf, begibt sich auf einen Rachefeldzug. Denn deren kleinere Schwester wird von ihren Schulkameraden übel mitgespielt. Die wird zuerst gemobbt und dann läuft ein „Streich“ so aus dem Ruder, dass sich die Jüngere in den Fängen notgeiler Sexsklavenhändler wiederfindet.

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Glaubt man No Mercy, haben Asiaten einen sehr gewöhnungsbedürftigen Sexualtrieb

3. Ihr könnt was mit diesen überspitzten Darstellungen asiatischer Filme anfangen: Und damit mein ich jetzt nicht die ausufernden Fights. Ich geh mal schwer davon aus, die sind genau der Grund, warum ihr zu No Mercy greifen solltet. Mehr so, wie hier Männer, und hier besonders die Bordelbetreiber und Freier, dargestellt werden. Glaubt man dem Film, muss wohl jeder Asiate ein extrem angeschlagenes Verhältnis zur Sexualität im Allgemeinen und deutliche Hang zu sexueller Gewalt im Generellen besitzen. (Allein beim Tippen dieser Zeilen kickt hier mein Political-Correctness-Alarm im Kopf aber mal vom feinsten) Vielleicht wurde das aber auch mit Absicht so überzeichnet, um die besonders blutigen Rachegelüste unserer Hauptprotagonistin rechtfertigen zu können. Who knows.

No Mercy lohnt sich, wenn ihr Bock auf Vendetta-Action und asiatische Kampfkunst habt

Zusammenfassend sind bei mir zwei Sachen hängengeblieben: Die Schauspielerin ist ganz cool. Ich als großer Serienfan hab gleich mal recherchiert: In Japan gehört die zu den bekanntesten Serien-Darstellerinnen. Die spielt durchwegs gut, sieht auch beim Kämpfen heiß aus und liefert alles sehr überzeugend ab. Und das ist wichtig, gerade wegen dem restlichen Cast und deren Dialogen. Das gleicht hier viel aus, finde ich. Da denkste dir im einen Moment „Ja, ok, jetzt wird es mir zu bunt. Wo ist die Fernbedienung“ um sich im nächsten zu denken, „den Move der Dame schau ich mir jetzt aus Recherche-Gründen 😉 doch nochmal in Slowmo an!“ Und, dass der Film einfach mal schön eine Kern-Message transportiert, die heutzutage oft nicht mehr gern gesehen wird: Rache kann so schön sein! In dem Sinne: Holt euch No Mercy, wenn ihr auf ausgefallene Kampfeskunst und brutale Action steht. Und dann bei jedem Sidekick ein „Vendetta“ in den Raum brüllen und einen Kurzen kippen. In dem Sinne: „VENDETTA!“


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