SpaceX Starlink-Satelliten: Zieren oder verschmutzen sie den Nachthimmel?

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Disco am Himmel! Vor wenigen Tagen sind die ersten 60 Starlink-Satelliten von SpaceX ins All geschossen worden. Die Satelliten wirkten in der ersten Nacht nach dem Launch wie hochfliegende kleine leuchtende Drohnen. Schau dir das Video zu SpaceX Starlink unbedingt an.

Start der Starlink-Satelliten

Am 24. Mai 2019 starteten die ersten 60 Starlink-Satelliten von insgesamt unglaublichen 12.000 mit einer SpaceX Falcon 9 Rakete in den Weltraum. Die Test-Satelliten befinden sich nun in einem Orbit von 550 km Höhe. Jährlich sollen tausend Satelliten bis 2021 in den Erdorbit geflogen werden. Seinen Minimalbetrieb kann das geplante weltumspannende Netzwerk für einen globalen Internetzugang erst nach sieben Starts aufnehmen. Dann werden rund 400 Starlinks um unsere blaue Heimatwelt kreisen. Die Satelliten strahlten stellenweise heller als die bekanntesten hellen Sterne und waren mit den Augen sichtbar. Mittlerweile benötigst du ein sehr gutes Fernglas oder Teleskop um die 60 Starlink-Satelliten sehen zu können. Ihre Energie beziehen sie aus Solarsegeln, die das Sonnenlicht reflektieren und so manchen Satellit auch nachts sichtbar machen.

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Elon Musk schweigt

Zur genauen Quelle der Reflektionen schweigt sich SpaceX-Gründer Elon Musk leider bislang aus. Seinen spärlichen Angaben zufolge werden die Satelliten ihr Verhalten erheblich ändern, wenn die festgelegte Höhe von 550 km erreicht wurde und ihre Solarsegel auf die Sonne ausgerichtet sind. Ionentriebwerke mit schwacher Schubkraft dienen der Beschleunigung und der Anpassung der Flugbahn. Auf Steuerungsdüsen verzichtete Starlink. Ausgerichtet werden die Satelliten mit Schwungrädern. Laut Elon Musk sollen die künftigen Satelliten weniger hell leuchten, um Störungen von Weltraumbeobachtungen durch Reflektionen zu unterbinden.  Zur Zeit sind sie nur dann mit dem Auge oder Fernglas sichtbar, wenn direkt Licht auf sie fallen sollte. Auf den Sternenhimmel werden die etwa 12.000 Satelliten kaum Auswirkungen haben, da deren Helligkeit niedrig ist.

Globaler Internetzugang für alle Erdbewohner

Die flach gebauten Starlink-Satelliten verfügen über Phased-Array-Antennen und nutzen einen Hallantrieb, der Kryptogas statt teures Xenon als Treibstoff nutzt. Sie können automatisch, basierend auf Informationen einer Datenbank Weltraumschrott ausweichen. Die erste Satellitengeneration soll fünf Jahre Lebensdauer haben. Ihre Nachfolger werden länger halten. Nach Angaben von Elon Musk liegt die Kommunikationsbandbreite bei rund 33 bis 66 Gigabit pro Sekunde je Satellit. Die volle Bandbreite kann allerdings nicht genutzt werden, weil jede Region der Erde eine andere Geographie aufweist. In Gegenden mit Bergen oder dichten Wäldern wird die Bandbreite deutlich geringer sein als in Gebieten mit wenig Vegetation. Zu den monatlichen Kosten für den Internetzugang sind keine Informationen bekannt. Von Experten wird das Starlink-Projekt wegen der hohen Anzahl der geplanten Satelliten scharf kritisiert. Die Satelliten würden das Problem des Weltraummülls verschärfen und die Raumfahrt schwieriger gestalten. Elon Musk ist ein Weltraumliebhaber, der im Jahr 2028 auf dem Mars landen und dort die erste menschliche Kolonie gründen möchte. Der Mond soll als Zwischenstation auf der Reise zum Mars dienen. Wie Musk streben auch US-Präsident Trump, Amazon-Chef Jeff Bezos und der britische Milliardär Richard Branson in den Weltraum.

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