Vier Tage arbeiten, fünf bezahlt kriegen  Neuseeland macht’s vor

Vier Tage arbeiten, fünf bezahlt kriegen: Neuseeland macht’s vor

Business & Finanzen

Du hast keine Lust mehr auf die ewig lange Fünf-Tage-Woche, willst aber trotzdem gleich viel Kohle verdienen? Klingt nach nem unerreichbaren Traum, was?In Neuseeland werden Träume war! Als Experiment gestartet ist die Firma Perpetual Guardian jetzt so zufrieden, dass sie das Konzept tatsächlich umsetzen will.

Weniger Arbeitszeit, weniger Belastung

Auch du weißt, dass dir eine reduzierte Arbeitszeit viele Vorteile bringen kann. Jeder freut sich über ein paar bezahlte Freistunden. Forschungen haben bereits gezeigt, dass Vollzeitarbeit schlecht für dein Gehirn, deine geistige Gesundheit und sogar deine Produktivität sein kann. Mehr Arbeitsstunden ist also nicht unbedingt gleich bessere Ergebnisse. Dann ist es wohl die ganze Mühe gar nicht wert. Wieso arbeitest du eigentlich Vollzeit?Das hat sich auch die Treuhandfirma Perpetual Guardian gefragt und wagte das Unglaubliche: In den Monaten März und April hat der Boss Andrew Barnes all seinen 240 Mitarbeitern einen zusätzlichen freien Tag pro Woche gegeben, sie aber trotzdem dafür bezahlt.


Wieso der Firmengründer Andrew Barnes so was gemacht hat? „Es war nur eine Theorie, die ich ausprobieren wollte, um eine bessere Umgebung für mein Team zu schaffen“, so Barnes.Er wollte also sehen, wie sich dieser Schachzug auf das Unternehmen und die Angestellten auswirkt. Wie sich die Mitarbeiter dabei fühlten, war wohl vorherzusehen: stressfreier und ausgeglichener. Unabhängige Umfragen von Forschern der University of Auckland und der Auckland University of Technology zeigten, dass die Belastung der Mitarbeiter während der Studie von 45 % auf 38 % zurückging und sich die Work-Life-Balance von 54 % auf 78 % verbesserte.

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Produktivität bleibt gleich

Was aber alle überrascht hat, waren die negativen Auswirkungen auf die Produktivität: Es gab keine. „Unser Führungsteam berichtete, dass es vor und während dem Experiment im Großen und Ganzen keine Veränderungen bezüglich der Unternehmensleistungen gab. Sie sahen keinen Rückgang, teilweise sogar einen Anstieg der Arbeitsleistung“, so Barnes gegenüber der Presse.Im Verlauf der Studie wurden alle Tätigkeiten aufrechterhalten und die Befragten waren deutlich engagierter im Bereich Führung, Engagement, Motivation und Verantwortung. Barnes konnte mit Freude sehen, dass seine Mitarbeiter zufriedener waren und damit verbunden einfach mehr Bock hatten für die Firma zu arbeiten und sich voll zu engagieren.

Vier-Tage-Woche forever

Der freie Tag hat also einen Win-Win-Effekt und es wäre echt schade, den wieder zu verlieren, oder? So denkt auch der Geschäftsführer und bereut seine Idee auf keinen Fall. „Das Ergebnis der Vier-Tage-Woche sind motivierte, aktive, loyale Mitarbeiter. Ich habe Statistiken, die zeigen, dass meine Mitarbeiter sehr stolz auf das Unternehmen sind, für das sie arbeiten“, erzählt Barnes mit Freude.Er hat bereits bekannt gegeben, dass er die Änderung als festen Bestandteil seines Unternehmens umsetzen will. „Wir zahlen für die Produktivität. Wir machen hier einen klaren Unterschied zwischen der Anzahl der Stunden, die meine Mitarbeiter im Büro verbringen und dem, was wir davon haben“, so Barnes.Das bringt natürlich viele Vorteile für die Arbeitnehmer, aber es bleibt abzuwarten, wie sich das Projekt der Perpetual Guardian auf lange Zeit auswirkt. Sitzt du gerade bei der Arbeit, währendem du diese Zeilen liest, dann schicke den Artikel auf direktem Weg an deinen Boss weiter. Wer weiß, vielleicht gibt’s auch in Deutschland bald so einen mutigen Typen, der sich an die Vier-Tage-Woche wagt. Einen Versuch ist es definitiv wert!

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