Den Todeszeitpunkt vorhersagen? Die künstliche Intelligenz macht’s möglich!

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Eine in der Fachzeitschrift Nature veröffentlichte Abhandlung legt nahe, dass die Entwicklung von sogenannten maschinellen Lernmodellen mit Hilfe von elektronischen Gesundheitsdaten die Vorhersage von Sterblichkeitswahrscheinlichkeiten revolutionieren könnte. Die künstliche Intelligenz (kurz: KI; im Englischen “AI“ für “Artificial Intelligence“) ist also demnächst dazu in der Lage, uns zu sagen, wann wir sterben. Anders als in diversen futuristischen Blockbustern könnte diese Information Leben retten.

Der Mensch als Zeitlinie

In entsprechenden Versuchen sammelten und verwendeten Forscher die Daten von zwei US-amerikanischen Krankenhäusern. Durch spezielle Algorithmen konnten die Wissenschaftler nicht nur die Länge des Krankenhausaufenthalts, sondern auch den Todeszeitpunkt von Patienten voraussagen. Um solche Vorhersagen treffen zu können, werden Unmengen an Daten benötigt.

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?tagged=timeofdeath Hierzu zählen beispielsweise die medizinische Historie und die Vitaldaten des einzelnen Patienten. Der Algorithmus legt anhand dieser Daten eine Zeitlinie an, die es dem Lernmodell ermöglicht, präzise Aussagen über die Folgen der einzelnen Chronik-Bestandteile zu treffen. Und all das innerhalb von wenigen Augenblicken!

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Was genau bringen solche Informationen, abgesehen von der Angst vor der Zukunft? Zum einen könnten die Vorhersagen es Krankenhäusern ermöglichen, die gesundheitserhaltenden Maßnahmen für die Patienten zu priorisieren. Zum anderen könnten die Ärzte die Behandlungspläne anpassen und auf medizinische Notfälle reagieren, ehe diese überhaupt eintreten. Darüber hinaus kann die künstliche Intelligenz schon jetzt Lungenkrebs und Herzkrankheiten zuverlässiger diagnostizieren als ein “menschlicher Doktor“. Der neue Algorithmus könnte in naher Zukunft also tatsächlich Leben retten!

Datenschützer sind alarmiert

Wer hat bei der neuen künstlichen Intelligenz eigentlich seine Finger im Spiel? Natürlich: Google! Das Unternehmen ist dafür bekannt, dass es die persönlichen Daten seiner User sammelt und verwertet. Doch was sich der Konzern für die Zukunft vorgenommen hat, übertrifft alles bisher Dagewesene! Google möchte die Gesundheitsdaten der Menschen, die ohnehin in Computersysteme hochgeladen werden, zentralisieren und in einem einzigen System zusammenfassen. Da läuten natürlich die Glocken bei allen Datenschützern! Für die meisten ist es nämlich alles andere als eine schöne Vorstellung, dass der größte private Konzern der Welt unsere persönlichen Daten in ein Vorhersagemodell einspeist. Stelle dir nur einmal vor, was passieren könnte, wenn diese Daten in die falschen Hände gelangen! Ganz abgesehen davon, welche Unmengen an Geld Google damit machen würde. Der Konzern bekäme noch mehr Macht und könnte sich zu einem unvergleichbaren Gesundheitsmonopol entwickeln, so Kritiker.

Künstliche Intelligenz vs. Mensch

Der Grundgedanke, Leben durch künstliche Intelligenz zu retten ist natürlich eine feine Sache. Schließlich hat die Technologie bereits viele andere Bereiche unseres alltäglichen Lebens revolutioniert und komfortabler gestaltet. Doch welche Kosten nehmen wir dafür in Kauf?! Soll der größte Privatkonzern der Welt tatsächlich noch mächtiger werden? “Die wissen doch sowieso alles über uns“, mag der eine oder andere sagen. Aber ist das wirklich eine Rechtfertigung dafür, sich alles gefallen zu lassen?

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