Bitcoin hat ausgedient: Jetzt gibt’s den WHOPPERCOIN

Kryptowährungen

Der Fastfood Konzern Burger King hat in Russland ein neues Zahlungsmittel eingeführt. Bitte Trommelwirbel, Feuerwek und Vorhang auf für den: Whoppercoin. Die kreativen Köpfe haben sich bei der Namensgebung anscheinend richtig ins Zeug gelegt. Whoppercoin hört sich so gar nicht nach dem bekannten Bitcoin an. Ob Absicht oder Versehen, ist schwer zu sagen. Aber, der Whoppercoin, kurz WC (kommt Leute, diese Abkürzung ist echt witzig) ist genauso wie sein Namensbruder, eine Kryptowährung.

So zahlst du mit Whoppercoin

Das Kryptogeld ist ein digitales Zahlungsmittel. Theoretisch betrachtet eine Pseudowährung. Aber in der Praxis, siehe Bitcoin, als legales Zahlungsmittel um- bzw. einsetzbar. Natürlich nicht eins zu eins. Das bedeutet: ein Whoppercon ist nicht gleichzusetzen mit einem Rubel. Der Wert von einem Euro ist nicht mit einem Bitcoin identisch. Der Wechselkurs variiert, fällt oder steigt täglich. Exakt wie bei Aktien! Der Duden erklärt das Wort „Krypto“ so: verborgen, versteckt, geheim. Diese Definition ist aussagekräftig genug. Nun setzt Burger King also auf Kundenbindung. Verteilt Treuepunkte und im Gegenzug erhalten sie persönliche Daten und Informationen von jedem Burgerliebhaber und Fritten-Junkie. Das Kauf- und Konsumverhalten wird gespeichert. Wie häufig Herr Schmidt zu BK geht, was er bestellt, ob Single oder Family Packung etc. Alles kann nun analysiert und ausgewertet werden. Zurzeit können die Whoppercoins nur gegen Produkte bei BK eingelöst werden. Das Prinzip gleicht ein wenig den Rabattmarken. Nach geschätztem jeden zehnten Whopper gibt es einen umsonst. Aber es können keine Non-Food-Artikel wie Radiergummi, DVD Player und Fritteuse eingetauscht werden. „Noch nicht“, wie Kommunikations-Chef Ivan Shestov mit einem Augenzwinkern verkündigt.

Für die treuen BK Kunden in Russland könnte es in Zukunft so ablaufen:

Erst einmal registrieren lassen. Die Kunden müssen sich für das Programm „Whoppercoin“ anmelden. Dann kommt die Bestllung. Drei Burger, Onionrings bitte nicht vergessen. Dazu kommen Pommes und ein doppelter Milchshake. Jetzt folgt der wichtigste Schritt: Das ganze wird mit der Kundenkarte gescannt bzw. digital registriert. Nimmersatte Gierhälse (wie ich, Asche auf mein Haupt) wiederholen den Prozess acht Minuten später, weil der Magen noch kein Sättigungsgefühl ans Hirn schicken konnte. Was passiert in den nächsten Tagen? Vom schlechten Gewissen und einer üblen Verdauung mal abgesehen? Die E-Mails trudeln ein. Diät-Treue Burger King Besucher, die regelmäßig mit einem kleinen Salat und Cola Light nach Hause gehen, bekommen z.B. Angebote für Joggingschuhe, cholesterinarme Rezepte oder Links zu vergoldeten Pulsmessern gemailt. Großfamilien werden mit Anzeigen für Windeln, kinderfreundlichen Hotels und Großpackungen Cornflakes überschüttet.
Sollte sich ein Vegetarier bei BK verirrt haben, muss er mit damit rechnen, dass eine Flut von Katalogen den Briefkasten verstopfen. (Das ist das nostalgische Ding neben der Haustür. Ein Relikt aus der Vergangenheit. Früher als Auffangbehälter für reale Post gedacht. Post? Briefe? Ja genau, die Dinger mit ’ner Briefmarke drauf).  Auf jeden Fall kann sich der tierfreundliche Fast Food Freund auf eine neue Kollektion von Krawatten aus Hanf und Steppschuhe fürs Meerschweinchen freuen. Die Vielfresser und Stammgäste werden aller Wahrscheinlichkeit nach mit Werbung für XXL Matratzen, Partnerbörsen für Mollige und strapazierfähigen Bauchwegtrainern beglückt. Burger King zieht Mission WC groß auf. Die Partner sind u.a. Waves, eine Plattform für russisches Kryptogeld, sowie Android und iOS. Anscheinend wird mit Hochdruck daran gearbeitet, dass der WC zu einem reellen und vor allem wirtschaftlichen Zahlungsmittel generiert wird.

Hier kommen die Top Ten der nächsten Generation Kryptowährungen:

Platz 10
Psychiater. Währung: die Gaga-Dublone. Ab Dreitausend Dublonen gibt es eine Xanax umsonst. Platz 9
Autowaschstraße. Währung: die Schaum-Krone. Ab fünfhundert wird der Aschenbecher geleert. Platz 8
Zahnarzt. Währung: der Sadisten-Schilling. Als Belohnung für die Treue wird bei der nächsten Wurzelbehandlung eine örtliche Betäubung versprochen. Platz 7
Chinarestaurant. Währung: Mei-Ling-Peseten. Mit hundert Währungen gibt es tatsächlich Hühnchen… Platz 6
Reinigung. Währung: der Sauber-Schekel. Ein treuer Kunde wird mit Verschwiegenheit belohnt. Peinliche Flecken auf Bettlaken und Hose von Herrn X, werden weder fotografiert, gepostet noch getwittert. Platz 5
Frisör. Währung: der Schuppen-Taler. Nach zehn Jahren gibt es eine halbe Dauerwelle. Platz 4
Sonnenstudio. Währung: der Knusper-Penny. Nach tausend Einheiten wird die Sonnenbank desinfiziert. Nach Fünfzigtausend, die Röhren ausgewechselt. Platz 3
Klempner. Währung: der Blubber-Dollar. Einhundert Dollar können gegen einen Pömpel (Saugglocke) in der Farbe Deiner Wahl eingetauscht werden. Platz 2
Media Markt. Währung: der Weiß-Nix-Euro. Ab dreißigbillionenfünfhundertundneun Euro wird ein kompetenter Fachverkäufer ausgerufen. Falls er einzufangen ist, muss er zwecks Beratung zur Verfügung stehen. Platz 1
SM Studio. Währung: der Jammer-Groschen. Für jeden Groschen gibt es drei Peitschenhiebe und zwei deftige Beschimpfungen frei Haus.

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