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Vorsicht vor dieser Bitcoin-Kreditkarte: Ist die Coinbase-Card zu empfehlen?

Business & Finanzen

Coinbase ist eines der bekanntesten Unternehmen, das es dir schon seit mehreren Jahren ermöglicht, Kryptowährung einfach zu kaufen und zu verkaufen. Es gibt mittlerweile auch eine professionelle Handelsplattform Coinbase Pro, die du verwenden kannst, falls du ein Profi-Trader bist. Coinbase ist somit einer der ersten Services, die die Neuankömmlinge für den Einstieg in die Kryptowelt benutzen. Das Unternehmen ist nicht unumstritten in der Branche, denn es soll mit gewissen Dienstleistern zusammenarbeiten, die Blockchains und Transaktionen analysieren, um Kriminelle aufzuspüren. Damit verstößt Coinbase gegen viele Grundsätze der Privatsphäre. Auch kann Coinbase Kryptowährungen auf der eigenen Plattform blockieren, falls der eine oder der andere Coin aus einer illegalen Handlung stammen soll. Nichtsdestotrotz will jetzt das Unternehmen in den aktuellen Kreditkartenmarkt einsteigen. Wird ihm das gelingen?

Brauchst du noch eine Karte, um Kryptowährung auszugeben?

Seit dem Krypto-Boom in 2017 stellst du dir wahrscheinlich, wie viele andere auch die Frage: Wie soll ich meine Kryptowährung ausgeben? Nun, die letzten zwei Jahre waren sehr produktiv für den Fintech-Sektor. Der Markt hat viele neue Startups hervorgebracht, die auf diese Frage eine einfache Antwort haben. Die Lösung heißt heutzutage: eine Visa-Karte, die an dein Krypto-Konto geknüpft ist. Neben Wirex, TenX, die mit Kryptowährung arbeiten und Revolut, Monese oder sogar Apple mit der Apple Card, die die überfälligen Banken ersetzen sollen, tritt jetzt auch Coinbase dem Wettkampf um die Kunden des neuen digitalen Zeitalters bei. 

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 Leider scheint in dem Fall das Unternehmen dieselben Fehler zu machen wie es einst Microsoft tat, um den Smartphone-Markt zu erobern – es ist vermutlich zu spät. Die Karte von Coinbase ist alles andere als wirklich innovativ. Sie hat tatsächlich mehr Nachteile als Vorteile. Ja, du kannst Bitcoin und andere Kryptos direkt von deinem Coinbase-Konto in Läden und im Internet ausgeben. Die Verwendung der Karte ist aber im Vergleich zu den Angeboten der Konkurrenz eher unattraktiv. Hohe Gebühren, wenn du Krypto kaufst oder verkaufst: ganze fünf bis sechs Euro für die Bestellung der Karte. Warum sollst du die Karte nutzen, wenn du mit Wirex ein Bitcoin-Cashback und seit kurzem auch ein vollständiges Bankkonto hast, mit einer kostenlosen Karte dazu? Das weiß ich auch nicht.

Peer-to-Peer? Nie davon gehört!

Die allgemeine Tendenz, der viele Big Players auf dem Markt folgen, ist natürlich ein gutes Zeichen. Schon bei der Ankündigung der Apple Card hat sich bei mir der Eindruck verfestigt, dass Banking langsam moderner und benutzerfreundlicher wird, denn es wird von den Tech-Giganten in die Hand genommen. Der Umgang mit Geld soll schneller, einfacher und noch ein Stückchen digitaler werden. Immer mehr Unternehmen verbinden die Krypto- und Fiatwelten in ihren Banking-Lösungen zusammen. Andererseits wird das umso beunruhigender. Der ursprünglichen Idee von Satoshi Nakamoto zufolge sollte Kryptowährung Peer-to-Peer-Geld sein – ein Tauschmittel, das keinen Mittelsmann braucht. Transaktionen würden vom Absender zum Empfänger direkt gesendet. Die Realität, die ich und du die letzten Jahre beobachten, ist anders: Zwischen Menschen und Kryptowährung stehen immer mehr Mittelsmänner, die alle gerne gefüttert werden wollen. Ganze drei Firmen stecken hinter der Coinbase Card: Coinbase selbst, Visa und das Zahlungsmittel Paysafe. Dann sollte es dich nicht wundern, dass satte 2,49% zu jeder Transaktion dazugerechnet werden. Bitcoin und andere Coins sind in ihrer Kernidee zensurresistent und dezentral. Coinbase vernichtet beides, indem das Unternehmen Transaktionen verwaltet, sperrt und freigibt sowie die privaten Schlüssel von deiner Kryptowallet für sich behält. Ist das die Zukunft, die die Kryptowährungen erwartet? Ich denke nicht, aber als eine mittelfristige Übergangslösung ist es schon eine interessante Sache.

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