Laser aus den Augen schießen   Kontaktlinsen können das

Laser aus den Augen schießen: die Kontaktlinsen können das

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Wissenschaftler haben eine filmartige Schicht entwickelt, die Laser ausstrahlen kann. Und diese Schicht auf Kontaktlinsen getestet. Und zwar erfolgreich! Wir werden also demnächst dazu in der Lage sein, mit unseren Augen Laser abzufeuern. So einfach ist es aber dann doch nicht. Soll heißen: Die Technik ist nicht annähernd stark genug, um Sachen zum Schmelzen zu bringen, wie Superman & Co. Dennoch sehen Forscher in der Technologie eine große Chance. Der neuartige Film könnte nämlich z.B. in tragbaren Sicherheitsgadgets oder als eine neue Art von Barcode Verwendung finden.

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So funktioniert’s

Das dünne Häutchen, das das Laser-Material enthält, ist um das Tausendfache dünner als ein Millimeter und flexibel. Somit kann es problemlos auf einer Kontaktlinse, einem Geldschein und anderen Oberflächen aufgetragen werden. Der Laser entsteht, indem winzig kleine „Gitter“ in Polymembrane gepresst werden, die auf einem Trägermaterial aus Glas entstehen. Sobald diese Konstruktion mit einem Laser angestrahlt wird, gewinnt sie die Eigenschaft, selbst Laser abzustrahlen. Und zwar mit Wellenlängen zwischen 420 und 700 Nanometer. Somit weist der Laser eine Kraft von etwa einem Nanowatt auf. Das entspricht einem Milliardstel Watt. Der Laser ist also so „dünn“, dass er vollkommen unsichtbar ist. Seine Kraft reicht aber aus, um beispielsweise von einem Scanner wahrgenommen zu werden. 

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Bildquelle: nature.com

Es funktioniert tatsächlich!

Um die „Alltagstauglichkeit“ des Lasers zu überprüfen, trugen die Forscher die folienartige Substanz auf den Fingernagel eines Teammitglieds sowie auf eine Kontaktlinse auf. Letztere setzten sie auf die Pupille einer Kuh. Warum gerade eine Kuh, fragst du dich? Der Grund ist ganz einfach, dass die Augen von Kühen eine sehr ähnliche Struktur aufweisen wie die von Menschen. Und siehe da: Beide Membranen produzierten in kürzester Zeit einen Laserstrahl und – noch wichtiger – die Laservorrichtung auf dem Kuhauge blieb dort, wo sie sein sollte. Das heißt: Es traten keine Schäden in den okularen Strukturen auf.

Laser-Augen für die Zukunft

Die Forscher gaben darüber hinaus an, dass der Schritt vom Prototyp zur Massenproduktion ein sehr kleiner und leichter sei. Dank der heutigen Technik könnten sie bei Bedarf quasi sofort damit beginnen, jeden Menschen mit einem „Laser-Auge“ auszustatten. Womit wir bei der Fragwürdigkeit dieser zugegebenermaßen sehr beeindruckenden Neuheit angekommen wären. Stelle dir nur einmal vor, die Wissenschaftler fänden beispielsweise heraus, dass sich der Film auch problemlos ohne Kontaktlinse in das menschliche Auge integrieren lässt. Das könnte zu einem Überwachungsstaat 3.0 führen! Aber davon sind wir ja noch weit entfernt…, oder? Die Forschungsarbeit wurde übrigens im Magazin Nature Communications veröffentlicht.

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