grönländische Eisdecke versteckt etwas vor uns  Wasser!

Die grönländische Eisdecke versteckt etwas vor uns: Wasser!

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Du hättest es vielleicht nie erwartet, aber die Eisdecke in Grönland hat mehr zu bieten, als du denkst.Wissenschaftler sind der Eiswand nun auf die Schliche gekommen: In den Tiefen des Store Glacier in Westgrönland wartet eine überraschende Menge an flüssigem Wasser auf uns. Was das bedeutet? Lies weiter!

Verborgenes Wasser kommt zum Vorschein

Eine neue Untersuchung [Anm. d. Red.: Die ehemels verlinkte Seite "https://agupubs.onlinelibrary.wiley.com/doi/pdf/10.1029/2018GL079787403" existiert nicht mehr.] der Stanford University ist die erste, die zeigt, dass flüssiges Wasser in festem, eisigem Wasser eingeschlossen sein kann. Lässt sich dieser Fact auf andere Gletscher übertragen, so könnte es die Art und Weise verändern, wie wir das Schmelzen der Gletscher messen. Das hätte einen krassen Einfluss auf die Prognose für den Anstieg des Meeresspiegels. Dustin Schroeder, Co-Autor der Studie und Forscher an der Stanford University, bringt es auf den Punkt: „In all unsere Vorhersagen über den Anstieg des Meeresspiegels fehlt die Komponente des Schmelzwassers.“lennart-1

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Was geht da unter dem Eis alles ab?

Was unter der Oberfläche des grönländischen Eises passiert, ist aktuell wenig bekannt. Der gefrorene Riese mit bis zu 3.200 Metern Höhe lässt jede Menge Raum für Geheimnisse. Vieles, was wir bisher wissen, spielt sich nur auf der Oberfläche ab. Schmilzt das Eis, so sammelt sich Wasser in Mulden, bis es nach und nach durch ein tricky System abfließt.Es wird angenommen, dass das flüssige Wasser dann als kleine Flüsse durch Spalten und Ritze bis zum Grund rauscht. Dort bildet es leider eine rutschige Basis für den Gletscher, sodass das Eis noch leichter und schneller schmelzen und abfließen kann. Klingt plausibel? Ja vielleicht, aber was wirklich passiert, steht noch immer in den Sternen.

Neue Technologie bringt Hoffnung

Jetzt ist alles anders: Das Schmelzwasser läuft unter Umständen gar nicht auf direktem Weg zum Grund! Diese Komponente wurde bis heute in den Klimamodellen überhaupt nicht berücksichtigt.„Ich denke, wir sind uns gerade erst bewusst geworden, wie wichtig es ist, auf einer grundlegenden, physikalischen Ebene zu verstehen, was Gletscherschmelzwasser auf dem Weg von der Oberfläche zum Erdboden tut“, sagt Schroeder dazu.Wie aber finden wir mehr darüber hinaus, was das Wasser unter der Oberfläche treibt? Die Forscher konnten mit einem Radio-Echolot, sozusagen ein „Ultraschallgerät“ fürs Eis, Daten analysieren und so die verschiedenen Dichten des Eises abbilden. Diese Bilder geben eine Übersicht, wie der Gletscher schmilzt und sich bewegt.Hauptautor Alexander Kendrick stieß dann per Zufall auf ein Aquifer. Du verstehst nur Bahnhof? Aquifer ist Eis, das mit Schmelzwasser gefüllt ist. Dort fanden die Forscher richtig viel Wasser. Es deutet sogar darauf hin, dass sich der größte Teil des Schmelzwassers aus dem Sommer nicht bis zum Grund des Gletschers schlängelt, sondern dass es in den Eisrissen und Spalten im Inneren des Eisbergs gefangen ist. Erst im Winter strömt es ins System zurück und wird wieder eingefroren. Das könnte dem Gletscher also sehr viel mehr Zeit verschaffen.

Gletscher entscheiden über die Zukunft der Welt

Das ist ja alles schön und gut, aber wie beeinflusst das uns Menschen? „Das Wassersystem Grönlands ist entscheidend für das Verständnis dessen, was auf unserem Planeten passiert“, erklärt Schroeder klar. Dank der globalen Erwärmung verliert der grönländische Eisbrocken seit über zehn Jahren etwa 244 Milliarden Tonnen Eis pro Jahr.Bisher gibt es keine Anzeichen dafür, dass es weniger wird. Schmilzt der Berg vollständig, so erhöht er den Meeresspiegel um ganze sieben Meter. Die Kettenreaktion der Wasserableitung kann den Eisfluss nämlich vorübergehend um 400 % beschleunigen. Da spielt es definitiv eine Rolle, ob sich der Gletscher schneller oder langsamer von uns verabschiedet.Bestätigt sich die Idee von Kendrick und seinem Team, ist das echt geil: Die Vorhersagen müssten zwar neu aufgegleist werden, aber wir könnten uns noch etwas länger an unseren eisigen Gletschern erfreuen.Schroeder sagt dazu: „Solche Dinge kommen nicht immer vor, aber wenn sie passieren, ist es eine wahre ‚Freude an der Entdeckung‘ in den Geowissenschaften.“ Wir hoffen das Beste!peter5slo-2

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