Bully macht ernst: Der Thriller Ballon läuft ab sofort in den Kinos

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Michael Bully Herbig kann auch anders. Jetzt gibt es seinen ersten Thriller auf der Kinoleinwand. Es geht ums „Rübermachen“, wie zwei Familien 1979 mit einem Heißluftballon aus der DDR in den Westen flüchteten. Spannend gemacht und vor allem die Atmosphäre, dass die Stasi überall ist, kam richtig gut rüber. Aber Bully ist doch lustig?! Wieso denn jetzt diese Geschichte?

Bully macht Comedy-Pause

Als ich gelesen habe, dass Bully nächstes Jahr nicht mehr für Haribo Werbung machen wird, weil der Konzern (unter neuer Leitung) glaubt, seine Marke sei JETZT bekannt genug und es ginge auch ohne Werbefigur – wäre mir das Handy beinahe vor Lachen ins Klo gefallen. Offenbar überlässt Bully jetzt anderen die Schenkelklopfer. Die Frage habe ich mir aber auch gestellt. Ich habe Bully damals bei Energy in München zum ersten Mal im Radio gehört und verfolgt. War bei den Aufzeichnungen von TV München mit Langemann im Studio, als Bully vor seiner Tapete die Wortspiel-Ketten ablieferte. War auf einem Konzert von Bully und den Schlauen oder auch bei Aufzeichnungen von der Bullyparade. Bully ist Comedy. Und das kann er natürlich immer noch. Doch warum jetzt ein Thriller? In einem Interview erklärt er, dass er einfach etwas anderes machen wollte. Neue Erfahrungen sammeln. Kann ich verstehen. Bei den Comedy-Filmen war der Ablauf offenbar immer derselbe. Routine ist langweilig. Gerade, wenn es um Humor geht. Klar, die Outtakes sind immer noch besonders witzig, aber nach dem Schuh des Manitu wirkte der Zenit bereits erreicht. Deshalb gibt es jetzt einen richtig gut gemachten und spannenden Film über die Reise von einer Handvoll Ossis in den Westen. So viel sei schon verraten: Auch hier gibt es zwischendurch und besonders am Ende richtig was zu lachen – aber vielleicht auch genau deshalb, weil der restliche Film schon recht bedrückend ist.

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Stasi und die DDR – Ballon vermittelt dieses Gefühl perfekt

Ich war damals als Kind mit meinen Eltern oft genug in der DDR, um Verwandte zu besuchen. Wer die Grenzkontrollen und die Atmosphäre dort live miterlebt hat, will das nicht noch einmal erfahren. Wer das nicht kennt, kann es nach „Ballon“ sehr gut nachempfinden. Das ständige Gefühl, du musst über deine Schulter schauen. Die ständige Beobachtung. Gefühlt ist jeder bei der Stasi und alle hören dich ab. Der bloße Gedanke daran ist schon traurig. Alexa, spiele Despacito! Auch wenn wir uns heute tatsächlich von Handy & Co. freiwillig abhören lassen, um unseren Alltag noch bequemer zu gestalten – der Film ist keine aktuelle Gesellschaftskritik. Es geht einfach um eine richtig gute und vor allem wahre Geschichte von zwei Familien, die das Unmögliche geschafft haben. Ich bin zugegebenermaßen kein großer Fan von deutschen Filmen – aber dieser ist absolut sehenswert. Er behandelt einen wichtigen Teil unserer Geschichte, ist gut gemacht, spannend und ihr könnt euch selbst ein Bild machen, ob Bully auch was anderes als Comedy kann. Also, ab ins Kino. Passendes Wetter ist ja in Aussicht.

Hier noch der Trailer zu Ballon:

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